Auch Kaufhof steigt aus dem Pelzhandel aus

Pressemitteilung von: Offensive gegen die Pelzindustrie
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Im Rahmen der zuletzt erfolgreich abgeschlossenen Kampagne der Offensive gegen die Pelzindustrie fanden zahlreiche aufsehenerregende Protestaktionen statt
Pelzindustrie verliert in nur drei Monaten fünf Bekleidungsketten

Nach Peek & Cloppenburg (Nord und West), Appelrath-Cüpper und Pohland steigt nun auch Galeria Kaufhof vollständig aus dem Handel mit Echtpelzprodukten aus. Ab dem Geschäftsjahr 2007 werden »keine Pelze bzw. Bekleidung mit Echtpelz-Applikationen und -Besatz« mehr geordert, aktuelle Warenbestände werden abverkauft. Dies gab das Unternehmen am gestrigen Donnerstag per Pressemitteilung bekannt. Innerhalb von weniger als drei Monaten hat die Pelzindustrie damit fünf der größten noch Pelz verkaufenden Bekleidungsketten verloren.

»Der Verkauf von Pelz in Mode- und Kaufhausketten ist für die Pelzindustrie von großer Bedeutung«, meint der Sprecher der Offensive gegen die Pelzindustrie. Im Gegensatz zu reinen Pelzgeschäften würden hier die Kundinnen und Kunden von morgen gewonnen - die Hemmschwelle, einmal einen Pelz "anzuprobieren", sei hier viel geringer. »Die Entscheidung der Kaufhof Warenhaus AG ist als klarer Sieg gegen die Pelzindustrie zu werten, da ihnen mehr und mehr die Verkaufsflächen entzogen werden. Wir sind ob dieser Nachricht nun umso motivierter und planen bereits an unserer nächsten Kampagne«, so der Sprecher der Offensive weiter.

Die Offensive gegen die Pelzindustrie ist ein internationaler Zusammenschluss verschiedener Gruppen und Einzelpersonen, die sich zum Ziel gesetzt haben, den Pelzhandel in all seinen Erscheinungsformen abzuschaffen (Pelzverkaufsstopp in Waren- und Modehäusern, Schließung von Pelzläden und sog. Pelztierfarmen). Nach Kampagnen der Offensive wurden bereits C&A, die KarstadtQuelle AG, sowie zuletzt - nach ca. vier Jahren intensiver Protestaktionen - Peek & Cloppenburg dazu bewegt, den Handel mit Echtpelzen aufzugeben. Auch gegen Galeria Kaufhof wurde bereits eine großangelegte Kampagne geplant, die im November starten sollte. Im Rahmen der Demonstration Köln-Pelzfrei beteiligten sich am 30. September bereits über 400 Tierrechtlerinnen und Tierrechtler an einer ersten großen Kundgebung gegen das Unternehmen. Allein durch Verhandlungen und dem Androhen von Protesten konnte die Offensive gegen die Pelzindustrie beim Otto-Versand, der Inditex-Gruppe (Zara) sowie zuletzt bei Appelrath-Cüpper und Pohland einen Ausstieg aus dem Pelzhandel erreichen.

Noch immer werden jedes Jahr Millionen von Tieren für Pelzprodukte getötet, die auch in Deutschland verkauft werden, so unter Anderem Füchse, Kaninchen, Nerze, Katzen, Hunde, Waschbären und Chinchillas. Tierrechtlerinnen und Tierrechtler fordern die Beendingung der Tierausbeutung in all ihren Formen. Die Pelzindustrie ist eines der erklärten Hauptziele und die Kampagnen und Proteste gehen weiter, bis jeder Käfig leer steht und kein Tier mehr gequält und getötet wird.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.


Offensive gegen die Pelzindustrie
c/o Tommy Weißbecker Haus, Wilhelmstraße 9, 10963 Berlin
Internet: www.Offensive-gegen-die-Pelzindustrie.de
E-Mail:


Die Offensive gegen die Pelzindustrie ist eine Kampagnengruppe, die für die Abschaffung des Pelzhandels eintritt. Als Kampagne ist sie auf Pelz bezogen, verfolgt ein bestimmtes Fernziel (Beendigung der Pelzindustrie) und mehrere Nahziele (Pelzverkaufsstopp in einzelnen Waren- und Modehäusern, Schließung von Pelzläden und sog. Pelztierfarmen, gesetzliches Verbot der Pelztierhaltung). Für die Realisierung dieser Ziele entwickelt sie eine bestimmte Strategie (einen Aktionsplan) und verfügt über eine Netzwerkstruktur. Die Offensive gegen die Pelzindustrie - und mit ihr ihre einzelnen Kampagnen gegen den Pelzhandel - versteht sich ausdrücklich als Teil der Tierrechtsbewegung und Tierbefreiungsbewegung. Sie kämpft für die Rechte und die Befreiung der Tiere und stellt sich damit grundsätzlich gegen die systematische und institutionalisierte Gewalt gegen Tiere in all ihren Formen, auch wenn sie sich aus strategischen Gründen hier auf die Pelzindustrie konzentriert. Sie fordert keine Reform der Tierausbeutung und somit zum Beispiel keine Reform der Pelztierhaltung, sondern ihre Abschaffung. Eine friedliche Koexistenz zwischen der menschlichen Gesellschaft und tierlichen Individuen sieht sie in der veganen Lebensweise. In ihrem Selbstverständnis bedeutet diese eine generelle Ablehnung jeglicher Diskriminierung und Ausbeutung von Individuen.

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