18.09.2006 - 16:02 - Politik, Recht & Gesellschaft

Guinnessrekord zum Apothekertag 2006

Pressemitteilung von: Initiative gegen die Enteignung von Volksgesundheit
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Plakat und Forderung nehmen sich jetzt hoffentlich viele Bürger zur Brust, damit ein Guinnessrekord daraus wird
Apothekertag 2006. Die hohe Mehrwertsteuer auf Arzneimittel ist der reine Wahnsinn. Bürger sollen jetzt gegen diese Steuer Sturm laufen. Guinnessrekordbild soll diesen Protest einfangen.

Zum Apothekertag 2006(München 21.-24. Sept.) fordert die von dem Duisburger Apotheker Rudolf Kley im Juli gegründete „Initiative gegen die Enteignung von Volksgesundheit“ jetzt für alle Arzneimittel den ermäßigten Steuersatz. Kley: „Der Selbstzahler spart dann 12 %, die Krankenkassen sparen Milliarden Euro und können endlich die Beiträge senken! Warum muss Vater Staat bzw. Mutter Merkel soviel an der Krankheit der Bürger verdienen? Geschickt wird die Kritik immer auf die Apotheker gelenkt. Immer wieder werden bezüglich des Verdienstes Ausnahmen zitiert, während das Gros der Apotheker um seine Existenz ringen muss! Wie sollen Ketten da bloß Ersparnis bringen? Nur die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel bringt eine spürbare Erleichterung! In Österreich, Großbritannien, Schweden und Irland gibt es gar keine Mehrwertsteuer auf Arzneimittel. Nur Dänemark erhebt wie die BRD die volle Steuer. Alleine die Mehrwertsteuererhöhung auf 19 Prozent bedeutet für die Krankenkassen im kommenden Jahr 800 Millionen Euro Arzneimittelmehrausgaben. Das ist der pure Wahnsinn!“

Rudolf Kley will die Bürger wachrütteln, aber er regt keine Unterschriftensammlung zu diesem Thema an. Zu leicht käme von der anderen Seite der Vorwurf, die betroffenen Bürger, Patienten und Kunden hätten nur aus Gefälligkeit unterschrieben. Nein, der Aktionskünstler will, dass sich die Menschen die Forderung, die auf dem Plakat der Initiative gegen die Enteignung von Volksgesundheit steht, tatsächlich vor die Brust nehmen: „Runter mit der Mehrwertsteuer auf alle Arzneimittel!“ Die Bürger sollen dieses Plakat hochhalten und sich mit dem Plakat porträtieren lassen. Möglichst viele Menschen, die sich angesichts der augenblicklichen Gesundheitspolitik um ihre Gesundheit sorgen, sollen so auf einem Bild vereint werden. Es soll das größte Protestbild aller Zeiten werden. Natürlich ein Guinnessrekord! Im Internet wurde bereits eine Seite für diese Aktion eingerichtet und Muster abgebildet. Sinnigerweise lautet ihre Adresse www.loeffelabgeben.de . Das Plakat kann sich jeder im Internet unter www.deapo.de/Klammersack.htm herunterladen. Dort, wo gerade keine Apotheke in der Nähe ist, können Bürger zur Selbsthilfe schreiten und sich selbst mit dem Plakat fotografieren oder sich fotografieren lassen. Im Zeitalter der Digitalfotografie sollte dies kein Problem sein. Die Mail bitte an Stichwort "Klammersack" senden. Bei der Art der Abbildung wird die stillschweigende Erlaubnis zur Veröffentlichung - auch im Internet - vorausgesetzt. Herkömmliche Fotos bitte an Rudolf Kley, Bahnhofstr. 134, 47137 Duisburg schicken.

Der deutsche Apothekertag hat den bekannten Apotheker, Maler und Aktionskünstler Rudolf Kley (59J.) immer zu besonderen Leistungen inspiriert. Schon früh hat er Malerei und Aktionen auch dazu benutzt, seine berufliche Sichtweise einer größeren Öffentlichkeit nahe zu bringen.

So war er z.B. bereits 1980 mit seiner Grafik zum Apothekertag in München auf dem Apothekertag vertreten. 1982 zeigte er im Rahmen einer großen Kunstausstellung auf dem Apothekertag in Düsseldorf die ersten Bilder der längsten abstrakten Bildfolge, mit der er 1985 neben Boris Becker und Keke Rosberg, Ex-Weltmeister Formel 1, ins Guinnessbuch der Rekorde kam. Kurz nach dem Apothekertag 1994 eröffnete der Präsident der Apothekerkammer Nordrhein von ihm eine Ausstellung „Nur Arzneimittel sind Arzneimittel“, in der Rudolf Kley die Kritik an den Mitteln vorwegnahm, die der Marburger Apotheker Dr. Gregor Huesmann ein Jahr später unter dem Begriff „Scheiß des Monats“ zusammenfasste. 2003 brachte der Apotheker bundesweit Patienten dazu, ihm ihren Löffel als Vorgriff auf die Folgen der Gesundheitsreform für ein Gesundheitsmahnmal vorsorglich abzugeben. Die Sammelaktion gipfelte als originelle Kritik an der Standesführung in einem Riesengeklapper mit diesen Löffeln –Apomopp- auf dem Apothekertag 2003 in Köln. Die Gründung einer Gesundheitsschutzpartei hat Rudolf Kley 2004 vorläufig zurückgestellt, nachdem er als Duisburger Oberbürgermeisterkandidat der „Pro-Bürger-Partei“ aus dem Stand heraus einen wirklich guten Achtungserfolg erhielt, indem er mit dem FDP Kandidaten fast gleichzog. Zur Zeit ist er Bezirksvertreter und Pressesprecher der Bürger Union.

Rudolf Kley
Bahnhofstr. 134
47137 Duisburg

Tel 0203/442999

Zur Person

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Seit 1951 lebt Rudolf Kley, geb. 1946 in Wolfenbüttel, in Duisburg Meiderich. 1976 übernahm er dort die Leitung der Löwen-Apotheke. Seine Liebe gehört von Jugend an der Malerei. Ihr therapeutischer Aspekt interessiert den Apotheker besonders. Er gründet 1977 in Meiderich die Galerie 77 und ein Jahr später die Kulturwerkstatt Meiderich und einen alljährlich stattfindenden Kunstmarkt. Der Freizeitmaler will seinen Mitbürgern Berührungsängste mit der Kunst nehmen und sie zu eigenem schöpferischen Handeln animieren. Mit seiner Aktion „Kunst ist Kohl“ macht Rudolf Kley 1981 bundesweit Furore und lernt dabei Josef Beuys und Wolf Vostell kennen. 1985 kommt er mit der längsten abstrakten Bildfolge ins Guinnessbuch der Rekorde und mit ihren Einzelbildern in viele öffentliche und private Kunstsammlungen. Seit seinem 40. Geburtstag sammelt er Luftpumpen, um die Luftpumpe als Qualitätsmaßstab für Kunst einzuführen.Es gibt ja sonst keinen verbindlichen Qualitätsmaßstab außer der Authentizität. Er färbt die Luftpumpen gelb, um aus ihnen das Weizenfeld zu rekonstruieren, in dem sich van Gogh erschossen hat. Die Aktion zieht sich bis heute hin. Trotz großer Resonanz in den Medien ist bisher nur einen Teil der benötigten 30000 Luftpumpen zusammengekommen. Seine Ankündigung, dieses Feld auch als Gesundheitsmahnmal zu interpretieren, führte im August 2000 zu Irritationen im Hause des Bundespräsidenten und hielt Johannes Rau davon ab, dem Apotheker seine alte Verlagsbuchhändlerfahrradluftpumpe zu stiften.

Rudolf Kley hat seine Kunst immer auch zu Protesten gegen kränkelnde Gesundheitsreformen eingesetzt. 1988 hat er den Handzettel „Wer jetzt krank wird, kann sich gleich erschießen!“ mitgestaltet, mit dem Norbert Blüm empört in der Tagesschau wedelte. Und auch Gesundheitsminister Seehofer kriegte sein Fett weg. Sehrwahrscheinlich rätselt man heute noch bei der Post darüber, wie man ihm den 2 Kilometer langen Beschwerdebrief aus Patientenunterschriften von 1993 wohl am besten zustellt. Vor drei Jahren brachte der Apotheker Patienten dazu, ihm ihren Löffel als Vorgriff auf die Folgen der Gesundheitsreform vorsorglich abzugeben. Die bundesweite Sammelaktion gipfelte in einem Riesengeklapper –Apomopp- auf dem Apothekertag 2003 in Köln. Die Löffel wurden zu einem Kunstwerk verarbeitet. Dieses Patientenmahnmal wurde dem Gesundheitsministerium zu Beginn der neuen Wahlperiode als Leihgabe angeboten. Dort fürchtete man aber die Polemik, die schon in dem Namen der Aktion „Löffelabgeben“ steckt. Rudolf Kley antwortete darauf mit einer „Versöhnungsgrafik im Gesundheitswesen“, die bei den Patienten die Pillen ersetzen soll, die die Ärzte wegen der Bonus/Malus Regelung nicht mehr verschreiben. Motto: „Grafik an er Wand, und Du wirst nicht mehr krank!“ Das muss einfach helfen. Werden die Patienten doch nach Ansicht des Aktionskünstlers durch die Reformen wie „eingebildete Kranke“ behandelt. Am 14. Juli hat der Apotheker die Initiative gegen die Enteignung von Volksgesundheit gegründet.

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