29.04.2004 - 11:22 - Politik, Recht & Gesellschaft
Regierungskreise laufen in die falsche Richtung
Pressemitteilung von: PDS
Wie aus der Bundesregierung verlautet, ist künftig vorgesehen, die Arbeitgeberanteile an der gesetzlichen Krankenversicherung bei 6 – 7 Prozent einzufrieren und mögliche Erhöhungen von Krankenkassenbeiträgen allein durch die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten tragen zu lassen. Dazu erklären die stellvertretende Vorsitzende der PDS, Heidemarie Lüth und der sozialpolitische Sprecher der PDS-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern, Torsten Koplin:
Die vorgesehene Systemänderung vertieft das Ungleichgewicht, denn schon jetzt tragen die Arbeitnehmer mehr als die Hälfte, nämlich 60 Prozent der Gesundheitskosten. Wird diese Entwicklung weitergetrieben, schadet das dem sozialen Sicherungssystem in mehrfacher Hinsicht. Für alle Pflichtversicherten wird das Einkommen ein weiteres Mal geringer, und der Drang in eine private Krankenversicherung zu wechseln nimmt zu. Das zerstört die Solidarität zwischen Jung und Alt, Gesunden und Kranken endgültig.
Weiter steht zu befürchten, dass die Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen durch diesen Dammbruch irreparabel geschädigt wird, und letztlich werden die Beiträge weiter steigen, weil sich die Versichertenstruktur zu Ungunsten der GKV entwickelt. Gerade Kleinstunternehmen werden wegen der zu befürchtenden permanenten Kassenwechsel der Beschäftigten unter erhöhtem Verwaltungsaufwand zu leiden haben. Die PDS fordert die Bundesregierung auf, nicht in die falsche Richtung zu laufen und die solidarischen Grundlagen des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft nicht aufzugeben. Darüber hinaus warnt die PDS sowohl die konservative Opposition als auch die Regierungsparteien vor der Fortsetzung ihrer unseriösen Argumentation zur Kostenexplosion im Gesundheitswesen
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
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Die vorgesehene Systemänderung vertieft das Ungleichgewicht, denn schon jetzt tragen die Arbeitnehmer mehr als die Hälfte, nämlich 60 Prozent der Gesundheitskosten. Wird diese Entwicklung weitergetrieben, schadet das dem sozialen Sicherungssystem in mehrfacher Hinsicht. Für alle Pflichtversicherten wird das Einkommen ein weiteres Mal geringer, und der Drang in eine private Krankenversicherung zu wechseln nimmt zu. Das zerstört die Solidarität zwischen Jung und Alt, Gesunden und Kranken endgültig.
Weiter steht zu befürchten, dass die Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen durch diesen Dammbruch irreparabel geschädigt wird, und letztlich werden die Beiträge weiter steigen, weil sich die Versichertenstruktur zu Ungunsten der GKV entwickelt. Gerade Kleinstunternehmen werden wegen der zu befürchtenden permanenten Kassenwechsel der Beschäftigten unter erhöhtem Verwaltungsaufwand zu leiden haben. Die PDS fordert die Bundesregierung auf, nicht in die falsche Richtung zu laufen und die solidarischen Grundlagen des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft nicht aufzugeben. Darüber hinaus warnt die PDS sowohl die konservative Opposition als auch die Regierungsparteien vor der Fortsetzung ihrer unseriösen Argumentation zur Kostenexplosion im Gesundheitswesen
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