(openPR) Jüngst veröffentlichte Zahlen des Müttergenesungswerkes (MGW) sind besorgniserregend. Obwohl im letzten Familienbericht der Bundesregierung explizit der Erschöpfungszustand von Müttern benannt und Hilfen angemahnt werden, bekommen immer weniger Mütter und Kinder eine Kur bewilligt. Während 2004 noch insgesamt 98.000 Frauen und Kinder auf Kur in eine vom MGW anerkannte Kureinrichtung gingen, waren es im vergangenen Jahr nur noch 80.000.
Diese Zahlen sind deshalb so alarmierend, weil die Belastungen der Mütter stetig steigen. Und die Mütter sehen das auch so: Die Anträge von Frauen für eine Mütter- oder Mutter-Kind-Kur sind trotz wachsender Hürden durch die Krankenkassen, die Ablehnungsquote von Erstanträgen lag 2005 bei 36 Prozent, unverändert hoch. Dabei haben auch zuerst abgelehnte Kuranträge durchaus eine Chance auf Bewilligung. 2005 legten 65 Prozent der Frauen, die eine Ablehnung von ihrer Krankenkasse erhalten hatten, Widerspruch dagegen ein. 45 Prozent davon waren erfolgreich und damit zu Unrecht abgelehnt worden.
Hilfreich bei der Bearbeitung von Kuranträgen sind deshalb die Beratungs und Vermittlungsstellen der Wohlfahrtsverbände. Hier erwartet die Frauen wohnortnahe professionelle Hilfe und Unterstützung. Diese sollt unbedingt in Anspruch genommen werden, um die Chance einer Mutter-Kind-Kur auch für sich in Anspruch nehmen zu können.
Und das Ergebnis der Kurmaßnahmen gibt den Müttern recht. Viele Mütter zeigten sich nach der Kur hoch zufrieden. Über zwei Drittel der Frauen schätzen die Maßnahmen als sehr erfolgreich ein. Besonders loben die Frauen das Zusammenspiel von Therapie, medizinischer Behandlung sowie sozial- und psychotherapeutischer Beratung.
Das kann auch Marion Danner, Leiterin der Vorsorge- und Rehabilitationsklinik für Mutter und Kind in Arendsee, der einzigen Mutter-Kind-Einrichtung Sachsen-Anhalts, bestätigen: „Die positiven Effekte sind überwiegend aus den geänderten Lebenseinstellungen oder Verhal-tensweisen zu begründen, die in der Kur durch Therapien angestoßen wurden.“
Zur Unterstützung der Mütter eröffnet deshalb demnächst in den Räumen der Klinik das DRK-Familienzentrum Altmark. In Zusammenarbeit mit dem DRK-Kreisverband Salzwedel e.V. bietet das Zentrum Familien- und Erziehungsberatungen verschiedener Art und unterstützt bei der Antragsbearbeitung von Vorsorgekuren.
Hilfe und Beratung finden Sie in der Vorsorge- und Rehabilitationsklinik des DRK in Arendsee , Tel. 03 93 84/ 94 945 oder im Internet auf www.drk-klinik-arendsee.de. Das Müttergenesungswerk stellt eine Liste aller Beratungsstellen zur Verfügung: www.muettergenesungswerk.de.
Über das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen-Anhalt
Der DRK Landesverband Sachsen-Anhalt repräsentiert derzeit 94.000 Fördermitglieder in 23 Kreisverbänden. Das Rote Kreuz ist Arbeitgeber für über 4.000 Menschen. Zusätzlich sind über 6.000 aktive Mitglieder in den Rotkreuz-Gemeinschaften sowie in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit ehrenamtlich tätig, darunter allein 3.000 Kinder und junge Menschen zwischen 6 und 27 Jahren.
Das DRK bietet in Sachsen-Anhalt Kindertagesstätten, Rettungsdienst, Schuldnerberatungsstellen, Jugend- und Schulsozialarbeit, Familienbildung und -beratung, Mutter-Kind-Kureinrichtungen, Alten- und Pflegeheime, Migrationsarbeit, Kleiderkammern, Gesundheitsprävention und Angebote des Jugendrotkreuzes, der DRK-Bereitschaften, der Wasser- und Bergwacht.
Falls Sie weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an:
Referat Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation
im DRK Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.







