13.11.2006 - 16:32 - Politik, Recht & Gesellschaft

„Sozialverträgliches Frühableben“ auf dem Weyl-Gelände?

Pressemitteilung von: Bayernpartei München
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Das brachliegende Weyl-Gelände; im Hintergrund der Pasinger Bahnhof
Seit gut 20 Jahren steht das ehemalige Weyl-Gelände in München nun leer. Was für ein Grundstück dieser Größe in perfekter Lage, direkt am Pasinger Bahnhof und an der Offenbachstraße, eigentlich mehr als verwunderlich wäre, erklärt sich aus den hier schlummernden Altlasten: Durch die früher dort stehende Teerfabrik ist der Boden noch immer kontaminiert. Dies verhinderte bisher auch die sinnvolle Nutzung des Geländes, obwohl schon Dutzende Bebauungsmöglichkeiten diskutiert wurden.

Mittlerweile hat die Stadt bekannt, keine Alternativen mehr zu haben – also will man zu einer scheinbar außerordentlichen Alternative greifen und ein Altenheim darauf errichten.

Natürlich ist keineswegs nachgewiesen, daß konkrete Gesundheitsschäden für die Bewohner drohen. Ein Wohngebiet oder gar eine Schule oder einen Kindergarten würde aber zurecht niemand darauf errichten wollen. Bei einem Altersheim scheint es dagegen egal zu sein, wenn es auf einem „Giftacker“ (so der Münchner Merkur) steht. Bei Senioren, dieser Gedankengang drängt sich förmlich auf, sind Gesundheitsgefahren ja halb so schlimm, und möglichen Langzeitschäden kommt die natürliche Lebenserwartung schon zuvor. Und die Angestellten des Heims, die den Schadstoffen dann möglicherweise ihr gesamtes Arbeitsleben ausgesetzt wären, seien wohl kaum mehr als Kollateralschaden.

„Dieser Zynismus ist aus unserer Sicht unerträglich“, so Sri-Miriam Fackler (19), Kreisvorsitzende der Bayernpartei im Münchner Westen. „Es stellt eine ungeheure Respektlosigkeit gegenüber der älteren Generation dar, wenn man sie dorthin abschiebt, wo sonst niemand wohnen will.“

Auch die Art der Entscheidungsfindung wird durch die BP kritisiert. Der Bezirksvorsitzende Thomas Hummel führte dazu aus: „Man hat schon so viele Möglichkeiten gedanklich durchgespielt und keine davon ließ sich realisieren. Nur die Anforderungen für die Errichtung eines Altenheims scheinen minimal zu sein.“

Die Stadt sollte sich endlich zu einer wirklichen Sanierung des Geländes entschließen; für die derzeitige Verlegenheitslösung werden sich wohl in keiner Generation genügend Interessenten finden.


Bayernpartei
Bezirksverband München
Untere Weidenstr. 14
81543 München
Tel: 089/6518051
www.bpmuenchen.de

Thomas Christian Hummel
Bezirksvorsitzender


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Die Bayernpartei ist die politische Organisation der fränkischen, schwäbischen, altbairischen und freiheitlich denkenden Bürger im Freistaat. Sie wendet sich gegen den Berliner und Brüsseler Zentralismus und gegen eine Globalisierung, die die historisch gewachsenen Regionen als Heimat der Menschen außer Acht läßt. Nach dem Leitbild der Subsidiarität sollen alle Entscheidungen auf der kleinstmöglichen Ebene fallen - dies kann der Freistaat sein, aber auch die Bezirke, Landkreise, Gemeinden und schließlich der Bürger selbst. Auf mittel- oder langfristige Sicht soll sich Bayern von der Bundesrepublik Deutschland lösen und somit souverän innerhalb eines Europas der Regionen stehen.

Die Bayernpartei München ist einer der acht Bezirksverbände der Bayernpartei. Er gliedert sich derzeit in vier Kreisverbände.

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