(openPR) München im Juni 2006. Als Sommerloch bezeichnen es die einen, als Erholung und Entspannung die anderen: endlich Urlaubszeit. Für viele Menschen ein Anlass, sich nicht nur in der Sonne zu bräunen, sondern nachzuholen, was sie im Alltag nicht schaffen und Sport zu treiben. Gut so, schließlich tut Bewegung dem Körper gut, oder? „Für den Rücken gilt dieses Motto nur bedingt“, klärt Dr. med. Schneiderhan auf. „Einige Sportarten schonen die Wirbelsäule nur, wenn sie im Vorfeld gestärkt wurde. Manche eignen sich bei Rückenproblemen überhaupt nicht“, weiß der Orthopäde und Wirbelsäulenspezialist. Treiben Untrainierte plötzlich viel Sport, droht im schlimmsten Fall ein Bandscheibenvorfall.
Aktive fangen am besten schon lange vor der Abreise zum Ferienort mit Muskelaufbau an. Ob durch spezielle Gymnastik, Übungen im Fitnessstudio oder durch regelmäßiges Schwimmen – alle Trainingsarten weisen gute Ergebnisse auf. Trendsport wie Wasserski, Windsurfen oder Reiten bedürfen dagegen besonderer Aufmerksamkeit. „Beim Wasserski-fahren ebenso wie beim Skilaufen im Winter führt die unnatürliche Haltung zu Überbelastungen an der Wirbelsäule. Dem wirkt eine gut ausgebildete Rumpf- und Bauchmuskulatur entgegen“, rät der renommierte Arzt. Auch fürs Reiten, dem häufig eine besonders rückenstärkende Funktion nachgesagt wird, gilt: Nur Trainierte sollten sich auf die Rösser schwingen.
Von einigen Sportarten rät Dr. Schneiderhan sogar gänzlich ab. Bei Tennis, Squash und Badminton stauchen die Stopp- und Drehbewegungen im Spiel das Rückgrat erheblich. Sie können schon nach wenigen Malen zu Überbelastungen führen. Auch intensives Rudern bietet sich als Sommeraktivität nicht unbedingt an. Hier wirken sich die beständige Sitzposition und die hohe mechanische Belastung der Lendenwirbelsäule, die durch die Beugung des Oberkörpers entsteht, negativ aus. Alle Wirbel federn diese Bewegungen ab, sie werden dadurch überbelastet. „Selbst Hochleistungsathleten, die eine gut ausgeprägte Muskulatur besitzen, müssen zum Teil Trainingspausen einlegen“, unterstreicht der erfahrene Arzt.
Mangelnde Bewegung jedoch führt in vielen Fällen zu unangenehmen Rückenschmerzen. Hier bieten sich sportliche Aktivitäten im Urlaub an, um die eigenen Wirbel zu stärken. Rückenschwimmen, Tauchen und Aquafitness bereiten im Sommer nicht nur besonders viel Freude, sie kräftigen auch die Muskeln am Rückgrat. „Wasser weist eine tausendmal höhere Dichte als Luft auf. Daraus entsteht ein Auftrieb, der dafür sorgt, dass Schwimmer im Wasser nur ein Siebentel so schwer sind wie an Land – das schont Gelenke und Rücken“, weiß Dr. Schneiderhan. Im Wasser führt der große Widerstand zu einem erhöhten Körpereinsatz. So bauen sich Muskeln gut auf. Zusätzliches Plus: Durch die verlangsamten Bewegungen sinkt das Verletzungsrisiko. Ebenso bei der Urlaubssportart Nummer eins: Beach-Volleyball. Bei jedem Sprung federt der weiche Sand die empfindlichen Wirbel gut ab. Beim Pritschen, Baggern und Schmettern arbeiten außerdem fast alle Muskeln. Jede Runde fördert so Kondition, Ausdauer und Kraft. Pünktlich zum Fußballjahr und Sonnenschein treibt es viele Fans raus aufs Spielfeld. Weiter so, denn Kicken tut dem Rücken gut. Fußball schont die Wirbel-säule durch den steten Wechsel zwischen Be- und Entlastung beim Laufen, Gehen und Stehen. Absolutes Muss vor dem Spiel: richtiges Aufwärmen und eine gute Portion Vorsicht, schließlich passieren die meisten Sportverletzungen im Zweikampf.
Regeln für rückenfreundlichen Sport im Überblick
1. „Ja“ zu Sportarten mit gerader Wirbelsäule, wie Joggen, Inlineskating oder Schwimmen
2. „Nein“ zu Bewegungen mit besonders vielen Stopp- und Drehaktionen
3. gute Vorbereitung als bester Schutz vor Verletzungen oder Verspannungen der Wirbelsäule
4. abwechslungsreiche Aktivitäten, die zwischen Stehen, Laufen, Gehen und Sitzen variieren
5. nicht übertreiben
Die Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen betreut Patienten mit Wirbelsäulenbeschwerden aller Art. Das interdisziplinäre Ärzteteam steht Patienten mit kompetenter Beratung und vielseitigen Behandlungsmethoden zur Seite. Mit modernsten Techniken therapieren die Spezialisten Beschwerden. Seit einiger Zeit bietet die Praxisklinik sämtliche minimalinvasive und neurochirurgische Behandlungsmethoden – sofern eine stationäre Behandlung medizinisch begründet ist – auch für Kassenpatienten auf Krankenschein an.
Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Leiter der Praxisklinik, ist Wirbelsäulenspezialist und Facharzt für Orthopädie. 2000 wurde er von der deutschen Wirbelsäulenliga e.V. zum Präsidenten ernannt. Neben der Mitgliedschaft in vielen internationalen Fachgesellschaften führt er die Bezeichnung Algesiologe (Schmerztherapeut) mit Anerkennung der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V.










