C&A setzt Lieferanten unter Druck – 12 Prozent Rabatt gefordert

Pressemitteilung von: 'markt intern'-Verlag
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Düsseldorf, 12.12.2006. C&A zählt im internationalen Textilmarkt zu den Großen. Das Unternehmen betreibt über 800 Filialen in insgesamt 13 Ländern. Wer in dieser Größenordnung unterwegs ist, hat naturgemäß eine hervorragende Verhandlungsposition im Geschäftsalltag. Eine Stellung, die das Düsseldorfer Unternehmen auszunutzen weiß, indem es den Lieferanten die Pistole auf die Brust setzt. Ab dem 1. März 2007 werden die Zahlungsvereinbarungen einseitig geändert. Die Rechnungen, die Lieferanten an C&A stellen, werden inklusive Skonto-Abzug zukünftig um 12 Prozent statt bisher um 8 Prozent gekürzt. Was mit den Zusatzeinnahmen geschieht, ist unklar. Es ist gut möglich, daß die Verkaufspreise in den Filialen nicht gesenkt werden und das Geld anderweitig verbucht wird.

Einsparungen kaum ohne Qualitätseinbußen möglich

Die Textil-Hersteller, die auch zukünftig noch C&A beliefern wollen, stecken nun in der Zwickmühle. Niemand kann es sich erlauben, auf 4 Prozent seiner Forderungen zu verzichten; der Zwang zu Kosteneinsparungen wird extrem erhöht. Rechtsanwalt Götz Fuhrmann, Ressortleiter der 'markt intern'-Young-Fashion-Ausgabe: "Es ist kaum vorstellbar, daß es den C&A-Lieferanten gelingen wird, für 4 Prozent weniger die gleiche Qualität wie zuvor zu liefern. Das ist schon rein rechnerisch kaum möglich. Daher ist zu erwarten, daß die Lieferanten bei der Materialauswahl sowie der Verarbeitungsqualität auf Sparkurs gehen werden. Eine solche Strategie wird sich dann früher oder später auf die Qualität der in den C&A-Filialen angebotenen Ware auswirken. Kurzfristig mag C&A mit dieser rüden Methode die eigene Bilanz aufpolieren. Auf mittelfristige Sicht werden die Verbraucher aber merken, daß sie nicht mehr die gleiche Qualität erhalten wie zuvor. Gerade auf dem Gebiet der Produktqualität ist der Verbraucher sehr sensibel, auf Dauer gibt sich da niemand mit minderwertiger Ware zufrieden. Dann wird der Markt gegen C&A entscheiden."

Markenhersteller setzen auf faire Verhandlungen

Letztlich muß der Verbraucher die Zeche zahlen. Da haben es die Kunden, die beim Kleidungskauf auf Markenware setzen, besser. Zwar wird auch zwischen Markenherstellern und Fachhandel hart und leidenschaftlich um Konditionen gerungen. Jedoch herrscht dort ein partnerschaftlicher Umgang miteinander, in dem eine 'Konditionenquetsche' à la C&A kaum denkbar ist. Und so kann sich Kunde auf die Qualität der Markenware verlassen.

Weitere Informationen:
RA Götz Fuhrmann
Ressortleiter 'markt intern'-Young Fashion/Jeans/Sportswear
Tel.: 0211/66 98 166
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Pressekontakt:
Bastian Peiffer
Pressereferent
markt intern-Verlag
Grafenberger Allee 30
40237 Düsseldorf

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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Fax: 0211/6912-440
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