28.09.2006 - 12:41 - Wissenschaft, Forschung, Bildung
Weiterbildung auf dem Prüfstand - Kongress informiert über Bildungscontrolling der zweiten Generation
Pressemitteilung von: spring Messe Management
Die Angst vor dem asiatischen Markt und dessen Kopierfreude ist beträchtlich. Da gilt es, sich auf sich selbst zu besinnen und zu fragen: Wie können wir als Wissensnation zukünftig wettbewerbsfähig bleiben? Eine Antwort darauf ist die Förderung von wettbewerbsrelevantem Wissen und entsprechenden Kompetenzen. Wie das geht und wie Weiterbildungen ihren Zweck auch erfüllen, zeigte der 4. deutsche fachkongress für bildungscontrolling am 13. und 14. September in Köln. Referenten aus dem In- und Ausland boten an den beiden Veranstaltungstagen einen Überblick über Ansätze und Lösungen aus Forschung und Praxis.
Viele Unternehmen haben ihren Bildungsetat in den vergangenen Jahren gekürzt. Der Kostendruck habe die Diskussion über Bildungscontrolling beflügelt, betonte Organisator und Referent Mario Gust von AB&F Consulting Berlin am ersten Kongresstag. Dennoch beschränke sich die Erfolgskontrolle der Weiterbildungsangebote in vielen Firmen darauf, die Zufriedenheit der Teilnehmer zu analysieren. Dass es auch anders geht, beweist das von Gust präsentierte „Bildungscontrolling II“. Dieser Ansatz richtet das Bildungscontrolling an den Marktanforderungen des Unternehmens aus. MacDonalds beispielsweise zieht eine Stärke daraus, die Essgewohnheiten der Verbraucher genau im Auge zu behalten und rechtzeitig darauf zu reagieren. Solche Chancen des Marktes ermittelt das „Bildungscontrolling II“, indem es das gesamte Netzwerk einer Organisation einbezieht: Firmen messen ihren Bildungsbedarf in Großveranstaltungen mit bis zu 300 Teilnehmern – mit Hilfe von Kommunikationstools wie E-Conferencing und Ted-Abfragen. Das Verfahren bietet Unternehmen die Möglichkeit, die Perspektive von Mitarbeitern und Führungskräften mit den Wünschen der Kunden und anderer Interessensgruppen zu verbinden.
Sollten Unternehmen eigenes Know-how im Bildungscontrolling aufbauen oder diese Aufgabe auslagern? Dieser Frage ging Dr. Stephan Buchhester von der Autovision GmbH in Wolfsburg nach – und präsentierte gleich eine Lösung für outsourcingwillige Unternehmen: Das Online-Tool M.E.N.T.A.L, das den Ansatz des „Bildungscontrolling II“ integriert, unterstützt Unternehmen dabei, die Wirksamkeit ihrer Weiterbildungen vorherzusagen – noch bevor sie einen Cent in ein Seminar investiert haben.
Dr. Sven Grote vom Institut für Arbeitswissenschaft der Universität Kassel beschäftige sich in seinem Vortrag mit einem zentralen Thema der Konferenz: dem Zusammenspiel von Kompetenzentwicklung und Bildungscontrolling. Unter Kompetenz als Ziel von Weiterbildung verstehen Experten nicht die bloße Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten. Gefragt ist vielmehr die Fähigkeit, selbst organisiert Probleme zu lösen. Grote erläuterte, dass Unternehmen mit Hilfe eines Kompetenzmodells Ihr Seminarangebot auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden könnten. Denn bei der Auswahl der Angebote müssten die beteiligten Führungskräfte begründen, welche Kompetenzen sie mit dem jeweiligen Seminar weiterentwickeln möchten.
Wie Bildungscontrolling in der Praxis aussehen kann, zeigten sechs Beispiele aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen. So stellte Projektleiter Dirk Venzke das Modell der Commerzbank AG vor: Mit Hilfe des Instruments ComSkill können die Mitarbeiter ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen ermitteln und mit den Anforderungen an ihre Planstelle vergleichen. ComSkill hilft ihnen dabei, ihre Stärken zu entdecken und Schwächen zu identifizieren, die sie mit Hilfe von Weiterbildung ausgleichen können. Thomas Jenewein und Christine Wässle von der SAP AG berichteten, wie das IT-Unternehmen Bildungscontrollingprozesse auf Basis eines international gültiges Kompetenzmodells entwickelt hat.
Mit einem Kernproblem des Bildungscontrollings beschäftigte sich Dr. Marcus Cordes von der Vereinigung für Bankberufsbildung in Frankfurt. Er stellte ein Value-of-Investment-System vor, das den Wert von Personalentwicklung misst. Insbesondere in den USA liegt diese Form von Bildungscontrolling voll im Trend. Denn Investitionen in Bildungsmaßnahmen müssen sich lohnen und deshalb suchen Topmanager nach Modellen, die sowohl die Kosten als auch den Nutzen von Fortbildungen transparent machen. Das von Cordes präsentierte System basiert auf der Vier-Stufen-Methode von Donald Kirkpatrick, dem Vordenker des Return-of-Investment. Es kann dazu beitragen, den strategischen Nutzen von Weiterbildungen und in vielen Fällen auch ihren konkreten materiellen Wertbeitrag zu ermitteln.
Unternehmen profitieren von den vorgestellten Methoden aber auch in Bereichen, die sich nicht so leicht messen lassen - beispielsweise bei der Unternehmenskultur. Das Ziel von Kompetenzentwicklung und Bildungscontrolling ist für die Beteiligten am Kongress dann erreicht, wenn Dritte die eigene Einschätzung von der Problemlösungskompetenz teilen. Und „der wichtigste Dritte ist der Kunde, denn er zahlt letztendlich auch die Bildungsmaßnahme“, resümierte der Organisator Gust.
Der Termin für den 5. deutschen fachkongress für bildungscontrolling steht bereits fest: Am 11. und 12. September 2007 treffen sich die Experten für Bildungscontrolling wieder parallel zur Fachmesse Zukunft Personal.
spring Messe Management GmbH & Co. KG
Güterhallenstraße 18a
D-68159 Mannheim
Tel. +49 621 70019-0
Fax +49 621 70019-19
www.messe.org
www.zukunft-personal.de
Pressekontakt:
Stefanie Hornung
Tel. +49 621 70019-72
E-Mail:
AB&F Consulting Berlin
und Beratungsgruppe Bildungscontrolling – Kompetenzcontrolling:
Mario Gust
R. Breitscheid-Straße 69a
D-14532 Kleinmachnow
Tel. +49 33203 72531
E-Mail:
spring Messe Management ist eine private Messe- und Kongressgesellschaft, die im In- und Ausland Fachmessen und Kongresse konzipiert, organisiert und realisiert. Geschäftsführer des Unternehmens mit Sitz in Mannheim ist Alexander Petsch. spring veranstaltet derzeit Messen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Ungarn und Russland. Themen wie Arbeitssicherheit, Behinderung und Pflegebedarf, Stadt- und Kommunalverwaltung sowie Marketing sind Mittelpunkte der Fachmessen. Der inhaltliche Schwerpunkt der Messeaktivitäten liegt aber im Personalwesen.
Weitere Personalmessen von spring Messe Management:
Personal 2007
Vom 22.-23. Mai 2007 findet die PERSONAL2007, 8. Fachmesse für Personalmanagement, in der Messe Stuttgart statt.
www.personal-messe.de
Personal Swiss
Zum sechsten Mal veranstaltet spring vom 18.-19. April die Personal Swiss in Zürich. Die Personal Swiss 2006 hat mit ihren 185 Ausstellern die Schweizer HR-Branche überzeugt: Rund 2800 Personalverantwortliche besuchten die Messe.
www.personal-swiss.ch
Personal Austria
Im ACV Wien präsentiert sich vom 22.-23. November 2006 die Personal Austria. In
Österreich hat sich diese Fachmesse als Branchenplattform etabliert. Die Personal Austria 2005 konnte ihre Besucherfrequenz auf dem hohen Niveau von fast 3000 Besuchern halten.
www.personal-austria.at
Personal Hungary
Die Personal Hungary findet vom 15. - 16. November 2006 zum dritten Mal in Budapest
statt. Zur zweiten Personal Hungary kamen 1386 Fachbesucher. www.personal-hungary.com
Personal Moscow
Die Personal Moscow findet vom 11.-12. April 2007 zum dritten Mal in Moskau statt. www.personal-moscow.ru
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Personal-expo.de
Am 1. Oktober 2004 ging die Personal-expo online. Die Personal-expo ist eine Online-
Messe der Haufe Fachmedia GmbH & Co. KG und der
spring Messe Management GmbH & Co. KG.
www.personal-expo.de
Personal España
Mit der Personal España erobert spring Neuland: Die Messe begrüßt vom
17.- 18. Oktober 2007 erstmals die Personalverantwortlichen in Barcelona. www.personal-espana.com
Viele Unternehmen haben ihren Bildungsetat in den vergangenen Jahren gekürzt. Der Kostendruck habe die Diskussion über Bildungscontrolling beflügelt, betonte Organisator und Referent Mario Gust von AB&F Consulting Berlin am ersten Kongresstag. Dennoch beschränke sich die Erfolgskontrolle der Weiterbildungsangebote in vielen Firmen darauf, die Zufriedenheit der Teilnehmer zu analysieren. Dass es auch anders geht, beweist das von Gust präsentierte „Bildungscontrolling II“. Dieser Ansatz richtet das Bildungscontrolling an den Marktanforderungen des Unternehmens aus. MacDonalds beispielsweise zieht eine Stärke daraus, die Essgewohnheiten der Verbraucher genau im Auge zu behalten und rechtzeitig darauf zu reagieren. Solche Chancen des Marktes ermittelt das „Bildungscontrolling II“, indem es das gesamte Netzwerk einer Organisation einbezieht: Firmen messen ihren Bildungsbedarf in Großveranstaltungen mit bis zu 300 Teilnehmern – mit Hilfe von Kommunikationstools wie E-Conferencing und Ted-Abfragen. Das Verfahren bietet Unternehmen die Möglichkeit, die Perspektive von Mitarbeitern und Führungskräften mit den Wünschen der Kunden und anderer Interessensgruppen zu verbinden.
Sollten Unternehmen eigenes Know-how im Bildungscontrolling aufbauen oder diese Aufgabe auslagern? Dieser Frage ging Dr. Stephan Buchhester von der Autovision GmbH in Wolfsburg nach – und präsentierte gleich eine Lösung für outsourcingwillige Unternehmen: Das Online-Tool M.E.N.T.A.L, das den Ansatz des „Bildungscontrolling II“ integriert, unterstützt Unternehmen dabei, die Wirksamkeit ihrer Weiterbildungen vorherzusagen – noch bevor sie einen Cent in ein Seminar investiert haben.
Dr. Sven Grote vom Institut für Arbeitswissenschaft der Universität Kassel beschäftige sich in seinem Vortrag mit einem zentralen Thema der Konferenz: dem Zusammenspiel von Kompetenzentwicklung und Bildungscontrolling. Unter Kompetenz als Ziel von Weiterbildung verstehen Experten nicht die bloße Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten. Gefragt ist vielmehr die Fähigkeit, selbst organisiert Probleme zu lösen. Grote erläuterte, dass Unternehmen mit Hilfe eines Kompetenzmodells Ihr Seminarangebot auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden könnten. Denn bei der Auswahl der Angebote müssten die beteiligten Führungskräfte begründen, welche Kompetenzen sie mit dem jeweiligen Seminar weiterentwickeln möchten.
Wie Bildungscontrolling in der Praxis aussehen kann, zeigten sechs Beispiele aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen. So stellte Projektleiter Dirk Venzke das Modell der Commerzbank AG vor: Mit Hilfe des Instruments ComSkill können die Mitarbeiter ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen ermitteln und mit den Anforderungen an ihre Planstelle vergleichen. ComSkill hilft ihnen dabei, ihre Stärken zu entdecken und Schwächen zu identifizieren, die sie mit Hilfe von Weiterbildung ausgleichen können. Thomas Jenewein und Christine Wässle von der SAP AG berichteten, wie das IT-Unternehmen Bildungscontrollingprozesse auf Basis eines international gültiges Kompetenzmodells entwickelt hat.
Mit einem Kernproblem des Bildungscontrollings beschäftigte sich Dr. Marcus Cordes von der Vereinigung für Bankberufsbildung in Frankfurt. Er stellte ein Value-of-Investment-System vor, das den Wert von Personalentwicklung misst. Insbesondere in den USA liegt diese Form von Bildungscontrolling voll im Trend. Denn Investitionen in Bildungsmaßnahmen müssen sich lohnen und deshalb suchen Topmanager nach Modellen, die sowohl die Kosten als auch den Nutzen von Fortbildungen transparent machen. Das von Cordes präsentierte System basiert auf der Vier-Stufen-Methode von Donald Kirkpatrick, dem Vordenker des Return-of-Investment. Es kann dazu beitragen, den strategischen Nutzen von Weiterbildungen und in vielen Fällen auch ihren konkreten materiellen Wertbeitrag zu ermitteln.
Unternehmen profitieren von den vorgestellten Methoden aber auch in Bereichen, die sich nicht so leicht messen lassen - beispielsweise bei der Unternehmenskultur. Das Ziel von Kompetenzentwicklung und Bildungscontrolling ist für die Beteiligten am Kongress dann erreicht, wenn Dritte die eigene Einschätzung von der Problemlösungskompetenz teilen. Und „der wichtigste Dritte ist der Kunde, denn er zahlt letztendlich auch die Bildungsmaßnahme“, resümierte der Organisator Gust.
Der Termin für den 5. deutschen fachkongress für bildungscontrolling steht bereits fest: Am 11. und 12. September 2007 treffen sich die Experten für Bildungscontrolling wieder parallel zur Fachmesse Zukunft Personal.
spring Messe Management GmbH & Co. KG
Güterhallenstraße 18a
D-68159 Mannheim
Tel. +49 621 70019-0
Fax +49 621 70019-19
www.messe.org
www.zukunft-personal.de
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AB&F Consulting Berlin
und Beratungsgruppe Bildungscontrolling – Kompetenzcontrolling:
Mario Gust
R. Breitscheid-Straße 69a
D-14532 Kleinmachnow
Tel. +49 33203 72531
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spring Messe Management ist eine private Messe- und Kongressgesellschaft, die im In- und Ausland Fachmessen und Kongresse konzipiert, organisiert und realisiert. Geschäftsführer des Unternehmens mit Sitz in Mannheim ist Alexander Petsch. spring veranstaltet derzeit Messen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Ungarn und Russland. Themen wie Arbeitssicherheit, Behinderung und Pflegebedarf, Stadt- und Kommunalverwaltung sowie Marketing sind Mittelpunkte der Fachmessen. Der inhaltliche Schwerpunkt der Messeaktivitäten liegt aber im Personalwesen.
Weitere Personalmessen von spring Messe Management:
Personal 2007
Vom 22.-23. Mai 2007 findet die PERSONAL2007, 8. Fachmesse für Personalmanagement, in der Messe Stuttgart statt.
www.personal-messe.de
Personal Swiss
Zum sechsten Mal veranstaltet spring vom 18.-19. April die Personal Swiss in Zürich. Die Personal Swiss 2006 hat mit ihren 185 Ausstellern die Schweizer HR-Branche überzeugt: Rund 2800 Personalverantwortliche besuchten die Messe.
www.personal-swiss.ch
Personal Austria
Im ACV Wien präsentiert sich vom 22.-23. November 2006 die Personal Austria. In
Österreich hat sich diese Fachmesse als Branchenplattform etabliert. Die Personal Austria 2005 konnte ihre Besucherfrequenz auf dem hohen Niveau von fast 3000 Besuchern halten.
www.personal-austria.at
Personal Hungary
Die Personal Hungary findet vom 15. - 16. November 2006 zum dritten Mal in Budapest
statt. Zur zweiten Personal Hungary kamen 1386 Fachbesucher. www.personal-hungary.com
Personal Moscow
Die Personal Moscow findet vom 11.-12. April 2007 zum dritten Mal in Moskau statt. www.personal-moscow.ru
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Personal-expo.de
Am 1. Oktober 2004 ging die Personal-expo online. Die Personal-expo ist eine Online-
Messe der Haufe Fachmedia GmbH & Co. KG und der
spring Messe Management GmbH & Co. KG.
www.personal-expo.de
Personal España
Mit der Personal España erobert spring Neuland: Die Messe begrüßt vom
17.- 18. Oktober 2007 erstmals die Personalverantwortlichen in Barcelona. www.personal-espana.com
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