(openPR) Prof. Dr. Michael Radke, Chefarzt des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Ernst von Bergmann, Potsdam und Susanne Hertzer, stellvertretende Leiterin der TK Berlin/Brandenburg, erklärten in einem Pressegespräch am 20. Juni 2006 im Klinikum:
Wenn ein Kind ins Krankenhaus muss, ist die Trennung von den Eltern oft ein großes Problem. Die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen Deutschlands und die Techniker Krankenkasse (TK) haben im Interesse der kleinen Patienten eine Vereinbarung getroffen. Danach können Kinder bis zum neunten Geburtstag automatisch zusammen mit der Mutter oder einer anderen Bezugsperson in die Klinik aufgenommen werden. Das gilt auch für ältere Kinder, wenn sie beispielsweise lebensbedrohlich erkrankt oder behindert sind.
Als patientenfreundlich und vorbildlich begrüßt Prof. Dr. Michael Radke das Engagement der TK. Die medizinische Erfahrung zeige, dass Kinder und Jugendliche viel schneller gesund werden, wenn ein Angehöriger in der Nähe ist. In diesem Jahr (bis Ende Mai) haben bereits 522 Kinder als Patienten des Klinikums von der Begleitung durch ihre Eltern profitiert, 60 davon sind Mitglieder der TK.
Forschungsergebnisse bestätigen, dass durch die Mitaufnahme der Mutter/des Vaters negative Auswirkungen eines Krankenhausaufenthaltes bei den Kindern (vor allem Trennungsangst und vermehrte Anhänglichkeit) weitgehend vermeidbar sind. Das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Ernst von Bergmann hat sich daher schon seit längerem zur Aufgabe gesetzt, Kindern die Unterstützung durch ihre Eltern zu ermöglichen.
"Wir würden uns freuen, wenn auch andere Krankenkassen dabei auf sämtliche bürokratischen Hürden und Anträge verzichten", so Prof. Dr. Radke.
Basis der Vereinbarung ist eine seit Beginn des Jahres 2005 gültige Änderung der Krankenhausfinanzierung. Danach erhalten die Kliniken 45 Euro pro Tag für die zusätzliche Unterbringung einer medizinisch notwendigen Begleitperson. Bisher regelt nur die BKK Pfalz wie die TK die Begleitung von Kindern. Die BKK Essanelle hat eine Altersgrenze von sieben Jahren festgelegt. Bei allen anderen Kassen wird die Mitaufnahme eines Elternteils in jedem Einzelfall beantragt und geprüft.
ECKDATEN KLINIKUM ERNST VON BERGMANN gGmbH, POTSDAM:
Die Klinikum Ernst von Bergmann gemeinnützige GmbH ist ein allgemeines Krankenhaus der Schwerpunktversorgung, deren Gesellschafterin die Landeshauptstadt Potsdam ist.
Das Klinikum ist mit 1.029 Planbetten Bestandteil des Krankenhausplanes des Landes Brandenburg.
Sie finden bei uns neben den üblichen Instituten und Einrichtungen 18 Betten führende Fachabteilungen, eine interdisziplinäre Notaufnahme, operative und konservative Intensivtherapiestationen, eine Nuklearmedizinische Therapiestation, Tagesklinikplätze der Hämatologie/Onkologie, der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, der Klinik für Neurologie sowie weitere Spezialeinrichtungen.
Unser Haus ist mit modernster Technik ausgestattet, insbesondere sind hier Großgeräte wie Linksherzkathetermessplatz, Computertomograph, Linearbeschleuniger, Magnetresonanztomograph und Lithotripter zu nennen.
Weitere Informationen zu unserem Klinikum finden Sie unter: www.klinikumevb.de oder besuchen Sie uns an unserem Gesundheitstag, 26. August 2006, an dem wir Ihnen unser Klinikum vorstellen möchten.
Sie finden uns in Potsdam in der Charlottenstraße 72.











