18.09.2006 - 17:47 - Logistik & Transport
Neues Softwaremodul von Transporeon soll trotz Frachtraummangel für Auslieferungssicherheit sorgen
Pressemitteilung von: Transporeon GmbH & Co. KG / PR Agentur: bayern-nachrichten.de
Würzburg/Ulm. Der Konjunkturaufschwung hat für Unternehmen nicht nur positive Seiten: Auf dem Transportmarkt wird inzwischen der Frachtraum knapp. „Die Auslastung der Fahrzeuge ist im Moment sehr hoch“, berichtet Christian Durmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen (LBT) in München. Die Transporeon GmbH & Co. KG entwickelt deshalb eine Software, die für Auslieferungssicherheit und eine bessere Auslastung der Frachträume sorgen soll, indem sie den Austausch von Frachtführern und Speditionen unter den teilnehmenden Verladern ermöglicht. Erst kürzlich trafen sich 32 Verlader und Spediteure zu einem Workshop in Würzburg, um Anregungen für die Entwicklung der neuen Lösung zu geben.
Es klingt paradox: Jahrelang mussten deutsche Frachtführer und Speditionen Insolvenz anmelden, weil scheinbar zuviel Frachtkapazitäten vorhanden waren und plötzlich wird der Frachtraum knapp. Als Ursache nennt der Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen einen ruinösen Wettbewerb. „Seit der EU-Osterweiterung sind sehr viele osteuropäische Unternehmen dazugekommen, die mit völlig anderen Wettbewerbsvoraussetzungen, zum Beispiel bei den Löhnen, antreten“, sagt LBT-Sprecher Durmann. Mit den Preisen der osteuropäischen Kollegen konnten viele deutsche Frachtführer nicht mithalten und mussten Insolvenz anmelden – trotz der vorhandenen Nachfrage.
Der hohe Wettbewerbsdruck entwickelt sich nun zum Bumerang für die deutschen Verlader. Immer öfter haben sie Schwierigkeiten, für ihre Waren Frachtraum zu akquirieren. „Es gibt eine hohe Nachfrage nach Frachtraum“, bestätigt Durmann. Gleichzeitig gebe es einen hohen Anteil an Leerfahrten. Das Problem haben aber nicht nur deutsche Verlader und Speditionen. Auch Thomas Rumplmayr, Geschäftsführer der Spedition Interliner AG mit Sitz im luxemburgischen Weiswampach hat diesen Trend beobachtet: „Es scheint, als nehme das Transportvolumen gleichzeitig um 15 Prozentpunkte zu, wenn das Wirtschaftwachstum um einen Prozentpunkt wächst.“
Transporeon hat sich auf die Entwicklung von Software für die Logistikbranche spezialisiert. Mehr als 120 Verlader und 4000 Frachtführer arbeiten bereits in vielen Ländern Europas mit dem Transporeon-Software-Paket TISYS®. Bei TICAP®, einem der Module der Kommunikationsplattform, können zugelassene Frachtführer bei ihren Verladern alle anstehenden Aufträge einsehen und sich auf diejenigen melden, die am Besten in ihre Fahrzeugdisposition passen
„Aus Gesprächen mit Nicht-Kunden hören wir, dass selbst Verlader, die auf Basis von festen Kontrakten mit Abnahmeverpflichtungen mit ihren Speditionspartnern zusammenarbeiten, nur schwer für alle anstehenden Ladungen passenden Frachtraum bekommen“, berichtet Transporeon-Geschäftsführer Peter Förster. „Dies ist für viele eine beunruhigende Erkenntnis. War doch bisher die angebliche hohe Auslieferungssicherheit ein wichtiges Argument für Rahmenverträge mit den Speditionen“, so Förster. Die statistische Auswertung von TICAP® belege den allgemeinen Rückgang an angebotenem Frachtraum. Die durchschnittliche Angebotsquote je Ladung sei derzeit niedriger als im Vergleichszeitraum vorangegangener Jahre, so Förster. Zwar sei die Anzahl der Angebote stark von der Jahreszeit abhängig, gewöhnlich erhalte jeder Verlader im Durchschnitt aber 3 bis 4 Angebote pro eingestellten Auftrag.
Verlader tauschen Frachtführer
Damit die Anwender von TISYS® auch weiterhin problemlos Frachtraum akquirieren und ihre Waren problemlos liefern können, entwickelt Transporeon ein neues Softwaremodul. „Wir sehen uns nicht nur als Anbieter einer technischen Plattform, sondern wollen auch gezielt Netzwerke zwischen Logistikverantwortlichen unterstützen“, so Förster. Die „TISYS®-CXP“ (Carrier-Exchange-Plattform), wie das System heißt, soll TISYS®-Verlader unterstützen, Kooperationsmöglichkeiten mit anderen TISYS®-Verladern zu identifizieren und ihnen einen klaren Wettbewerbsvorteil verschaffen. „Verlader sollen gezielt Frachtführer austauschen, so dass diese für mehrere Verlader mit unterschiedlichen Standorten arbeiten können. Dadurch werden die Produktivität und der Auslastungsgrad der vorhandenen LKW-Kapazitäten erhöht. Sowohl Verlader wie auch die beteiligten Frachtführer profitieren davon“, erklärt Förster das Prinzip der Software.
Weitere Workshops geplant
Bei dem Treffen in Würzburg stellten unter anderem die Unternehmen Knauf Gips KG (Iphofen) und die Papierfabrik Palm (Aalen) sowie die Spedition Interliner AG die aktuelle Marktsituation dar. „Zusammen mit Frachtführern und Spediteuren wurden Vorschläge und Ideen besprochen und erarbeitet“, berichtet Förster. Der Workshop habe den Teilnehmern sehr gut gefallen. „Unsere Kunden haben gemerkt, dass sie mit den aktuellen Herausforderungen der im gesamten Transportmarkt vorherrschenden Frachtraumverknappung nicht alleine dastehen.“ Deshalb seien künftig weitere Treffen geplant, um das neue System gemeinsam mit den Ideen der Kunden zu optimieren. Ausserdem haben die teilnehmenden Verlader die Möglichkeit, sich gegenseitig als potenzielle Partner auch persönlich besser kennen zu lernen. Die fertige Software, die alle TISYS®-Verlader nutzen können, soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden.
Transporeon GmbH & Co. KG
Pfarrer-Weiß-Weg 12
89077 Ulm
Tel: 0731 16906-0
E-Mail:
Internet: www.transporeon.com
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Die im Juli 2000 gegründete Transporeon GmbH & Co. KG mit Sitz in Ulm hat sich auf die Entwicklung von Kommunikationsplattformen für die Transportlogistik von Industrie- und Handelsunternehmen spezialisiert und versteht sich als Logistikpartner. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 60 Mitarbeiter.
Die von Transporeon entwickelte Produktfamilie TISYS® (Transport-Informations-System) besteht aus verschiedenen Modulen, die für unterschiedliche Bereiche der Transportlogistik eingesetzt werden. Das Basismodul heißt TICAP®: Das Programm vernetzt über eine geschlossene, internetbasierte Plattform Verlader mit den Transporteuren, vereinfacht die Vergabe von Frachtaufträgen und senkt die Kosten der Transportlogistik. Zur Kommunikationsplattform TISYS® gehören außer TICAP® die Module TIFLOW®, TISLOT® und TITRAC®. TIFLOW® wird bei der automatisierten Frachtvergabe von Aufträgen aus fixen Kontrakten eingesetzt: Das Modul beauftragt automatisch die Frachtführer und sorgt durch frei konfigurierbare Kriterien, wie zum Beispiel die Art der Güter dafür, dass die Aufträge innerhalb kürzester Zeit an den richtigen Partner weitergeleitet werden. TISLOT® wird zur elektronischen Zeitfensterbuchung von Laderampen eingesetzt und verkürzt die Durchlaufzeiten bei der Be- und Entladung. TITRAC® informiert über den aktuellen Auslieferungsstatus und wird zur Sendungsverfolgung eingesetzt.
Es klingt paradox: Jahrelang mussten deutsche Frachtführer und Speditionen Insolvenz anmelden, weil scheinbar zuviel Frachtkapazitäten vorhanden waren und plötzlich wird der Frachtraum knapp. Als Ursache nennt der Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen einen ruinösen Wettbewerb. „Seit der EU-Osterweiterung sind sehr viele osteuropäische Unternehmen dazugekommen, die mit völlig anderen Wettbewerbsvoraussetzungen, zum Beispiel bei den Löhnen, antreten“, sagt LBT-Sprecher Durmann. Mit den Preisen der osteuropäischen Kollegen konnten viele deutsche Frachtführer nicht mithalten und mussten Insolvenz anmelden – trotz der vorhandenen Nachfrage.
Der hohe Wettbewerbsdruck entwickelt sich nun zum Bumerang für die deutschen Verlader. Immer öfter haben sie Schwierigkeiten, für ihre Waren Frachtraum zu akquirieren. „Es gibt eine hohe Nachfrage nach Frachtraum“, bestätigt Durmann. Gleichzeitig gebe es einen hohen Anteil an Leerfahrten. Das Problem haben aber nicht nur deutsche Verlader und Speditionen. Auch Thomas Rumplmayr, Geschäftsführer der Spedition Interliner AG mit Sitz im luxemburgischen Weiswampach hat diesen Trend beobachtet: „Es scheint, als nehme das Transportvolumen gleichzeitig um 15 Prozentpunkte zu, wenn das Wirtschaftwachstum um einen Prozentpunkt wächst.“
Transporeon hat sich auf die Entwicklung von Software für die Logistikbranche spezialisiert. Mehr als 120 Verlader und 4000 Frachtführer arbeiten bereits in vielen Ländern Europas mit dem Transporeon-Software-Paket TISYS®. Bei TICAP®, einem der Module der Kommunikationsplattform, können zugelassene Frachtführer bei ihren Verladern alle anstehenden Aufträge einsehen und sich auf diejenigen melden, die am Besten in ihre Fahrzeugdisposition passen
„Aus Gesprächen mit Nicht-Kunden hören wir, dass selbst Verlader, die auf Basis von festen Kontrakten mit Abnahmeverpflichtungen mit ihren Speditionspartnern zusammenarbeiten, nur schwer für alle anstehenden Ladungen passenden Frachtraum bekommen“, berichtet Transporeon-Geschäftsführer Peter Förster. „Dies ist für viele eine beunruhigende Erkenntnis. War doch bisher die angebliche hohe Auslieferungssicherheit ein wichtiges Argument für Rahmenverträge mit den Speditionen“, so Förster. Die statistische Auswertung von TICAP® belege den allgemeinen Rückgang an angebotenem Frachtraum. Die durchschnittliche Angebotsquote je Ladung sei derzeit niedriger als im Vergleichszeitraum vorangegangener Jahre, so Förster. Zwar sei die Anzahl der Angebote stark von der Jahreszeit abhängig, gewöhnlich erhalte jeder Verlader im Durchschnitt aber 3 bis 4 Angebote pro eingestellten Auftrag.
Verlader tauschen Frachtführer
Damit die Anwender von TISYS® auch weiterhin problemlos Frachtraum akquirieren und ihre Waren problemlos liefern können, entwickelt Transporeon ein neues Softwaremodul. „Wir sehen uns nicht nur als Anbieter einer technischen Plattform, sondern wollen auch gezielt Netzwerke zwischen Logistikverantwortlichen unterstützen“, so Förster. Die „TISYS®-CXP“ (Carrier-Exchange-Plattform), wie das System heißt, soll TISYS®-Verlader unterstützen, Kooperationsmöglichkeiten mit anderen TISYS®-Verladern zu identifizieren und ihnen einen klaren Wettbewerbsvorteil verschaffen. „Verlader sollen gezielt Frachtführer austauschen, so dass diese für mehrere Verlader mit unterschiedlichen Standorten arbeiten können. Dadurch werden die Produktivität und der Auslastungsgrad der vorhandenen LKW-Kapazitäten erhöht. Sowohl Verlader wie auch die beteiligten Frachtführer profitieren davon“, erklärt Förster das Prinzip der Software.
Weitere Workshops geplant
Bei dem Treffen in Würzburg stellten unter anderem die Unternehmen Knauf Gips KG (Iphofen) und die Papierfabrik Palm (Aalen) sowie die Spedition Interliner AG die aktuelle Marktsituation dar. „Zusammen mit Frachtführern und Spediteuren wurden Vorschläge und Ideen besprochen und erarbeitet“, berichtet Förster. Der Workshop habe den Teilnehmern sehr gut gefallen. „Unsere Kunden haben gemerkt, dass sie mit den aktuellen Herausforderungen der im gesamten Transportmarkt vorherrschenden Frachtraumverknappung nicht alleine dastehen.“ Deshalb seien künftig weitere Treffen geplant, um das neue System gemeinsam mit den Ideen der Kunden zu optimieren. Ausserdem haben die teilnehmenden Verlader die Möglichkeit, sich gegenseitig als potenzielle Partner auch persönlich besser kennen zu lernen. Die fertige Software, die alle TISYS®-Verlader nutzen können, soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden.
Transporeon GmbH & Co. KG
Pfarrer-Weiß-Weg 12
89077 Ulm
Tel: 0731 16906-0
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Internet: www.transporeon.com
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Die im Juli 2000 gegründete Transporeon GmbH & Co. KG mit Sitz in Ulm hat sich auf die Entwicklung von Kommunikationsplattformen für die Transportlogistik von Industrie- und Handelsunternehmen spezialisiert und versteht sich als Logistikpartner. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 60 Mitarbeiter.
Die von Transporeon entwickelte Produktfamilie TISYS® (Transport-Informations-System) besteht aus verschiedenen Modulen, die für unterschiedliche Bereiche der Transportlogistik eingesetzt werden. Das Basismodul heißt TICAP®: Das Programm vernetzt über eine geschlossene, internetbasierte Plattform Verlader mit den Transporteuren, vereinfacht die Vergabe von Frachtaufträgen und senkt die Kosten der Transportlogistik. Zur Kommunikationsplattform TISYS® gehören außer TICAP® die Module TIFLOW®, TISLOT® und TITRAC®. TIFLOW® wird bei der automatisierten Frachtvergabe von Aufträgen aus fixen Kontrakten eingesetzt: Das Modul beauftragt automatisch die Frachtführer und sorgt durch frei konfigurierbare Kriterien, wie zum Beispiel die Art der Güter dafür, dass die Aufträge innerhalb kürzester Zeit an den richtigen Partner weitergeleitet werden. TISLOT® wird zur elektronischen Zeitfensterbuchung von Laderampen eingesetzt und verkürzt die Durchlaufzeiten bei der Be- und Entladung. TITRAC® informiert über den aktuellen Auslieferungsstatus und wird zur Sendungsverfolgung eingesetzt.
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