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Rücken: Wer rastet, der rostet - Richtige Haltung, rückenfreundlicher Sport und ausgewogene Beanspruchung verhindern Schmerzen im Kreuz

22.11.2006 • 14:22 Uhr • Gesundheit & Medizin

(openPR) München im November 2006. In aller Munde: Rückenschmerzen bei Jung und Alt eine Volkskrankheit. Kaum jemand kennt jedoch die genauen Ursachen für Schmerzen im Rücken und beachtet die kleinen Regeln, die Schäden am sensiblen Kreuz verhindern. Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Wirbelsäulenspezialist aus München und Vorsitzender der Deutschen Wirbelsäulenliga, erklärt die wichtigsten Gründe für Erkrankungen am Rückgrat und gibt Tipps zur Vermeidung.



„Mangelnde Bewegung, falsche körperliche Haltung und vermehrte einseitige Belastungen in Beruf und Freizeit gelten als Hauptursachen für das Ziehen und Drücken im Rücken“, erklärt Dr. med. Reinhard Schneiderhan. „So verbringen gerade junge Menschen heute erheblich mehr Zeit auf Bürostühlen, im Auto oder auf der Couch als noch vor 50 Jahren.“ In Kombination mit einer schlechten Körperhaltung treten schnell Verspannungen und Rückenschmerzen auf. Liegen schont die Bandscheiben am meisten, in gerader Sitzposition wirkt bereits die doppelte Kraft. Wer krumm sitzt, belastet seine Wirbelsäule mit dem dreifachen Druck – richtige Haltung schützt vor Überbelastung. Menschen, die ihre arbeitsfreie Zeit mit aktiven Sportarten wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen gestalten, haben beste Chancen, diese enorme Belastung des Rückens auszugleichen, denn Bandscheiben – also die kleinen Stoßdämpfer zwischen den Wirbeln – benötigen viel Bewegung. Durch sportliche Aktivitäten füllen sie sich mit lebensnotwendiger Flüssigkeit und erhalten so ihre natürliche Pufferfunktion. Bei Sportmuffeln hingegen verlieren Bandscheiben nach und nach Flüssigkeit, ihre natürliche Höhe minimiert sich. Gut ausgeprägte Muskeln an Bauch und Rücken entlasten zudem die Bandscheiben und geben der gesamten Wirbelsäule Halt.

Starke körperliche Arbeit und alltägliche Handgriffe im Alltag wiederum – unter falscher Haltung ausgeübt – führen zu einseitigen Belastungen der Wirbelsäule. Dr. Schneiderhan: „Auch hier beugt die richtige Haltung Verspannungen und dauerhaften Schäden vor. Schwere Gegenstände sollten Betroffene immer mit geradem Rücken anheben, so leisten beide Seiten des Rückens zu gleichen Teilen die Arbeit.“ Als weitere Ursache für Schmerzen im Rücken gilt Übergewicht. Nicht nur Knie leiden unter den zusätzlichen Kilos, auch die Bandscheiben leisten mehr als bei Normalgewichtigen. Prinzipiell gilt: Wer sich vielseitig bewegt, im Alltag auch mal Wege zu Fuß erledigt und auf eine korrekte Haltung achtet, beugt auf Dauer chronischen Schmerzen vor.

Rückenfreundliche Sportarten
1.Joggen: Durch den rhythmischen Wechsel von Be- und Entlastungen stärkt diese Sportart ideal Bauch- und Rückenmuskeln. Auf wichtige Faktoren wie richtige Schuhe, Technik und Bodenwahl achten. 2.Schwimmen: positiv aufgrund der Entlastung des Gewichtes im Wasser. Rückenschwimmen stärkt insbesondere die Rumpfmuskeln, am besten zwischen Bauch- und Rückenlage wechseln.
3.Radfahren: aufgrund der Gewichtsentlastung positiv für Rücken und Gelenke. Ein tief gestellter Lenker belastet bei längeren Fahrten allerdings die Halswirbelsäule.
4.Wandern: Milde Stoßbelastungen unterstützt durch Teleskopstöcke entlasten Bandscheiben und Co. bei gleichzeitigem Muskelaufbau.
5.Ski: Abfahrtski stärkt den Rücken nur bei richtiger Technik und angepasster Fahrweise – besser ist Skilanglauf.

Richtiges Sitzen
1.aufrechte Haltung
2.aktives Sitzen: häufig die Position ändern
3.Ober- und Unterschenkel stehen im 90-Grad-Winkel zueinander
4.Armlehnen helfen, etwas Körpergewicht zu tragen
5.Becken leicht nach vorne kippen
6.Füße vollständig auf den Boden setzen

Weitere Informationen unter www.orthopaede.com

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