18.09.2006 - 12:02 - Politik, Recht & Gesellschaft
"Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es!" - Praktischer Humanismus in Deutschland
Pressemitteilung von: IBKA e.V.
Presseeinladung: Offene Tagung und Festakt zur Verleihung des "Erwin-Fischer-Preises 2006" an Nesin Vakfi 21.-22. Oktober 2006, TU Berlin
Dass säkulare Humanistinnen und Humanisten die bestehenden Machtverhältnisse mit spitzer Feder kritisieren und ihre hochgesteckten politischen Ziele stilvoll aufs Papier bringen können, ist bekannt. Doch welche Beiträge leisten sie konkret zum Aufbau einer menschenfreundlicheren Gesellschaft? Im öffentlichen Bewusstsein werden in dieser Hinsicht fast ausschließlich die sozialen Aktivitäten der beiden Großkirchen wahrgenommen. Allerdings sind die säkularen Kräfte in sozialen Angelegenheiten keineswegs untätig. Auch wenn sie, was die Marktanteile betrifft, selbstverständlich nicht mit den kirchlichen Sozialkonzernen Caritas und Diakonie konkurrieren können, so reicht das Spektrum humanistischer Hilfsangebote mittlerweile doch ebenfalls „von der Wiege bis zur Bahre“.
So erfreulich diese Entwicklung ist, besteht doch weitgehend Unklarheit darüber, wodurch sich diese humanistischen Hilfsangebote gegenüber der religiösen Konkurrenz auszeichnen. Gibt es ein spezifisches humanistisches Profil in der Sozial, Jugend- oder Altenarbeit? Unterscheiden sich säkulare Hilfsprojekte wirklich maßgeblich von den Angeboten der Caritas oder des Diakonischen Werkes? Und geht es den praktisch arbeitenden HumanistInnen tatsächlich um eine reale Verbesserung der menschlichen Lebensverhältnisse oder letztlich doch nur um den Profit, der mit einem Engagement auf dem Feld der „Wa(h)re(n) Nächstenliebe“ erwirtschaftet werden kann? Die zweitägige Tagung an der TU Berlin wird sich mit diesen Fragen auseinandersetzen und dabei einen Überblick über die vielfältigen sozialen Aktivitäten von Humanistinnen und Humanisten in Deutschland geben.
Wie fruchtbar sich eine dezidiert humanistische Orientierung auf dem Gebiet der Pädagogik auswirken kann, beweist seit vielen Jahren das türkische Kinderheimprojekt Nesin Vakfi. Das von dem türkischen Satiriker und bekennenden Atheisten Aziz Nesin ins Leben gerufene „Kinderparadies“ wird im Rahmen der Tagung mit dem Erwin-Fischer-Preis 2006 des IBKA ausgezeichnet – ein kleiner, säkularer Beitrag zur Verbesserung der deutsch-türkischen Beziehungen, die zunehmend von religiös begründeten Abwehrreaktionen belastet werden.
Die öffentliche Tagung findet im Mathematik-Gebäude der TU Berlin (Str. d. 17. Juni 136, Nähe U-Bhf. Ernst-Reuter-Platz) statt. Die Teilnahme am Programm ist kostenlos, für Verpflegung und evtl. Unterkunft muss gezahlt werden
Dragan Pavlovic (Pressesprecher)
Aktuelle Informationen:
www.praktischer-humanismus.de/
IBKA e.V.
Rudolf Ladwig
Postfach 1745
58017 Hagen
Tel:02331 3480410
Fax:2331 34 80 411
Rudolf.Ladwig AT ibka.org
www.ibka.org
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Über den Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten e.V.:
Der IBKA versteht sich als Interessenvertretung des konfessionslosen Bevölkerungsteiles, der in Deutschland mittlerweile auf über 30% angewachsen ist. Wir setzen uns für die Verwirklichung des Verfassungsgebotes, der weltanschaulichen Neutralität des Staates, ein - in Deutschland, wie in Europa.
Der IBKA tritt ein für die allgemeinen Menschenrechte als unveräusserliche individuelle Rechte des einzelnen Menschen. Er wendet sich gegen Diskriminierungen aus religiösen oder weltanschaulichen Motiven. Zu diesem Zweck fordert er eine konsequente Trennung des staatlichen Bereichs von Kirchen, Religionen und Weltanschauungen.
Dass säkulare Humanistinnen und Humanisten die bestehenden Machtverhältnisse mit spitzer Feder kritisieren und ihre hochgesteckten politischen Ziele stilvoll aufs Papier bringen können, ist bekannt. Doch welche Beiträge leisten sie konkret zum Aufbau einer menschenfreundlicheren Gesellschaft? Im öffentlichen Bewusstsein werden in dieser Hinsicht fast ausschließlich die sozialen Aktivitäten der beiden Großkirchen wahrgenommen. Allerdings sind die säkularen Kräfte in sozialen Angelegenheiten keineswegs untätig. Auch wenn sie, was die Marktanteile betrifft, selbstverständlich nicht mit den kirchlichen Sozialkonzernen Caritas und Diakonie konkurrieren können, so reicht das Spektrum humanistischer Hilfsangebote mittlerweile doch ebenfalls „von der Wiege bis zur Bahre“.
Wie fruchtbar sich eine dezidiert humanistische Orientierung auf dem Gebiet der Pädagogik auswirken kann, beweist seit vielen Jahren das türkische Kinderheimprojekt Nesin Vakfi. Das von dem türkischen Satiriker und bekennenden Atheisten Aziz Nesin ins Leben gerufene „Kinderparadies“ wird im Rahmen der Tagung mit dem Erwin-Fischer-Preis 2006 des IBKA ausgezeichnet – ein kleiner, säkularer Beitrag zur Verbesserung der deutsch-türkischen Beziehungen, die zunehmend von religiös begründeten Abwehrreaktionen belastet werden.
Die öffentliche Tagung findet im Mathematik-Gebäude der TU Berlin (Str. d. 17. Juni 136, Nähe U-Bhf. Ernst-Reuter-Platz) statt. Die Teilnahme am Programm ist kostenlos, für Verpflegung und evtl. Unterkunft muss gezahlt werden
Dragan Pavlovic (Pressesprecher)
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Der IBKA versteht sich als Interessenvertretung des konfessionslosen Bevölkerungsteiles, der in Deutschland mittlerweile auf über 30% angewachsen ist. Wir setzen uns für die Verwirklichung des Verfassungsgebotes, der weltanschaulichen Neutralität des Staates, ein - in Deutschland, wie in Europa.
Der IBKA tritt ein für die allgemeinen Menschenrechte als unveräusserliche individuelle Rechte des einzelnen Menschen. Er wendet sich gegen Diskriminierungen aus religiösen oder weltanschaulichen Motiven. Zu diesem Zweck fordert er eine konsequente Trennung des staatlichen Bereichs von Kirchen, Religionen und Weltanschauungen.
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