19.09.2006 - 15:52 - Politik, Recht & Gesellschaft

Gemeinsame Zeiten für Kinder unerlässlich

Pressemitteilung von: hessenstiftung - familie hat zukunft / PR Agentur: Hessenstiftung
Weltkindertag 2006: Hessens Kinder fühlen sich bei ihren Familien wohl

BENSHEIM.- Essen, spielen, Hausaufgaben machen – dies sind laut einer Umfrage des „Kinderbarometer Hessen 2005“ die häufigsten gemeinsamen Aktivitäten von hessischen Familien. Fast täglich unternehmen die Eltern etwas mit ihren Kindern. Gerade diese Alltagsrituale sind es, die den „Wohlfühlfaktor“ innerhalb der Familie bei den befragten 2.271 Kindern der 4.-7. Schulklasse ausmachen.

Das gemeinsame Essen nimmt den ersten Platz bei den gemeinsamen Aktivitäten ein. Etwa 63% (Vorjahr: 66%) der hessischen Familien nehmen sich täglich die Zeit, zusammen zu frühstücken oder zu Abend zu essen. Auch die Hilfe der Eltern bei Hausaufgaben oder beim Lernen für die Schule findet in knapp einem Drittel aller hessischen Haushalte täglich statt. Ein weiteres regelmäßiges, mehrmals die Woche fälliges Ritual in 91% (Vorjahr: 93%) aller Hauhalte der befragten Kinder ist das gemeinsame Fernsehen. Selten dagegen wird gemeinsam Sport getrieben oder gespielt – wobei dieses Ergebnis vor allem alters- und geschlechtsabhängig zu bewerten ist. Am stärksten ist der Zusammenhang zwischen familiären Wohlbefinden der Kinder und einer Aktivität beim gemeinsamen Spiel. 69% (Vorjahr: 76%) der Kinder geben an, mehrfach die Woche mit den Eltern zu spielen. Nach Schultypen differenziert haben Hauptschüler die wenigsten gemeinsamen Aktivitäten mit ihren Eltern.

Insgesamt betrachtet fühlt sich konstant wie im Vorjahr genau die Hälfte der an der Umfrage beteiligten Kinder in ihrer Familie „sehr wohl“, wobei hier die vielen gemeinsam verbrachten Stunden der ausschlaggebende Faktor sind. Nicht unerheblich auf das Ergebnis wirkt sich dabei die Geborgenheit aus, die von den Kindern bei Mutter und Vater erlebt wird. Die Hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger bewertet dieses Zusammenspiel als positives Zeichen. „Kinder brauchen gemeinsames Essen, begleiteten Medienkonsum und Unterstützung beim Lernen. Es stimmt allerdings nachdenklich, wenn wir an den Zahlen sehen, dass die gemeinsamen Zeiten der Eltern mit ihren Kindern seit dem Vorjahr leicht rückläufig sind.“

Das Kinderbarometer Hessen ist ein Projekt der hessenstiftung – familie hat zukunft, in Zusammenarbeit mit dem ProKids-Institut Herten, unterstützt von der hessischen Kultusministerin und der hessischen Sozialministerin. Mit den Umfrageergebnissen sollen die Sichtweisen und Anliegen der Kinder stärker in die öffentlichen Diskussion eingebracht werden. Nach den erfolgreichen Befragungen 2004 und 2005 gibt derzeit wieder ein repräsentativer Querschnitt von Schülern an rund 100 hessischen Schulen Antworten anhand von Fragebögen, deren Zusammenfassung Anfang 2006 veröffentlicht wird.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Dr. Ulrich Kuther
Bevollmächtigter der Geschäftsführung
hessenstiftung - familie hat zukunft
c/o Karl Kübel Stiftung
Darmstädter Str. 10064625 Bensheim
Telefon: 06251/ 7005-31
Fax: 06251/7005-77
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Web: www.hessenstiftung.de

Die hessenstiftung - familie hat zukunft wurde von der Hessischen Landesregierung als Stiftung des bürgerlichen Rechts ins Leben gerufen, um die Bedeutung der Familie in der Gesellschaft zu stärken. Ihren Auftrag erfüllt sie in Projektförderungen mit Partnern des öffentlichen und privaten Sektors.

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