28.09.2006 - 11:17 - Politik, Recht & Gesellschaft

HelpAge Deutschland zum Weltaltentag am 1.Oktober - Soziale Sicherheit ist ein Menschenrecht - auch für Senioren

Pressemitteilung von: HelpAge Deutschland
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Eufrazia Iluganyuma (80), Tansania, kümmert sich um fünf Enkel, deren Eltern an Aids gestorben sind, obwohl sie selbst kaum genug zum Überleben hat. In Tansania gibt es keine staatliche Versorgung für etwa 2 Millionen mittellose Senioren.
Osnabrück, 28.9. 2006: 100 Millionen ältere Menschen leben weltweit mit weniger als 1 Euro am Tag. Nicht einmal 20 Prozent der alten Menschen erhalten in den Entwicklungsländern ein regelmäßiges Einkommen. Weniger als fünf Prozent bekommen eine Rente. Alter ist in vielen Teilen der Welt gleichbedeutend mit Armut. Die fehlende soziale Absicherung der Senioren führt zu immer mehr Ausgrenzung aus ihren Familien und Gemeinschaften. Alte werden zunehmend als Last empfunden. Besonders ältere Frauen leiden oft unter extremer Armut. Aufgrund der höheren Lebenserwartung werden viele Frauen irgendwann zu Witwen, die mit ihrem Mann auch ihre soziale Absicherung verlieren. Denn traditionelles Recht schließt sie in vielen Ländern von ihrem Erbe aus.

„Soziale Basisrenten könnten die Lebenssituation vieler alter Menschen in den Entwicklungsländern wesentlich verbessern und das mit nur geringen Kosten für ihre Regierungen“, so Michael Bünte von HelpAge Deutschland. Untersuchungen zeigten zudem, dass die Pensionen zu einem großen Teil für die Enkel aufgewendet würden und damit auch ein wichtiges Mittel gegen die Kinderarmut seien.

So hat auch Doña Eulogia (65 Jahre) im ländlichen Bolivien die Verantwortung für zwei Enkel übernommen, nachdem ihre Tochter gestorben war. Ihr Sohn hat das Dorf auf der Suche nach Arbeit verlassen und verdient in der Stadt kaum genug, um selbst zu überleben. Durch den Bonosol, eine staatliche Mindestrente für alle über 65Jährigen, können Doña Eulogia, Lucia und Dania wenigstens das Notwendigste einkaufen.

Eufrazia Iluganyuma (etwa 80 Jahre) aus Tansania kümmert sich um fünf Enkel, deren Eltern an Aids gestorben sind, obwohl sie selbst kaum genug zum Überleben hat. Dabei wird sie von der Hilfsorganisation HelpAge Deutschland mit einer kleinen monatlichen Rente von 3,50 Euro und 1,50 Euro für jedes Kind unterstützt. In Tansania gibt es noch keine staatliche Versorgung für die etwa 2 Millionen mittellosen Senioren. Hier will die Hilfsorganisation mit gutem Beispiel voran gehen und auch den Staat an seine Verpflichtungen erinnern.

Soziale Basisrenten können somit ein zentrales Element sein, um die internationalen Verpflichtungen zu einer Reduzierung der Armut um 50 Prozent bis zum Jahr 2015 umzusetzen. HelpAge Deutschland fordert von der Bundesregierung, sich im Rahmen der Milleniumsziele mehr für die Senioren in den Entwicklungsländern einzusetzen.

HelpAge bietet Ihnen gerne eine Kurzgeschichte über Doña Eulogia, Bolivien mit Foto an.

Kontakt: HelpAge Deutschland - Michael Bünte/Vorstand
Tel. 0541/4705511 oder 0178/7301643
Email : , weitere Infos : www.helpage.de www.helpage.org

HelpAge Deutschland
Johannisstr. 37-38
49074 Osnabrück
Tel. 0541-4705511
Fax 0541-3358685

Michael Bünte
Vorstand

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Als entwicklungspolitisches Hilfswerk fordert HelpAge Deutschland die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Rechte alter Menschen ein. Dazu fördern wir beispielhafte Projekte zur Verbesserung der Lebensverhältnisse alter Menschen in Entwicklungs- und Transformationsländern. Diese Projekte sollen ihnen Anerkennung, finanzielle Absicherung, Wohlergehen und ein Leben in Würde ermöglichen. HelpAge Deutschland nimmt gleichzeitig gezielt Einfluss auf die Alten- und Entwicklungspolitik der Bundesregierung und der Europäischen Union, um Politik, Wirtschaft und Bevölkerung für die Bedürfnisse und Interessen alter Menschen zu sensibilisieren.

HelpAge Deutschland ist Partner des weltweit aktiven Netzwerkes HelpAge International. Gemeinsam setzen wir uns für die Weiterentwicklung und Umsetzung internationaler Normen und Verträge ein.

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