24.10.2006 - 01:12 - Handel, Wirtschaft, Finanzen, Banken & Versicherungen
Prof. Dr. Liane Buchholz und Karl-Matthäus Schmidt als Querdenker der Branche „Banken und Finanzdienstleistung“ mit dem National Leadership Award geehrt
Pressemitteilung von: ECONOMIC FORUM DEUTSCHLAND gem. e. V.
Führungskräfte der Wirtschaft und Politiker näher zu bringen, „Leadership“ auf beiden Seiten zu fördern und damit Deutschland in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft wieder an die Weltspitze zu bringen – diesen Aufgaben hat sich das Economic Forum Deutschland (EFD) verschrieben. Experten der wichtigsten Branchen referierten und diskutierten am 23./24. 10. auf dem Wirtschaftsgipfel des EFD im Kaisersaal der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft am Reichstag in Berlin die Chancen und Herausforderungen für Deutschlands Zukunft. Im Mittelpunkt der Diskussion innerhalb der Finanzdienstleistungsbranche standen ökonomische Freiheit, Gefährdung des Mittelstands und das Bankgeheimnis.
Für die Finanzbranche las Professor Schleiter, bekannt durch sein provokantes Buch „Von der Vitalität der Nation“, der Politik die Leviten: Er verwies auf die Ergebnisse der Studien des Fraser-Instituts in Vancouver, das sich nunmehr im dritten Jahrzehnt mit der Abhängigkeit von ökonomischer Freiheit und wirtschaftlichen Erfolg beschäftigt und 120 Staaten insoweit unter die Lupe nimmt. Deutschland ist danach infolge seiner „Sozialdemokratisierung“ von einem anfänglichen Spitzenplatz auf Rang 20 zurückgefallen. Parallel zu einem festgestellten Freiheitsentzug durch ein „regulativen Overkill“ wurden insbesondere die Arbeitslosigkeit und eine irreversible Staats- sowie Sozialsystem-Verschuldung bemängelt. Professor Schleiter setzte hier ein: das politische System befasse sich nur mit dem Kurieren an Symptomen und gebäre so neue Symptome, die dann wieder anzugehen seien. Damit bestätige das politische System seine scheinbare Bedeutung. Es müsse das Ziel sein, Deutschland wieder zur bereits mehrfach erwiesenen selbstregelnden Eigendynamik und Gemeinschaftsintelligenzerzeugung zurückzuführen und es damit in seinem Freiheits- und Kooperations-Stellenwert wieder an die Spitze zu führen.
Liane Buchholz, Professorin an der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin, stellte dem Publikum ihre Thesen zu Basel II vor, dem Werk des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht – kritische Thesen, die sie aufstellte, lange bevor die US -amerikanische Bankenwelt ihr kürzlich in vielerlei Hinsicht Recht gab. Im Ergebnis sei Basel II der hoffnungslose Versuch, die Risiken einer Bank mathematisch zu erfassen und mit Eigenkapital so zu unterlegen, das keine Bank einer Mehrbelastung ausgesetzt sei. Ihre Kritik zielte aber darauf, das Basel II (nur) für international agierende Banken geschaffen worden sei, zu denen in Deutschland aber nur 19 von etwa 2000 gehörten. Dies führe bei kleineren Banken zur Benachteiligung, zum Zwang, zu größeren Einheiten zusammen zu finden und zu einer Risikoaversion, unter der in Zukunft insbesondere die mittelständische Industrie leiden würde.
Hermann Burbaum, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Raesfeld eG, nahm eine andere Schwachstelle unseres Bankensystems ins Visier: das Bankgeheimnis, das er als kaum noch existent betrachtet. Seit Einführung des automatisierten Kontenabrufs Anfang April 2003 bis zur Mitte diesen Jahres seien über 160 000 Kontenabrufe von Strafverfolgungsbehörden und Steuerfahndungsstellen bei Kreditinstituten vorgenommen worden, ohne dass Kreditinstitute oder deren Kunden hiervon erfahren hätten. Ein Erlass des Finanzministeriums Nordrhein-Westfalen, der dem Bürger zumindest bei Abfragen der Finanzbehörden ein Informationsrecht zubillige, bliebe weitgehend unbeachtet. Seine Bank habe Verfassungsbeschwerde gegen diese „Kontenschnüffelei“ eingelegt. Es sei erkennbar, dass ihretwegen immer mehr Bürger ihr Geld aus Deutschland abzögen und ins Ausland brächten. Der Standort Deutschland würde dadurch dauerhaft geschwächt.
Karl-Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der quirin bank AG, Berlin, stellte unter dem Motto: “Wir demokratisieren das Private Banking“ das neue Geschäftsmodell der quirin bank vor, mit dem die klassische Finanzberatung in Deutschland revolutioniert werden soll. Das Prinzip der quirin bank: wie in anderen Branchen längst üblich, werden die Finanzberater nur noch von einer Seite bezahlt: vom Kunden. Befreit von dem Druck, Hausprodukte verkaufen zu müssen sowie von den Zwängen des Provisions-Korsetts vertreten die Berater nicht mehr die Interessen der Produktanbieter, sondern stehen mit ihrem fachlichen know-how ganz auf der Seite der Anleger. „Professionell, unabhängig transparent und dadurch langfristig erfolgreich beraten und betreut werden bislang nur Anleger, die über wirklich große Vermögen verfügen“, umreißt Karl Matthäus Schmidt seine Erfahrungen mit der Qualität der hiesigen Finanzberatung. Die Qualität, wie sie bisher allein beim Management wirklich großer Vermögen angeboten wird, will die quirin bank als Standard für ihre Kunden etablieren – und dies auch bei kleinen und mittleren Vermögen. Schmidt sieht hierin eine einmalige Chance bisher nie dagewesene Win-Win-Situationen mit den Anlegern zu schaffen und einer neuen Kategorie von Private Banking zum Durchbruch zu verhelfen. Das vom ehemaligen Consors-Gründer geführte Institut ist Nachfolger der Consors Capital Bank (früher Effektenbank), beschäftigt in Berlin und Leipzig 90 Mitarbeiter und betreut im Raum Berlin heute bereits 700 Kunden.
Elke Hoppe, Paul Dolan
ECONOMIC FORUM DEUTSCHLAND gem e. V.
Kennedyallee 109 • 60596 Frankfurt am Main
Tel. * 49 (0)69 9637670 • Fax * 49 (0)69 96376719
www.economic-forum-deutschland.de •
Der Economic Forum Deutschland e.V. (EFD) ist eine überparteiliche Plattform für Menschen, deren Ziel es ist, die deutsche Wirtschaft nach vorne zu bringen.
Inspiring Leaders to Lead - in Politik und Wirtschaft!
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Wichtiges Ziel des Economic Forum Deutschland e.V. ist die parteiübergreifende Förderung des Dialogs zwischen Wirtschaft und Politik und die Umsetzung innovativer Konzepte, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland zu stärken.
Die Initiative zum Economic Forum Deutschland e.V. ist das Ergebnis einer über 20-jährigen Erfahrung mit nationalen und internationalen Institutionen wie beispielsweise der ASU/ BJU (Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer/ Bundesverband Junger Unternehmer), American Chamber of Commerce in Germany sowie der American Electronics Association, Young Presidents Organisation und den Kronberger Workshops.
Für die Finanzbranche las Professor Schleiter, bekannt durch sein provokantes Buch „Von der Vitalität der Nation“, der Politik die Leviten: Er verwies auf die Ergebnisse der Studien des Fraser-Instituts in Vancouver, das sich nunmehr im dritten Jahrzehnt mit der Abhängigkeit von ökonomischer Freiheit und wirtschaftlichen Erfolg beschäftigt und 120 Staaten insoweit unter die Lupe nimmt. Deutschland ist danach infolge seiner „Sozialdemokratisierung“ von einem anfänglichen Spitzenplatz auf Rang 20 zurückgefallen. Parallel zu einem festgestellten Freiheitsentzug durch ein „regulativen Overkill“ wurden insbesondere die Arbeitslosigkeit und eine irreversible Staats- sowie Sozialsystem-Verschuldung bemängelt. Professor Schleiter setzte hier ein: das politische System befasse sich nur mit dem Kurieren an Symptomen und gebäre so neue Symptome, die dann wieder anzugehen seien. Damit bestätige das politische System seine scheinbare Bedeutung. Es müsse das Ziel sein, Deutschland wieder zur bereits mehrfach erwiesenen selbstregelnden Eigendynamik und Gemeinschaftsintelligenzerzeugung zurückzuführen und es damit in seinem Freiheits- und Kooperations-Stellenwert wieder an die Spitze zu führen.
Liane Buchholz, Professorin an der Fachhochschule für Wirtschaft in Berlin, stellte dem Publikum ihre Thesen zu Basel II vor, dem Werk des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht – kritische Thesen, die sie aufstellte, lange bevor die US -amerikanische Bankenwelt ihr kürzlich in vielerlei Hinsicht Recht gab. Im Ergebnis sei Basel II der hoffnungslose Versuch, die Risiken einer Bank mathematisch zu erfassen und mit Eigenkapital so zu unterlegen, das keine Bank einer Mehrbelastung ausgesetzt sei. Ihre Kritik zielte aber darauf, das Basel II (nur) für international agierende Banken geschaffen worden sei, zu denen in Deutschland aber nur 19 von etwa 2000 gehörten. Dies führe bei kleineren Banken zur Benachteiligung, zum Zwang, zu größeren Einheiten zusammen zu finden und zu einer Risikoaversion, unter der in Zukunft insbesondere die mittelständische Industrie leiden würde.
Hermann Burbaum, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Raesfeld eG, nahm eine andere Schwachstelle unseres Bankensystems ins Visier: das Bankgeheimnis, das er als kaum noch existent betrachtet. Seit Einführung des automatisierten Kontenabrufs Anfang April 2003 bis zur Mitte diesen Jahres seien über 160 000 Kontenabrufe von Strafverfolgungsbehörden und Steuerfahndungsstellen bei Kreditinstituten vorgenommen worden, ohne dass Kreditinstitute oder deren Kunden hiervon erfahren hätten. Ein Erlass des Finanzministeriums Nordrhein-Westfalen, der dem Bürger zumindest bei Abfragen der Finanzbehörden ein Informationsrecht zubillige, bliebe weitgehend unbeachtet. Seine Bank habe Verfassungsbeschwerde gegen diese „Kontenschnüffelei“ eingelegt. Es sei erkennbar, dass ihretwegen immer mehr Bürger ihr Geld aus Deutschland abzögen und ins Ausland brächten. Der Standort Deutschland würde dadurch dauerhaft geschwächt.
Karl-Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der quirin bank AG, Berlin, stellte unter dem Motto: “Wir demokratisieren das Private Banking“ das neue Geschäftsmodell der quirin bank vor, mit dem die klassische Finanzberatung in Deutschland revolutioniert werden soll. Das Prinzip der quirin bank: wie in anderen Branchen längst üblich, werden die Finanzberater nur noch von einer Seite bezahlt: vom Kunden. Befreit von dem Druck, Hausprodukte verkaufen zu müssen sowie von den Zwängen des Provisions-Korsetts vertreten die Berater nicht mehr die Interessen der Produktanbieter, sondern stehen mit ihrem fachlichen know-how ganz auf der Seite der Anleger. „Professionell, unabhängig transparent und dadurch langfristig erfolgreich beraten und betreut werden bislang nur Anleger, die über wirklich große Vermögen verfügen“, umreißt Karl Matthäus Schmidt seine Erfahrungen mit der Qualität der hiesigen Finanzberatung. Die Qualität, wie sie bisher allein beim Management wirklich großer Vermögen angeboten wird, will die quirin bank als Standard für ihre Kunden etablieren – und dies auch bei kleinen und mittleren Vermögen. Schmidt sieht hierin eine einmalige Chance bisher nie dagewesene Win-Win-Situationen mit den Anlegern zu schaffen und einer neuen Kategorie von Private Banking zum Durchbruch zu verhelfen. Das vom ehemaligen Consors-Gründer geführte Institut ist Nachfolger der Consors Capital Bank (früher Effektenbank), beschäftigt in Berlin und Leipzig 90 Mitarbeiter und betreut im Raum Berlin heute bereits 700 Kunden.
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Die Initiative zum Economic Forum Deutschland e.V. ist das Ergebnis einer über 20-jährigen Erfahrung mit nationalen und internationalen Institutionen wie beispielsweise der ASU/ BJU (Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer/ Bundesverband Junger Unternehmer), American Chamber of Commerce in Germany sowie der American Electronics Association, Young Presidents Organisation und den Kronberger Workshops.
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