29.04.2004 - 12:13 - Politik, Recht & Gesellschaft

Einigung auf überfraktionelle Initiative für ein generelles Klonverbot erwirkt

Pressemitteilung von: CDU/CSU-Fraktion
Bundestag positioniert sich klar gegen beide Formen des Klonens

17. Januar 2003 - Zur überfraktionellen Einigung über ein umfassendes Klonverbot erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Prof. Dr. Maria Böhmer MdB:

Die stellvertretenden Vorsitzenden Maria Böhmer (CDU), Reinhard Loske (Bündnis 90/Grüne) und Gudrun Schaich-Walch (SPD) haben sich auf eine überfraktionelle Initiative für ein umfassendes weltweites Verbot des reproduktiven und therapeutischen Klonens verständigt. Grundlage dieser gemeinsamen Initiative sind die Anträge von CDU/CSU sowie von Bündnis 90/Die Grünen und SPD.

Damit wird eine klare Positionierung des Deutschen Bundestages gegen beide Formen des Klonens herbeigeführt. Die Bundesregierung erhält darin den Auftrag, ihre Strategie bei den VN-Verhandlungen weiterzuentwickeln und eine VN-Konvention anzustreben, die sowohl das reproduktive wie das so genannte therapeutische Klonen verbietet und darauf zielt, möglichst viele Staaten für eine solche Konvention zu gewinnen. Die Zeit bis zur Wiederaufnahme soll genutzt werden, um dieses Ziel, ausgehend von einer weiterzuentwickelnden deutsch-französischen Initiative, zu erreichen.

Damit hat sich gezeigt, dass der Vorstoß der Union, auf ein umfassendes Klonverbot hinzuarbeiten, auch über die Fraktionsgrenzen hinaus Zustimmung findet. Das angestrebte breite Votum des Deutschen Bundestages wird die deutsche Verhandlungsposition im internationalen Umfeld stärken. Das weltweite Verbot jeglicher Form des Klonens muss das Ziel deutscher Politik bleiben. Denn unabhängig von der dazu genutzten Technik und dem damit verfolgten Zweck ist jedes Klonen mit menschlichen Embryonen unvereinbar mit dem Schutz der Menschenwürde, die Artikel 1 des Grundgesetzes und die Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen gebieten.

 

Prof. Dr. Maria Böhmer

CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

Platz der Republik 1, 11011 Berlin

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