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Schneller als jedes Herz – Elisabeth-Krankenhaus Essen nimmt den weltweit modernsten Computertomographen in Betrieb

30.11.2006 • 12:03 Uhr • Gesundheit & Medizin
Bild: Schneller als jedes Herz – Elisabeth-Krankenhaus Essen nimmt den weltweit modernsten Computertomographen in Betrieb
Foto: Siemens
Foto: Siemens

(openPR) Ende November 2006 nimmt das Elisabeth-Krankenhaus Essen als erste Klinik im Ruhrgebiet den Dual Source Computertomographen von Siemens in Betrieb. „Mit seinen immens breiten Einsatzmöglichkeiten ergänzt der neue CT unser Angebot innovativer Diagnostikverfahren und ermöglicht uns eine ambulante und stationäre Patientenversorgung nach weltweit modernsten Maßstäben“, so Prof. Dr. Michael Forsting, Direktor der Klinik für Radiologie. „Anders als die bisherigen Computertomographen, die mit einer Röntgenquelle und dem zugehörigen Detektorsystem arbeiten, verfügt der neue Dual Source CT über zwei Röntgenquellen und Detektoren mit 64-Schichten-Technik. Diese neueste CT-Technologie ermöglicht klinische Aufnahmen mit bisher unerreicht hoher Geschwindigkeit und Qualität. Wir können unseren Patienten dadurch eine frühere Erkennung, schnellere Befundung und genauere Nachuntersuchung von Herz-, Gefäß-, und Organerkrankungen bieten.“



Unerreichte Klarheit und Detailschärfe

„Dieses Gerät leitet einen neuen Standard in der bildgebenden Herzdiagnostik ein“, schwärmt auch Prof. Dr. Georg V. Sabin, Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie. „Erstmals ist es nun möglich, Personen unabhängig von individuellen Faktoren wie Herzfrequenz und –rhythmus, Größe oder gesundheitlicher Konstitution mit gleicher Qualität zu untersuchen. Durch die technischen Möglichkeiten des neuen Computertomographen werden wir künftig in bestimmten Fällen auf eine invasive Diagnostik mit dem Herzkatheter verzichten können.“ Die hohe Geschwindigkeit mit der der Dual Source CT arbeitet, ist gerade für kardiologische Untersuchungen interessant, denn durch seine Pumpfunktion ist das Herz ununterbrochen in Bewegung. „Selbst schnell oder unregelmäßig schlagende Herzen können durch die zeitliche Auflösung von 83 Millisekunden detailgenau in höchster Qualität und ohne Bewegungsartefakte dargestellt werden“, erklärt Sabin. „Bisher war dazu eine Herzfrequenz von weniger als 65 Schlägen pro Minute erforderlich. Lag die Frequenz darüber, musste der Patient Medikamente zur Absenkung verabreicht bekommen. Bei Personen mit Vorhofflimmern war eine CT-Diagnostik sogar nur sehr eingeschränkt möglich.“ Diese Geschwindigkeit erleichtert die Diagnostik außerdem bei Menschen, die Probleme haben, den Atem während des Untersuchungszeitraums anzuhalten. „In nicht einmal zehn Sekunden Aufnahmezeit erhalten wir gestochen scharfe Bilder des Herzens und der Herzkranzgefäße – selbst der kleinsten Gefäßabschnitte, die bisher nicht immer diagnostisch verwertbar darstellbar waren“, so Sabin. „Da auch die räumliche Auflösung des CT-Gerätes auf 0,4 mm verbessert werden konnte, liefert es Aufnahmen mit bisher unerreichter Klarheit und Detailschärfe.“ Und noch einen großen Vorteil weist der Dual Source CT bei Herzuntersuchungen auf: Die Strahlendosis ist bis zu 50 Prozent geringer.

Notfalldiagnostik und Vorsorgeuntersuchung

Aufgrund seiner zwei Röntgenröhren verfügt der neue CT außerdem über Fähigkeiten, die bisher in der CT-Diagnostik nicht existierten. „Wird die Untersuchung mit verschiedenen Energiestufen pro Röhre durchgeführt, erhalten wir zwei Datensätze mit unterschiedlichen Bildinformationen“, erläutert Forsting. „Auf diese Weise können beispielsweise Knochen und Gefäße von der Auswertersoftware differenziert dargestellt werden. In einem Untersuchungsschritt und ohne zusätzliche Gabe von Kontrastmittel werden diese Daten gewonnen. Dies ist nicht nur für den Patienten von Vorteil, es beschleunigt auch die Befundung deutlich.“ Und Dr. Oliver Bruder, Leiter der nicht-invasiven kardialen Bildgebung im Elisabeth-Krankenhaus und somit maßgeblich verantwortlich für den Betrieb des neuen CT ergänzt: „Diese technischen Möglichkeiten versetzen uns in die Lage, verschiedene Gewebestrukturen besser zu erkennen und zu bewerten. Koronare Plaques lassen sich einfach differenzieren. Das Gerät ist somit hervorragend für Vorsorgeuntersuchungen bei Personen geeignet, die das Risiko einer koronaren Herzerkrankung tragen, aber akut nicht erkrankt sind.“

Auch für die Akutdiagnostik in der Notaufnahme bietet der Dual Source Computertomograph wegen seiner hohen Geschwindigkeit und Detailgenauigkeit anatomischer Gegebenheiten viele Vorteile. Einsatzmöglichkeiten sind hier beispielsweise Untersuchungen bei Verdacht auf Schlaganfall, Befundung von Polytraumen oder auch die Abklärung von akuten Brust- oder Bauchschmerzen. „Bei Patienten mit starken Schmerzen im Brust- und Bauchbereich kann sehr leicht und schnell unterschieden werden, ob es sich um einen Verschluss eines Herzgefäßes, eine Embolie eines Lungengefäßes oder einen akuten Defekt der Hauptschlagader handelt. Die hohe Auflösung der Bilder macht eine zuverlässige Ausschlussdiagnose möglich“, erläutert Bruder. „Der neue Dual Source CT verfügt damit über alle Werkzeuge, die für einen neuen Goldstandard in der CT-Bildgebung erforderlich sind.“ Um die Möglichkeiten des neuen Geräts in der klinischen Anwendung zu demonstrieren, wird Bruder im Frühjahr 2007 ein kardiales Bildgebungssymposium für Mediziner in Essen organisieren. (EKE)

Elisabeth-Krankenhaus Essen
Klara-Kopp-Weg 1
D-45138 Essen
Tel.: 0201-897-0

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