30.11.2006 - 14:19 - Politik, Recht & Gesellschaft

Der Sozialticker zu: Fabelhafter Schlangentanz im Bundestag?

Pressemitteilung von: Sozialticker
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Der Sozialticker - kritisch fordernd unabhängig
Viele Politikwissenschaftler versuchen, durch Analysen der Handlungen von Personen - zu ergründen, wieso diese sich zu Entscheidungen hinreißen lassen, obwohl der gesunde Menschenverstand etwas Gegenteiliges als Lösung finden würde. Endlose Debatten über ein “Tun bzw. Handeln”, bringen zwar eine Wahrscheinlichkeitsberechnung mit wissenschaftlicher Begründung hervor, können aber nicht das letzte Prozent einer gegenteiligen Handlung ausschließen.

Diese Einschätzungen werden seit über 1000 Jahren in wissenschaftlichen Studien zu begründen versucht und durch den indirekten Kontakt in eine parallele Welt gespiegelt. In die Welt der Fabeln. Auch der Sozialticker hat sich lange über einem passenden Fabeltier dieser Koalition den Kopf zerbrochen bzw. sich mit dem Vergleich befasst und sich schwer in der Auswahl getan. Schließlich kam die Redaktion zum exakt passenden und in der Realität zur Wahlperiode einzigen Fabeltier:

Die Schlange

Schlangen – viele Menschen finden sie unheimlich. So auch das Empfinden gegenüber eines sich im Wahlkampf befindlichen Politikers. Ein Grund dafür ist das ständige Züngeln. Aber die Bewegungen mit der gespaltenen Zunge erfüllen einen wichtigen Zweck. Das Züngeln ist eines der arttypischsten Merkmale aller Schlangen, sowie auch der Politiker. Dies macht sich besonders im Bundestag nach dem Wahlkampf bemerkbar. Die gespaltenen Zungen reichen dann sogar bis in den Hals zum Zungenansatz. Sie propagandierten das Blaue vom Himmel, eben dass - wonach sie streben - und vergessen dies schlagartig, nachdem die fette “Diätenbeute” geschluckt wurde.

Weiterer Bestandteil ihrer wichtigsten Sinne wäre: der Geruchssinn. Denn mit der Zunge nehmen die Reptilien (Politiker) Geruchsmoleküle (Gelder) aus ihrer Umgebung auf. Um diese zu entschlüsseln, legen die Tiere ihre Zungenspitzen im Maul in zwei Öffnungen am Gaumendach (Konten) – in das so genannte Jakobsonsche Organ. Hier werden die Duftstoffe analysiert und die Informationen anschließend zum Gehirn weitergeleitet. Leider ist an dieser Stelle ein genetischer Defekt beim Politiker zu nennen. denn in der modernen Welt von Zahlen und Statistiken kennt man dies auch unter “Diätenschnüffelei” und “Vorstandsabfindungen” und läßt nicht nur das “Maul” weiter offen züngeln, sondern auch die Hirnaktivität im Vollgas arbeiten, sobald die Luft nach Geld riecht.

Auf den beiden Spitzen ihrer gespaltenen Zunge können die Tiere gleichzeitig unterschiedliche Gerüche wahrnehmen. Und unterscheiden, ob sie jeweils von links oder von rechts stammen: Sie können damit also Stereo riechen. Nur beim Denken gibt es gravierende Probleme … nicht bei den Schlangen, aber bei den Politikern. Besonders bemerkbar macht sich dies bei den Reden im Bundestag. Eindeutige Ansagen sind eher selten bis gar nicht zu finden. Eher eine aufgeschwemmte Eierei - umgibt die stoßweise hervorgebrachten Redeversuche, wenn direkte Fragen an die Abgeordneten gerichtet werden. Mit einer Gegenfrage - “züngeln” sich diese Exemplare aus jeglichem Antwortsdruck und täuschen eine Demenz vor, welches nur von schwerwiegenden Exemplaren bekannt ist. Deshalb spielt das ständige Züngeln der Schlangen (Politikern) eine große Rolle bei der Orientierung. Besonders für die Jagd ist das von großer Bedeutung. Denn jede Beute zieht eine unverkennbare Duftspur hinter sich her. Dies macht sich optisch in den Statistiken als “Bremsspur” bemerkbar, auch wenn diese im Gefallen von Wahlschlappen geschönt werden müssen. Dank ihrer gespaltenen Zunge, ist den schuppigen Reptilien der Jagderfolg sicher.

Und wenn sie nicht … abgewählt worden sind, so würgen sie noch heute!
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