29.04.2004 - 12:16 - Politik, Recht & Gesellschaft
MDR-Talkshow mit Gysi absetzen - Beziehungen Gysis zur Stasi nach wie vor im Zwielicht
Pressemitteilung von: CDU/CSU-Fraktion
MDR-Talkshow mit Gysi absetzen
Beziehungen Gysis zur Stasi nach wie vor im Zwielicht
15. Januar 2003
Folgendes Schreiben hat der Obmann für Kultur und Medien der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Bernd Neumann MdB, an den Intendanten des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), Prof. Udo Reiter, zur Absicht des Senders, ab 20. Januar eine politische Talkshow-Reihe vom PDS-Politiker Gregor Gysi moderieren zu lassen, gerichtet:
Ich halte es für abwegig und geschmacklos, einen herausgehobenen Repräsentanten der Nachfolgepartei der SED, die für 40 Jahre Diktatur und Unterdrückung in der DDR Verantwortung trug, mit der Moderatorenaufgabe in einem öffentlich-rechtlichen Sender zu betrauen, zumal die Beziehungen Gysis zur Stasi nach wie vor im Zwielicht stehen. Die Opfer der DDR-Diktatur müssen sich dadurch verhöhnt vorkommen. Eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt ist verpflichtet, mit den Empfindungen ihrer Zuschauer sensibel und verantwortungsvoll umzugehen und nicht nach dem Motto zu verfahren, Quote um jeden Preis´. Deshalb bitte ich Sie als Intendanten, die Talkshow-Reihe mit Gysi nicht durchzuführen.
Die Tatsache, dass in der vom MDR geplanten Talkshow neben Gysi auch der CDU-Politiker Lothar Späth moderieren soll, macht die Sache nicht besser. Viele Bürger in Deutschland, insbesondere aber die Mitglieder der CDU, würden wenig Verständnis dafür haben, wenn ein renommierter CDU-Politiker aus Publizitätsgründen daran mitwirkt, dass einem unter Stasi-Mitarbeit-Verdacht stehenden PDS-Mann eine öffentliche Bühne mit Millionenpublikum gegeben wird.
Ich habe deshalb in einem persönlichen Schreiben Lothar Späth aufgefordert, von einer Zusammenarbeit mit Gysi im Fernsehen abzusehen.
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
mailto:
Politik mit Durchklick
www.cducsu.de
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Autor(en): Bernd Neumann
Beziehungen Gysis zur Stasi nach wie vor im Zwielicht
15. Januar 2003
Folgendes Schreiben hat der Obmann für Kultur und Medien der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Bernd Neumann MdB, an den Intendanten des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), Prof. Udo Reiter, zur Absicht des Senders, ab 20. Januar eine politische Talkshow-Reihe vom PDS-Politiker Gregor Gysi moderieren zu lassen, gerichtet:
Ich halte es für abwegig und geschmacklos, einen herausgehobenen Repräsentanten der Nachfolgepartei der SED, die für 40 Jahre Diktatur und Unterdrückung in der DDR Verantwortung trug, mit der Moderatorenaufgabe in einem öffentlich-rechtlichen Sender zu betrauen, zumal die Beziehungen Gysis zur Stasi nach wie vor im Zwielicht stehen. Die Opfer der DDR-Diktatur müssen sich dadurch verhöhnt vorkommen. Eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt ist verpflichtet, mit den Empfindungen ihrer Zuschauer sensibel und verantwortungsvoll umzugehen und nicht nach dem Motto zu verfahren, Quote um jeden Preis´. Deshalb bitte ich Sie als Intendanten, die Talkshow-Reihe mit Gysi nicht durchzuführen.
Die Tatsache, dass in der vom MDR geplanten Talkshow neben Gysi auch der CDU-Politiker Lothar Späth moderieren soll, macht die Sache nicht besser. Viele Bürger in Deutschland, insbesondere aber die Mitglieder der CDU, würden wenig Verständnis dafür haben, wenn ein renommierter CDU-Politiker aus Publizitätsgründen daran mitwirkt, dass einem unter Stasi-Mitarbeit-Verdacht stehenden PDS-Mann eine öffentliche Bühne mit Millionenpublikum gegeben wird.
Ich habe deshalb in einem persönlichen Schreiben Lothar Späth aufgefordert, von einer Zusammenarbeit mit Gysi im Fernsehen abzusehen.
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
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