13.10.2006 - 17:57 - Politik, Recht & Gesellschaft

Mentoring: „Frauen kümmern sich um Frauen“ - Heide Simonis diskutiert beim ifb mit Arbeitnehmervertreterinnen

Pressemitteilung von: ifb KG

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v.l.n.r.: Alexandra Lange (ifb KG), Heide Simonis, Caroline Voigt (ifb KG)
Heide Simonis diskutierte beim Tag der Betriebsrätin 2006 mit Arbeitnehmervertreterinnen über die Wichtigkeit von Netzwerken

Berlin/Seehausen 11. Oktober 2006. Beim Tag der Betriebsrätin 2006 trafen in diesem Jahr rund 60 Betriebsrätinnen unterschiedlichster Bran-chen und Berufszweigen aus ganz Deutschland zum intensiven Erfahrungsaustausch zusammen. Die bundesweit einzigartige Netzwerkveranstaltung für Arbeitnehmervertre-terinnen beschäftigte sich mit aktuellen Themen zu familienfreundlichen Regelungen in Betriebsvereinbarungen, dem „Dauerbrenner“ Frauen im Spagat zwischen Beruf und Familie und ganz besonders mit Durchset-zungsstrategien im Workshop „Souverän im Haifischbecken“ - um sich in der männerdominierten Berufswelt und den Betriebsratsgremien zu behaupten. Die ifb-Gastrednerin Heide Simonis knüpfte hier mit ihrem Vortrag „Mentoring – Hand in Hand zum Erfolg“ an und forderte die Frauen auf „endlich, wie die Männer, Netzwerke zu bilden ohne stutenbissig zu sein.“

Mit großer Spannung erwarteten die Frauen im Alter von Mitte zwanzig bis Anfang sechzig den Gastvortrag der ehemaligen Ministerpräsidentin Schleswig Holsteins und der heutigen ehrenamtliche Bundesvorsitzenden von UNICEF Deutschland, Heide Simonis, zum Thema Mentoring.

Mentoring – ein Begriff mit vielen Definitionen – steht heute, nach amerikanischem Vorbild, für das Prinzip „Lernen am erfolgreichen Vorbild“. Danach unterstützt eine berufserfahrene Führungskraft (Mentor/in) eine weniger erfahrene, lernorientierte Person (Mentee) in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung üblicherweise im Rahmen einer zeitlich befristeten „One-to-one Beziehung“ (Mentorschaft).

In jüngster Zeit halten unter den Stichworten beruflicher und persönlicher Nachwuchsförderung sowie Potenzial- und Personalentwicklung standardisierte Mentoring-Programme auch in deutschen mittelständischen Unternehmen und Großbetrieben verstärkt Einzug. Daher erläuterte Simonis zunächst die vielen unterschiedlichen Formen des Mentoring: „Solch´ berufliche Fördermaßnahmen reichen von standardisierten Mentoring-Programmen über klassisches offene und auch internes Mentoring, bis hin zu Online- und branchenübergreifendem Cross-Mentoring.

„Das System des fördernden Mentoring“, so Simonis, „ist ein fast aus-schließlich unter Frauen praktiziertes Netzwerk-Instrument, ganz nach dem Motto: Frauen kümmern sich um Frauen. Männer hingegen pflegen eher zielorientierte „Seilschaften“ – verbunden mit dem Ziel: derjenige, der oben ist, zieht die anderen mit nach oben.“

In der anschließenden lebhaften Diskussionsrunde forderte Heide Simonis, ihre anwesenden Geschlechtsgenossinnen auf, keine Scheu davor zu haben, auf zunächst nur „lose“ Kontakte zurück zu greifen. „Glauben Sie mir, mir viel dies anfangs auch sehr schwer! Aber ich habe stets eine positive Resonanz erhalten, wenn ich auf andere zugegangen bin, um mich auszutauschen oder nach deren Erfahrungen zu fragen.“ Denn nur wer Netzwerke aufbaue und berufsfördernde Kontakte pflege, könne letztlich erfolgreich sein. „Ich kann Ihnen daher nur raten: Denken Sie nicht daran, was die Andere oder der Andere von Ihnen denkt, sondern was Sie davon haben!“

In den drei Workshops erhielten die Frauen zudem neue und erfrischende Impulse für ihre Betriebsratsarbeit und viele lösungsorientierte Antworten zu individuellen Problemstellungen in ihren jeweiligen Unternehmen.

Einig waren sich die Betriebsrätinnen am Ende alle: künftig müssen auch Frauen im Berufsleben Netzwerke aufbauen und pflegen – wie dies Männer bereits mit weitverzweigten, langjährigen „Seilschaften“ erfolgreich vormachen. Den Grundstein legten die Arbeitnehmervertreterinnen beim fleißigen Austausch ihrer Visitenkarten und Adressen, verbunden mit dem gegensei-tigen Versprechen regelmäßig in Kontakt zu bleiben. Die ifb KG wird die Teilnehmerin dabei auch zukünftig tatkräftig unterstüt-zen. So wird es auch 2007 wieder den „Tag der Betriebrätin“ geben!

Weitere Informationen zum Thema Frauen im Betriebsrat und zum „Tag der Betriebsrätin“ unter www.frauen.betriebsrat.de - Übrigens, die erste website nur für Betriebsrätinnen!

Pressekontakt
ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten KG
Simone Kleinjung
Pressereferentin
Unternehmenskommunikation
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82418 Seehausen am Staffelsee
Tel. (08841) 61 12 – 83
Fax. (08841) 61 12 - 7783
E-Mail:

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ifb KG – Institut zur Fortbildung von Betriebsräten KG

Die ifb KG ist seid Jahren Deutschlands Marktführer im Bereich der Fortbildung für Betriebsräte und zählt bundesweit zu den drei größten privaten Seminaranbietern. Firmensitz ist im oberbayerischen Seehausen am Staffelsee. Gegründet wurde das Institut 1988 in München von Hans Schneider. Unter den 360 Referenten, der insgesamt 460 freien Mitarbeitern der ifb KG, finden sich u.a. Richter aller Gerichtsbarkei-ten, Fachanwälte für Arbeitsrecht, Wirtschaftswissenschaftler, Ärzte, Psychologen, EDV-Spezialisten sowie Rhetorik- und Kommunikationstrainer. Mit aktuell 70 fest angestellten Mitarbeitern organisiert das ifb von Seehausen aus überregional für 21.000 Teilnehmer rund 1.800 Seminare zu 250 unterschiedli-chen Themen. Schwerpunkte der ifb-Seminare liegen auf den juristischen Schulungen zum Arbeits- und Betriebsverfassungsgesetz. Durchgeführt werden die Seminare, Workshops, Kongresse und Fachtagun-gen in 85 Vertragshotels an insgesamt 55 Standorten in Deutschland. Hierfür bucht das ifb jährlich etwa 90.000 Übernachtungen für seine Teilnehmer. www.ifb.de

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