19.10.2006 - 15:28 - Politik, Recht & Gesellschaft

Die Soziologie der Unterschicht ist nicht weltfern, Herr Minister

Pressemitteilung von: Starsky Consultants
PR Agentur: Starsky Consultants

Der Berufsverbandes Deutscher Soziologinnen und Soziologen (BDS) weist die Kritik von Vizekanzler und Arbeitsminister Franz Müntefering zurück,das Wort Unterschicht sei "eine Füllung, die vielleicht lebensfremde Soziologen so gebrauchen können, aber für das politische Handwerk und die gesellschaftliche Debatte nicht zu gebrauchen" sei.

"Die Unterschicht in Deutschland ist leider eine Realität, die empirisch nachweisbar ist.Die Forschungsarbeiten der Soziologie werden von allen Gruppen der Gesellschaft anerkannt und sind sich einig, daß im Zuge der Globalisierung und besonders seit der Wiedervereinigung diese am untersten Rand und am Existenzminimum lebende Schicht der Verlierer sich verbreitert hat. Der größer werdende Abstand zwischen der von Müntefering propagierten Einheitsgesellschaft und dieser Unterschicht ist ebenfalls durch Studien belegt und findet sich nicht nur in der Jugendsprache als Distanzierungsform von den sogenannten "Assis" wieder." so der Vorsitzende des BDS Erich Behrendt. Im Gegensatz zum Begriff der "Klasse"wird der Schichtbegriff eher als Teil eines gesellschaftlichen Ganzen verstanden. Eine politisch durchaus anschlussfähige Formulierung.

Statt die soziologische Kompetenz zu diffamieren oder die Soziologischen Begriffe als weltfern zu diskreditieren fordert der BDS die Politik auf die Ergebnisse der Armutsforschung ernst zu nehmen.

Berufsverband Deutscher Soziologinnen und Soziologen e.V.
Geschäftsstelle
Ostcharweg 123
45665 Recklinghausen
Tel.: 02361/492025
Fax: 02361/492546

www.bds-soz.de

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.


Pressekontakt: Alfred Fuhr,

Der BDS vertritt die beruflichen und berufspolitischen Interessen der Absolventinnen und Absolventen soziologischer und verwandter Studiengänge. Mitglieder des Verbandes sind in vielen verschiedenen Arbeitsfeldern und -positionen tätig. Sie arbeiten in Hochschule und Forschung/Lehre ebenso wie in öffentlichen Verwaltungen und in Unternehmen der Privatwirtschaft; sie sind als gewerbliche Unternehmer oder Freiberufler in der Beratung und angewandter Forschung tätig. Gemeinsam ist ihnen die Identität der sozialwissenschaftlichen Ausbildung, ihrer theoretischen Basis und Fachmethodik.

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