20.11.2006 - 18:47 - Politik, Recht & Gesellschaft

Ehrenamtler zu Besuch beim Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg

Pressemitteilung von: Lichtblick-Newsletter / PR Agentur: Lichtblick-Newsletter
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Gruppenfoto mit dem Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg vor der Kuppel des Reichstagsgebäudes. Foto: BPA
Reisebericht von der Informationsfahrt nach Berlin (13.11. - 14.11.2006)

Als wir 50 Ehrenamtler aus Rostock und dem Landkreis Bad Doberan am Montag auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg in den am Hauptbahnhof bereitgestellten Reisebus von der Firma Kofahl-Reisen nach Berlin einstiegen, war natürlich klar: Das wird keine Butterfahrt. "Das zweitägige Programm 'politisches Berlin' ist ein Dankeschön für ihr ehrenamtliches Engagement", sagte Kathrin Meyer vom Rostocker Bürgerbüro des Abgeordneten. Auf Rehbergs Gästeliste standen Mitglieder der Rostocker Tafel, von Vereinen des Gemeinsamen Hauses, der Freiwilligen Feuerwehr, des Stadtsportbundes, Fußballer des Union Sanitz und Gemeindevertreter, darunter die Bürgermeister Gerhard Dierkes aus Thelkow und Joachim Schwaß aus Bentwisch.

Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen

Die Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen, das ehemalige sowjetische Speziallager und Unterbringungsgefängnis des MfS, war das erste Ziel. Zwei Begleiter führten uns in zwei Gruppen durch das Kellergefängnis, das sogenannte "U-Boot". Die sowjetische Besatzungsmacht nutzte es von 1947 bis 1951 als zentrales Untersuchungsgefängnis für Deutschland. Im März 1951 übernahm das MfS das Gefängnis. In den fensterlosen, bunkerartigen Zellen saßen Streikführer des Aufstandes am 17. Juni 1953, Dissidenten und Anhänger der Zeugen Jehovas ein. Es herrschte physische Gewalt mittels Schlafentzug, Arrest, Gummi- und Wasserzellen. Auch Reformkommunisten wurden hierher verbracht. "So der Leiter des Aufbau-Verlages Walter Janka, der in Ungnade gefallene ehemalige DDR-Außenminister Georg Dertinger (CDU) und das SED-Politbüromitglied Paul Merker", berichtete der Begleiter Jürgen Breitbart. Er beteiligte sich 1976 an den Protesten zur Ausbürgerung von Wolf Biermann. Wegen dieser Aktion wurde Jürgen Breitbart in der neu errichteten Haftanstalt für mehr als eineinhalb Jahre festgehalten. Zu den prominenten Insassen dieser Zeit zählten unter anderem die Schriftsteller Rudolf Bahro und Jürgen Fuchs sowie die Musiker Gerulf Pannach und Christian Kunert. Von Vernehmern, in "Operativer Psychologie" geschult, wurden die Häftlinge oft monatelang verhört, schikaniert, "geistig abgetötet und dann abgeschoben", sagte Breitbart. Allein dieser Ort war und ist eine Reise wert, der eines der düstersten Kapitel der Nachkriegs- und DDR-Geschichte wach halten will. Die Gedenkstätte, ist seit Juli 2000 eine selbständige Stiftung öffentlichen Rechts. Sie ruft insbesondere Nachwuchswissenschaftler dazu auf, sich verstärkt mit der Geschichte des Haftortes Hohenschönhausen zu beschäftigen. www.stiftung-hsh.de

Stadtrundfahrt

Nach dem Mittagessen ging es weiter mit einer Rundfahrt durch die Bundeshauptstadt, praktisch vom Potsdamer Platz über den legendären Grenzübergang Checkpoint Charlie bis zum Kurfürstendamm. Besondere "Bonbons" waren die Abstecher mit Pausen, wie der zum Gendarmenmarkt. Auf der dreieinhalbstündigen Tour konnte man über Berlin viel Altes und Neues erfahren.

Reichstagsgebäude

Am nächsten Tag folgten weitere Highlights: Die Besichtigung des Plenarsaals des Reichtagsgebäudes und ein Vortrag über die Aufgaben und die Arbeit des Parlaments. Der Sprecher sagte: "Seit dem Umzug nach Berlin wurden mehr als 16 Millionen Besucher gezählt." Das spricht doch Bände über den Stellenwert des Parlaments, auch wenn nicht jedem Bürger immer das Arbeitsergebnis der Volksvertreter beeindruckt.

Dann um 11 Uhr das "Spitzengespräch" mit unserer Gruppe. Bundestagsabgeordneter Eckhardt Rehberg verwies einleitend auf seinen prall gefüllten Terminkalender. Darin drängeln sich seine Sitzungen im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie, im Unterausschuss ERP-Wirtschaftspläne, im Finanzausschuss, im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und natürlich auch die Veranstaltungen im Rostocker Wahlkreis 014. Außerdem hatte Eckhardt Rehberg eine Antwort parat, warum nicht immer alle Mitglieder im Bundestag anwesend sind: "Leer stehende Stühle im Plenarsaal weisen oft darauf hin, dass sich die Bundestagsabgeordneten zunächst über die Mitglieder aus den Ausschüssen 'vertreten' lassen, bevor es um wichtige Abstimmungsfragen geht." Und er wurde mit vielen Fragen überhäuft, besonders zur Bildung, Wirtschaft, Gesundheitsreform und zur rechten Szene. Gerade gegen das Erstarken der Rechten können die Schulen, Vereine, Kirchen und Gewerkschaften viel tun, so Rehberg. "Mit einem geförderten Rockkonzert gegen Rechts, wo 500 Leute kommen, kann man die Sünden der Vergangenheit aber nicht überwinden." Fazit dieses Gespräches: So manches Vorurteil gegenüber Politikern konnte ausgeräumt werden. Leider verging diese interessante Stunde viel zu schnell.

Letztendlich auch der Termin zum Gruppenfoto mit Eckhardt Rehberg MdB, die Besichtigung der Kuppel des Reichstagsgebäudes, die Führung im Bundeskanzleramt und ein Informationsgespräch im Bundesministerium des Innern machten die Reise zu einem unvergessenen Erlebnis.

Roland Hartig, Rostock

Fotos von der Informationsreise
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INFORMATION

Zu den traditionellen Besichtigungen des Reichstags kann jeder Bundestagsabgeordnete zusätzlich 100 Personen pro Jahr zu einer mehrtägigen Fahrt nach Berlin einladen. Das sind zwei Fahrten je 50 Personen. Diese werden vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA) organisiert. Anfahrt, Übernachtung und Mahlzeiten sind für die Teilnehmer kostenfrei. Weitere Informationen zu einem Besuch des Reichstags finden Sie auf der Internetseite des Deutschen Bundestages www.bundestag.de

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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Redaktion Lichtblick-Newsletter
im Landesverband M-V der Angehörigen und
Freunde psychisch Kranker e.V. (LApK MV e.V.)
Roland Hartig
Henrik-Ibsen-Straße 20
18106 Rostock
Tel./Fax: 0381-722025
E-Mail:
www.lichtblick-newsletter.de

Kathrin Meyer
Leiterin Bürgerbüro
Eckhardt Rehberg
Mitglied des Deutschen Bundestages
Rosa-Luxemburg-Straße 25/26
18055 Rostock
Tel. 0381 - 252-2460
Fax: 0381 - 252 - 2485

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