Deutschland bei Gehaltssteigerungen weltweit unter den Schlusslichtern

Pressemitteilung von: ECA International / PR Agentur: Dr. Haffa & Partner Public Relations GmbH
• Erwartete Gehaltssteigerung in Deutschland für 2007: 3,1 Prozent
• Sinkende Realgehälter nach Berücksichtigung der Inflation
• Deutsche Wirtschaft profitiert von niedrigen Gehaltssteigerungen
• Gehälter in Indien, Indonesien und Russland steigen weltweit am stärksten

London, 7. November 2006 ---- Die Gehälter sind in Deutschland im Jahr 2006 um durchschnittlich 3 Prozent gestiegen – für 2007 sind 3,1 Prozent zu erwarten. Das geht aus der aktuellen internationalen Gehaltsstudie „Salary Trends Survey 2006/2007“ des HR-Beratungsunternehmens ECA International hervor. Damit gehören die Gehaltszuwächse in Deutschland zu den niedrigsten in der Welt – und für 2007 ist keine Trendwende in Sicht: Unter Berücksichtigung der Inflation werden die Realgehälter im kommenden Jahr sogar unter denen von 2006 liegen. Die deutsche Wirtschaft profitiert von dieser Entwicklung und bleibt in Zeiten eines weltweiten Aufschwungs konkurrenzfähig – das Wirtschaftswachstum in Deutschland ist so stark wie seit Jahren nicht mehr.

Die „Salary Trends Survey 2006/2007“ von ECA International beruht auf Gehaltsinformationen von internationalen Unternehmen über die tatsächliche Gehaltsentwicklung im Jahr 2006 und über geplante Erhöhungen für 2007. Diese Informationen – analysiert und interpretiert vor dem Hintergrund nationaler und globaler wirtschaftlicher Rahmenbedingungen – helfen Unternehmen beim Vergleich und der Kontrolle des internationalen Gehaltsniveaus und beim Festlegen der Gehälter von Auslandsmitarbeitern.

Die Gehälter in Deutschland sind 2006 zum dritten Mal in Folge um 3 Prozent gestiegen. Damit rangiert Deutschland vor der Schweiz weltweit am unteren Ende des Feldes. Dabei wächst die deutsche Wirtschaft mit einem Anstieg des Bruttosozialprodukts 2006 so schnell wie zuletzt im Jahr 2000. Der derzeitige Aufschwung geht hier sowohl auf das Wachstum der Exporte zurück als auch auf eine in jüngster Zeit gesteigerte Binnennachfrage der Privatverbraucher. Dabei führte nicht zuletzt die branchenübergreifende Lohnzurückhaltung dazu, dass die deutsche Wirtschaft im schnell wachsenden europäischen Markt konkurrenzfähig blieb.

Die niedrige Gehaltsentwicklung in Deutschland ist symptomatisch für ganz Westeuropa – nur die Schweiz hat hier mit 2,5 Prozent im Jahr 2006 noch niedrigere Werte zu vermelden. Unter Berücksichtigung der Inflation ist der reale Gehaltszuwachs in Deutschland im Jahr 2006 jedoch auf 1 Prozent gesunken, während er in der Schweiz, die eine Inflation von unter 1 Prozent hat, bei 1,6 Prozent liegt.

Rapides Wirtschaftswachstum hat in Osteuropa zu einem deutlich höheren Gehaltswachstum geführt – beispielsweise zu 6,1 Prozent Zuwachs in Ungarn und 4,8 Prozent in Polen. Mit 12 Prozent sind die Gehälter in Russland deutlich stärker gestiegen als im Rest Europas. Hier stützt der hohe Ölpreis das Wirtschaftswachstum weiter. Mit einer gleichzeitig auf unter 10 Prozent gefallenen Inflation können die russischen Arbeitnehmer für das Jahr 2006 erstmals in den letzten Jahren einen realen Gehaltszuwachs verbuchen – Tendenz steigend für das Jahr 2007.

Ausblick auf 2007
Die deutschen Unternehmen gehen laut ECA International für das Jahr 2007 von einem marginalen Anstieg des Gehaltswachstums auf 3,1 Prozent aus. Berücksichtigt man die Inflation, so werden die Realgehälter im kommenden Jahr sogar niedriger ausfallen als im Jahr 2006. Bei zaghaftem Wirtschaftswachstum, hoher Arbeitslosigkeit und wachsendem internationalen Wettbewerb wird sich hier auch in der nahen Zukunft tendenziell nicht viel ändern.

Weltweit liegt Indien mit 12,1 Prozent an der Spitze des für 2007 prognostizierten Gehaltswachstums, gefolgt von Indonesien mit 12 Prozent, Russland mit 11,5 Prozent und der Türkei mit 10,1 Prozent. Am Ende der Liste stehen die Schweiz, Japan und Deutschland mit den niedrigsten Gehaltssteigerungen für das nächste Jahr. Beim realen Gehaltszuwachs liegt China zusammen mit Indien und Indonesien unter den Top 3: In den schnell wachsenden Wirtschaftsräumen Indiens und Chinas resultieren die hohen Gehaltszuwächse aus der Kombination von rasantem Wirtschaftswachstum und einem steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Arbeitskräften – genau das Gegenteil der Situation in Deutschland.

Salary Trends Survey 2006/2007
Dieser Text basiert auf Informationen aus der „Salary Trends Survey 2006/2007“ von ECA International. Die Studie, die die tatsächliche Gehaltsentwicklung für das Jahr 2006 und die zu erwartende für das Jahr 2007 in 45 Ländern beschreibt, kann ab sofort käuflich erworben werden. Interessenten wenden sich bitte an ECA International.

circa 4.300 Zeichen

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Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Auf Basis von Datenerhebungen unter seinen Mitgliedern erfasst ECA International sämtliche Informationen, die HR-Manager brauchen, um im Ausland beschäftigte Mitarbeiter optimal zu betreuen: zum Beispiel Details zur am Standort üblichen Gehaltsstruktur, zu Lebenshaltungskosten, Steuern oder zu Lebensbedingungen. Diese Daten sind für die Mitglieder online jederzeit strukturiert abrufbar. Darüber hinaus hat ECA International vielfältige Software-Produkte und Consulting-Services für das Management internationaler HR-Prozesse im Portfolio.

ECA International wurde 1971 von mehreren international agierenden Unternehmen mit dem Ziel gegründet, gegenseitig HR-relevante Informationen auszutauschen. Zu den Gesellschaftern von ECA International gehören unter anderem Deutsche Bank, Robert Bosch, Fujitsu Services, Heineken, Philips, Rolls-Royce und Unilever.

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