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80 Prozent der Operationen ohne Vollnarkose: Das Asklepios Klinikum Bad Abbach ist ein Kompetenzzentrum für Teilnarkosen

01.12.200609:49 UhrGesundheit & Medizin
Bild: 80 Prozent der Operationen ohne Vollnarkose: Das Asklepios Klinikum Bad Abbach ist ein Kompetenzzentrum für Teilnarkosen
Bei der peripheren Nervenblockade wird das Schmerzmittel durch einen Katheter genau an den Nerven geleitet, der das Operationsgebiet versorgt.
Bei der peripheren Nervenblockade wird das Schmerzmittel durch einen Katheter genau an den Nerven geleitet, der das Operationsgebiet versorgt.

(openPR) Eine Operation unter Vollnarkose stellt oftmals eine erhebliche Belastung für den Organismus dar. Dr. Georg Bonnländer, Chefarzt für Anästhesie am Asklepios Klinikum Bad Abbach, kennt bessere Methoden für eine schmerzfreie Operation: „Periphere Nervenblockade“ heißt die innovative Technik, die die Vollnarkose bei den meisten Operationen in der Orthopädie und Unfallchirurgie überflüssig macht. Am Asklepios Klinikum in Bad Abbach kommt dieses schonende Verfahren bereits bei fast allen Operationen an den Extremitäten zum Einsatz. Im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung gaben Dr. Bonnländer und sein Team ihre Erfahrungen an rund 100 Kollegen aus ganz Bayern weiter.



Bei der peripheren Nervenblockade betäubt der Anästhesist mit ein oder zwei gezielt gesetzten Spritzen nur die Extremität, an der operiert wird. Gleichzeitig wird eine Schmerzmittelpumpe angelegt, die dafür sorgt, dass der Patient auch in den Tagen nach der Operation schmerzfrei bleibt. „Auf diese Weise lassen sich auch alle komplizierten Operationen, wie zum Beispiel die Implantation eines künstlichen Knie- oder Schultergelenks, ohne Vollnarkose durchführen“, erklärt Dr. Georg Bonnländer. Am Asklepios Klinikum Bad Abbach gehört die innovative Methode längst zum Alltag. Rund 2.000mal jährlich kommt sie hier zum Einsatz. „Gerade für ältere Menschen oder Patienten mit Vorerkrankungen zum Beispiel des Herz-Kreislauf-Systems wird die Operation damit wesentlich ungefährlicher und schonender. Genauso wie in der operativen Medizin mit kleinen Schnitten und Spezialinstrumenten versucht wird, den Eingriff für den Patienten zu minimieren, versuchen wir, mit diesen speziellen Methoden der Teilnarkose möglichst wenig in den Gesamtorganismus des Patienten einzugreifen.“ Während Patienten nach einer Vollnarkose oft noch lange mit Nebenwirkungen wie Übelkeit sowie mit Schmerzen zu kämpfen haben und auf der Aufwachstation beobachtet werden müssen, können sie bei einer Operation mit peripherer Nervenblockade das Krankenbett bereits nach wenigen Stunden wieder verlassen.
Auch wer die Operation am eigenen Körper lieber nicht bei vollem Bewusstsein miterleben möchte, braucht nicht auf die Vollnarkose auszuweichen: „Auf Wunsch verabreichen wir unseren Patienten selbstverständlich ein Schlafmittel. Sie bekommen dann von der Operation genauso wenig mit wie unter einer herkömmlichen Betäubung.“

Ziel: Die Methode verbreiten

Warum bei all diesen Vorteilen in vielen Kliniken nach wie vor die Vollnarkose Standard ist, erklärt Dr. Bonnländer mit den besonderen Anforderungen, die die periphere Nervenblockade an den Anästhesisten stellt. „Spritze und Schmerzkatheter richtig zu setzen, erfordert eine spezielle Technik, die in der Ausbildung zum Facharzt zu wenig vermittelt wird. Der Anästhesist muss sich also selbstständig fortbilden, wenn er die Methode anwenden will.“ In Bad Abbach kommt sie seit rund fünf Jahren intensiv zum Einsatz. „Aufgrund der Erfahrung, die wir in dieser Zeit gesammelt haben, sind wir heute absolut von der Methode überzeugt und wollen dazu beitragen, dass sie die Verbreitung findet, die sie verdient – zum Wohle der Patienten.“ Um dieses Ziel zu erreichen, laden Dr. Bonnländer und sein Team regelmäßig Anästhesisten aus ganz Bayern zu Fortbildungsveranstaltungen nach Bad Abbach ein.

Asklepios Klinikum Bad Abbach
Kaiser-Karl V.-Allee 3
D - 93077 Bad Abbach
T. +49 (0) 9405/18-0
F. +49 (0) 9405/18-2900
www.asklepios.com/badabbach

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