03.12.2006 - 23:09 - Politik, Recht & Gesellschaft
Der Sozialticker zu: Erwerbslose brauchen mehr Medizin
Pressemitteilung von: Sozialticker
Diese Thematik ist vielen Verantwortlichen sehr wohl bekannt, nur wie Erwerbslose und vor allem Langzeitarbeitslose ALG II Bezieher dieses aus dem Regelsatz von 345,- € bezahlen sollen, da scheint es nur die ewig gestrige Antwort zu geben: ALLES muss aus dem Regelsatz bezahlt werden. Wie gut, wer sich da in den aktuellen Urteilen zu Mehraufwendungen auskennt, die bereits von Gerichten zu Gunsten von ALG II Bezieher gesprochen wurden.
Wie stellt sich allerdings die Situation für diejenigen, die weniger gut informiert sind und auch nicht von behördlicher Seite auf ihre rechtlichen Möglichkeiten aufgeklärt werden?
Wer eine neue Brille, wichtige Medikamente oder aber eine Operation benötigt, bekommt von offiziellen Stellen immer wieder mitgeteilt, dass alle Kosten aus dem Regelsatz von 345.- € (für Single ALG II Bezieher) zu bestreiten sind, oder das durch den Krankenhausaufenthalt, neben der Eigenbeteiligung auch noch mit Kürzungen des Regelsatzes zu rechnen ist. Unter diesen Voraussetzungen können sich viele Medikationen und wichtige OP’s nicht leisten.
Daneben ist die im Regelsatz veranschlagten 3,59 Euro für Nahrungsmittel, so unzureichend, das eine ausgewogene und gesunde Ernährung nicht gewährleistet werden kann.
Das RKI befragte in einer Langzeitstudie beispielsweise Menschen, ob sie in den vergangenen drei Monaten einen Arzt aufgesucht hätten. Unter den einkommensstärkeren Männern antworteten 66 Prozent mit “ja”. Bei den einkommensschwachen waren es dagegen nur 56 Prozent, heißt es in der Expertise “Armut und soziale Ungleichheit”, die im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit dem Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung veröffentlicht wurde.
Wer in Deutschland arm sei, habe eine bis zu zehn Jahre geringere Lebenserwartung als Menschen mit höherem Einkommen, schätzen derweil schon die Experten.
Ziel kann es daher nur sein, dass eine Versorgung unabhängig vom sozialen Status und Brieftasche für alle gewährleistet werden muss! www.sozialticker.com/erwerbslose-brauchen-mehr-medizin.html
Weitere Informationen, Tipps und aktuelle Urteile finden Sie auf: www.sozialticker.com
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Redaktion Sozialticker
Verantwortlich im Sinne § 10 Absatz 3 MDStV:
Dr. Jan Friedel
Alte Dorfstr. 4
15926 Luckau
e-mail:
Internetportal:www.sozialticker.com
Der Sozialticker kommentiert und berichtet mit kritisch fordernder und spitzer Feder über die aktuellen Geschehnisse im Medienbereich Soziales – Politik – juristische Publikationen – amtliche Bekanntmachungen, sowie dem aktuellen Zeitgeschehen. Der Sozialticker ist überparteilich und keiner Initiative, Verein oder Verband angehörig.
Wie stellt sich allerdings die Situation für diejenigen, die weniger gut informiert sind und auch nicht von behördlicher Seite auf ihre rechtlichen Möglichkeiten aufgeklärt werden?
Wer eine neue Brille, wichtige Medikamente oder aber eine Operation benötigt, bekommt von offiziellen Stellen immer wieder mitgeteilt, dass alle Kosten aus dem Regelsatz von 345.- € (für Single ALG II Bezieher) zu bestreiten sind, oder das durch den Krankenhausaufenthalt, neben der Eigenbeteiligung auch noch mit Kürzungen des Regelsatzes zu rechnen ist. Unter diesen Voraussetzungen können sich viele Medikationen und wichtige OP’s nicht leisten.
Daneben ist die im Regelsatz veranschlagten 3,59 Euro für Nahrungsmittel, so unzureichend, das eine ausgewogene und gesunde Ernährung nicht gewährleistet werden kann.
Das RKI befragte in einer Langzeitstudie beispielsweise Menschen, ob sie in den vergangenen drei Monaten einen Arzt aufgesucht hätten. Unter den einkommensstärkeren Männern antworteten 66 Prozent mit “ja”. Bei den einkommensschwachen waren es dagegen nur 56 Prozent, heißt es in der Expertise “Armut und soziale Ungleichheit”, die im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit dem Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung veröffentlicht wurde.
Wer in Deutschland arm sei, habe eine bis zu zehn Jahre geringere Lebenserwartung als Menschen mit höherem Einkommen, schätzen derweil schon die Experten.
Ziel kann es daher nur sein, dass eine Versorgung unabhängig vom sozialen Status und Brieftasche für alle gewährleistet werden muss! www.sozialticker.com/erwerbslose-brauchen-mehr-medizin.html
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