25.11.2006 - 09:09 - Gesundheit & Medizin
GWUP kritisiert Selbstbedienungsmentalität der Komplementärmediziner
Pressemitteilung von: Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. (GWUP)
15.11.2006 - Als frechen Versuch des Zugriffs auf den Geldbeutel der Kranken weist die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) die Forderung des "Bündnis Selbstbestimmung in der Medizin" zurück, die Komplementärmedizin der Schulmedizin in der gesetzlichen Krankenversicherung gleichzustellen. "Statt herumzujammern sollte es lieber seine Hausaufgaben machen und den Wirksamkeitsnachweis für die propagierten alternativen Methoden liefern", so der Geschäftsführer der GWUP, Amardeo Sarma.
Das "Bündnis Selbstbestimmung in der Medizin", in dem neun Verbände von Ärzten, Homöopathen und Patienten zusammengeschlossen sind, hatte in der Ärzte-Zeitung vom 10.11.06 eine solche Gleichstellung gefordert. Des Weiteren hatte es die üblichen objektiven wissenschaftlichen Methoden zum Wirksamkeitsnachweis, wie kontrollierte Doppelblindstudien, abgelehnt. An ihre Stelle sollten "Falldokumentationen mit Patientenzufriedenheitsbefragungen" treten.
Gerade letzteres hält die GWUP für besonders dreist, weil es der allzu offensichtliche Versuch ist, objektiven Standards aus dem Weg zu gehen. Die Forderung nach "strukturierten Falldokumentationen mit Patientenzufriedenheitsbefragungen" sei aberwitzig und gefährlich. "Man stelle sich vor, alle medizinischen Verfahren und Arzneimittel würden so zugelassen. Wir würden dann in eine Zeit zurückgeworfen, wie sie weit vor dem Contergan-Skandal bestand: eine Zeit ohne zuverlässige Arzneimittelsicherheit", so der Mediziner Dr. Werner Hessel von der GWUP.
Dagegen begrüßt die GWUP grundsätzlich die Forderung nach Gleichberechtigung. "Wir haben immer gefordert, dass alle Therapien und Diagnoseverfahren unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen objektiven, wissenschaftlichen Standards bei der Erbringung eines Wirksamkeitsnachweises erfüllen müssen", so Hessel.
Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) e.V.
Arheilger Weg 11
64380 Roßdorf
Tel.: +49 6154/695021
Fax: +49 6154/695022
www.gwup.org
Die GWUP ist ein wegen Förderung der Volksbildung als gemeinnützig anerkannter Verein, in dem sich über 750 Wissenschaftler und wissenschaftlich Interessierte für Aufklärung und kritisches Denken, für sorgfältige Untersuchungen parawissenschaftlicher Behauptungen und die Popularisierung von wissenschaftlichen Methoden und Erkenntnissen einsetzen. Die GWUP ist Herausgeberin des Skeptikers.
Der Skeptiker - Zeitschrift für Wissenschaft und kritisches Denken
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Aus einer interdisziplinären Perspektive hinterfragt der Skeptiker den Wahrheitsgehalt von parawissenschaftlichen Behauptungen kritisch, undogmatisch und mit wissenschaftlichen Methoden, analysiert die psychosozialen Hintergründe paranormaler Überzeugungssysteme und weist auf möglicherweise problematische Konsequenzen von pseudowissenschaftlichen Thesen hin.
Seine Ziele sind die Verbreitung sachlicher, möglichst unvoreingenommener, sorgfältiger und fundierter Untersuchungen, die Förderung kritischen Denkens und die Popularisierung wissenschaftlicher Methoden. Der Skeptiker erscheint viermal im Jahr und liefert Informationen und Argumente von Kennern der Materie, die stets sowohl klar und verständlich, als auch wissenschaftlich fundiert sind. Weiter Infos unter www.skeptiker.org
Das "Bündnis Selbstbestimmung in der Medizin", in dem neun Verbände von Ärzten, Homöopathen und Patienten zusammengeschlossen sind, hatte in der Ärzte-Zeitung vom 10.11.06 eine solche Gleichstellung gefordert. Des Weiteren hatte es die üblichen objektiven wissenschaftlichen Methoden zum Wirksamkeitsnachweis, wie kontrollierte Doppelblindstudien, abgelehnt. An ihre Stelle sollten "Falldokumentationen mit Patientenzufriedenheitsbefragungen" treten.
Gerade letzteres hält die GWUP für besonders dreist, weil es der allzu offensichtliche Versuch ist, objektiven Standards aus dem Weg zu gehen. Die Forderung nach "strukturierten Falldokumentationen mit Patientenzufriedenheitsbefragungen" sei aberwitzig und gefährlich. "Man stelle sich vor, alle medizinischen Verfahren und Arzneimittel würden so zugelassen. Wir würden dann in eine Zeit zurückgeworfen, wie sie weit vor dem Contergan-Skandal bestand: eine Zeit ohne zuverlässige Arzneimittelsicherheit", so der Mediziner Dr. Werner Hessel von der GWUP.
Dagegen begrüßt die GWUP grundsätzlich die Forderung nach Gleichberechtigung. "Wir haben immer gefordert, dass alle Therapien und Diagnoseverfahren unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen objektiven, wissenschaftlichen Standards bei der Erbringung eines Wirksamkeitsnachweises erfüllen müssen", so Hessel.
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Der Skeptiker - Zeitschrift für Wissenschaft und kritisches Denken
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Aus einer interdisziplinären Perspektive hinterfragt der Skeptiker den Wahrheitsgehalt von parawissenschaftlichen Behauptungen kritisch, undogmatisch und mit wissenschaftlichen Methoden, analysiert die psychosozialen Hintergründe paranormaler Überzeugungssysteme und weist auf möglicherweise problematische Konsequenzen von pseudowissenschaftlichen Thesen hin.
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