(openPR) Ernährungstherapie bei Krebs: Neuartiges Ernährungskonzept entzündet neue Hoffnungen!
Anlässlich des 4. Internationalen Diätetik Kongresses in Aachen stellte der Tumorbiologe Doktor Johannes F. Coy ein neues Ernährungskonzept bei bestimmten Tumorerkrankungen vor, das eine Trendwende in der Krebstherapie hervorrufen könnte, kommentiert Irina Baumbach von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.
Das TKTL1-Ernährungskonzept basiert auf den neuesten Erkenntnissen der Tumorforschung, nach denen Glukose bei bestimmten Krebsformen als alleiniger Treibstoff dient. Eine gezielt auf die Stoffwechselsituation dieser TKTL1-positiven Tumoren angepasste Ernährung könnte einen Richtungswechsel in der Krebstherapie darstellen.
Bereits 1924 beschrieb der Nobelpreisträger Otto Heinrich Warburg einen von Sauerstoff unabhängigen Stoffwechselweg zur Energieproduktion in Tumorzellen. Erst 2005 rückte die These des so genannten "Warburg-Effekts" mit der Entdeckung des TKTL1-Enzyms in Tumoren in den Mittelpunkt der Forschung. Wissenschaftliche Studien belegen, dass besonders aggressive Tumorzellen zur Energieproduktion Glukose zu Milchsäure vergären, während gesunde Körperzellen diese in Anwesenheit von Sauerstoff zu Kohlendioxid und Wasser verstoffwechseln. Milchsäure zerstört die umgebende Matrix und ermöglicht so den Tumorzellen, in andere Gewebe einzudringen und zu metastasieren.
Daraufhin entwickelte der Wissenschaftler Johannes Coy die TKTL1-Ernährungstherapie, bei der durch den gezielten Einsatz von neuentwickelten Lebensmitteln mit einem niedrigen glykämischen Index die Insulinausschüttung weitgehend vermieden wird und so aggressive Tumorzellen von der Glukoseversorgung abgekoppelt werden.
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Dr. J. Wolff
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