16.11.2006 - 04:36 - Medien & Telekommunikation

Drei Beiträge nominiert für den lesbisch-schwulen "Felix-Rexhausen-JournalistInnenpreis 2006"

Pressemitteilung von: Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) e.V.
Die Jury des Felix-Rexhausen-Preises hat drei Einsendungen für den Medienpreis des Bundes Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) nominiert. Welcher der drei Beiträge den Preis erhält, wird bei der offiziellen Preisverleihung am 19. November im Berliner "Sonntags-Club" bekannt gegeben. Nominiert wurden:

- Jutta Duhm-Heitzmann für ihren Radio-Beitrag: "19. August 1936 – Der Todestag des Dichters Federico García Lorca", gesendet auf WDR 5 in der Reihe "Zeitzeichen" am 19.08.2006
Mit dem Anerkenntnis von Lorcas Homosexualität tut sich die spanische Gesellschaft und auch der spanische Literaturbetrieb bis heute schwer, obwohl "die düstere Einfärbung seiner Literatur auch einer unterdrücken Sexualität entsprang", wie die Autorin in ihrem ausgezeichneten Radiobeitrag feststellt - und auch belegen kann. Jutta Duhm-Heitzmann ist es gelungen, ein einfühlsam aufrüttelndes, ein aufklärerisches Porträt des dunkelsten, traurigsten spanischen Dichters zu verfassen.

- Martin Reichert für seinen Beitrag "Adieu Habibi" in der taz vom 29.07.2006
Martin Reichert verbindet seine Eindrücke eines Besuchs in Beirut im November 2005 mit den kurzen Meldungen des Fernsehregisseurs Eli aus der Kriegs-Stadt im Juli. Er beschreibt in dem subjektiven Text präzise seine Erlebnisse einer Nacht in der schwul-lesbischen Szene Beiruts und verbindet sie mit gut beobachteten Einblicken in die Lebensrealität seines Protagonisten Eli.

- Tanja Rest für ihren Beitrag "Blind vertrauen auf den Cocktail" in der Süddeutschen Zeitung vom 29.11.2005
Tanja Rest macht mit ihrem Text begreifbar, warum sich viele Schwule auf Sex ohne Kondom einlassen, obwohl ihnen das tödliche Risiko einer HIV-Ansteckung bewusst ist. Sie beschreibt anhand eines HIV-positiven Protagonisten, welche Mechanismen in einem Teil der schwulen Szene zu ungeschütztem Sex führen. Der Autorin ist ein herausragender Beitrag gelungen, der für Außenstehende das Unbegreifliche begreifbar macht und der schwulen Szene den Spiegel vor das Gesicht hält.

Der lesbisch-schwule Medienpreis ist mit 500 Euro dotiert und wird in diesem Jahr zum neunten Mal vergeben. Die Preisverleihung findet am 19. November 2006 anlässlich der Bundesversammlung des BLSJ in Berlin statt.

Felix Rexhausen, der Namenspatron des Preises, wurde 1932 in Köln geboren und starb 1992 in Hamburg. Er war Mitbegründer der deutschen Sektion von amnesty international und arbeitete für den Rundfunk sowie für Zeitungen und Zeitschriften. Rexhausen war noch zu Zeiten des alten Paragrafen 175 ein selbstbewusster Journalist, der die Lebensumstände schwuler Männer eindringlich, aber auch ironisch und selbstkritisch thematisierte.

Mehr Informationen finden Sie online: www.felix-rexhausen-preis.de


Hinweis für JournalistInnen: Wir laden Sie herzlich zur Preisverleihung ein. Bitte melden Sie sich vorher an, damit wir Sie auf die Gästeliste setzen können. Die Preisverleihung findet am Sonntag, dem 19. November, im "Sonntags-Club" in Berlin statt: Greifenhagener Str. 28, 10437 Berlin, www.sonntags-club.de. Einlass: 11.30 Uhr, Verleihung des Felix-Rexhausen-Preises 2006: 12.00 Uhr

Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) e.V.
Postfach 19 01 39
50498 Köln

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Kontakt: Martin Rosenberg
Fax: 01212/519 750-853
E-Mail:

Der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ e.V.) ist ein Netzwerk, das zurzeit bundesweit rund 200 lesbische Journalistinnen und schwule Journalisten verbindet. Die Medien spielen eine entscheidende Rolle beim Abbau von Vorurteilen. Deshalb setzt sich der BLSJ für eine faire und realitätsgetreue Berichterstattung über Lesben und Schwule ein – eine Berichterstattung, die jenseits von Klischees die Vielfalt lesbischer und schwuler Lebenswelten abbildet. Der BLSJ wird gegen homophobe Medienberichte aktiv und engagiert sich für die Rechte und Interessen lesbischer und schwuler JournalistInnen. Außerdem dokumentiert er Fälle von Diskriminierung am Arbeitsplatz und organisiert Diskussions-Foren und Weiterbildungs-Veranstaltungen.

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