05.10.2006 - 08:23 - Energie & Umwelt

ödp München wandert im Ilztal - Meyer-Giesow fordert Reaktivierung stillgelegter Bahntrasse

Pressemitteilung von: ödp München
Die Diskussion, ob es eine Demontage oder Wiederbelebung der Bahnlinie Passau-Freyung geben soll, drang durch die vielfältigen Medienberichte auch bis nach München. Aus diesem Grund besuchten Mitglieder der Münchner ödp zusammen mit dem Bezirksvorsitzenden Martin Kraus den Bayerischen Wald, um sich vor Ort zu informieren. Unter Leitung von Leo Meyer-Giesow (Kreisvorsitzender München-Nord) trafen sie sich mit Vertretern des ödp-Kreisverbands Freyung-Grafenau. ödp-Kreisvorsitzende Renate Ruhland und ödp-Kreisrat Erwin Pauli begrüßten die angereiste Delegation.

Auf einer Wanderung durch das romantische Ilztal von Kalteneck zur Schrottenbaummühle erkundete die Gruppe auch Verlauf und Zustand der momentan stillgelegten Bahntrasse. Welche konkreten Pläne haben die Befürworter einer Wiederbelebung? Welche Chancen bestehen, wenn am 8. Oktober 2006 in Freyung und Waldkirchen die Bürgerentscheide für eine Reaktivierung gewonnen werden? Wie könnte man ein Projekt „Bahn und Bike“ realisieren?

Diese und ähnliche Fragen stellten die Mitglieder der Münchner ödp bei ihrem Besuch und wunderten sich, dass die bayerische Staatsregierung nicht bereit ist, auch nur einen Cent in die Infrastruktur der Ilztalbahn zu stecken. „In der Region um München würden es die Bewohner nicht tolerieren, wenn kein funktionierender ÖPNV in Form der S-Bahnen bestehen würde“, erklärte Leo Meyer-Giesow aus München. Wie wolle Wirtschaftsminister Erwin Huber begründen, dass Millionen von Steuergeldern für den Transrapid vorhanden seien, jedoch ein vergleichsweise sehr geringer Betrag nicht erübrigt werden könne, um im ostbayerischen Raum eine Bahnstrecke wieder befahrbar zu machen? Wie kann es die bayerische Staatsregierung zulassen, dass Städte mit zehntausenden von Einwohnern dauerhaft vom Bahnanschluß und damit von einer für den Tourismus wichtigen Infrastruktur abgehängt werden? Sollen die Münchner zum Wandern nach Teneriffa fliegen, statt ihr Geld in der Wanderregion Ostbayerns auszugeben?

„Für uns Münchner endet eine Ausflugsfahrt mit dem Zug Richtung Unterer Bayerischer Wald momentan notgedrungen in Passau“, stellte Martin Kraus fest. Dass dadurch Ostbayern für Tagesfahrten wenig attraktiv sei, liege also nicht an der Landschaft, sondern an der Verkehrsanbindung. Auch dass der Transfer der Gäste von Passau zum Treffpunkt Kalteneck mit Autos organisiert werden musste, zeige diese Problematik. „Wir wären vom Passauer Bahnhof mit der Lokalbahn gerne direkt ins Ilztal gefahren“, betonten die Münchner.

Im Voralpenland bringen die in den letzten Jahren verbesserten Zugangebote einen regen Zustrom an Touristen aus München. „Das wäre auch für den Bayerischen Wald möglich, darum sprechen wir uns für die Reaktivierung stillgelegter Bahntrassen aus.“, meinte Meyer-Giesow.

Druckfähiges Bildmaterial koennen wir Ihnen gerne sofort liefern:
Weitere Informationen zum Thema Ilztalbahn finden Sie unter: www.ilztalbahn.de

Mit freundlichen Grüßen

Markus Hollemann
Regionalbeauftragter

Veranstaltungshinweise:

Alle Vorträge finden jeweils am zweiten Donnerstag im
Monat in den Räumen der Gregor-Louisoder-Umweltstiftung
statt: Brienner Str. 46, zwischen U2/U8 Königsplatz und U1/U7
Stiglmaierplatz.

Do., 12. Okt. 2006, 19.30 Uhr
"Ein Jahr nach der Bundestagswahl - Wo steht Deutschland heute?"
Referent: Prof. Dr. Klaus Buchner, ödp-Bundesvorsitzender

Do., 09. Nov. 2006, 19.30 Uhr
"Das 1,5-Liter-Auto ist machbar - Entwickler berichten"
Referent: Uli Sommer, Chefentwickler Loremo-Projekt

Ökologisch-Demokratische Partei (ödp)
Stadtverband München
Fon 089/45 24 74 15 × Fax 089/55 06 99 86
E-Mail
www.oedp-muenchen.de

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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In der ödp arbeiten Menschen zusammen, die dem Streben von Gesellschaft und Wirtschaft nach "Immer mehr" das Prinzip Verantwortung entgegensetzen: "So leben, dass Zukunft bleibt!". Angestrebt wird eine Wende im Lebens- und Wirtschaftsstil - weg von der Überfluss- und Verschwendungswirtschaft, hin zu Nachhaltigkeit und "echter" Lebensqualität.

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