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Interdisziplinäre Veranstaltung hilft Patienten nach Krebstherapie

14.06.200612:01 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Interdisziplinäre Veranstaltung hilft Patienten nach Krebstherapie
Nach einer Brustkrebstherapie tragen Frauen viele Ängste in sich
Nach einer Brustkrebstherapie tragen Frauen viele Ängste in sich

(openPR) Brustkrebs besiegt – und dann? Viele Frauen leiden nach bestandener Therapie an den Folgen der Operation: Ängste vor Kompli-kationen oder Folgeerkrankungen wie Lymphödemen erschweren den Alltag. Am Montag, dem 19. Juni, von 15.00 bis 19.00 Uhr referieren Experten verschiedener Fachgebiete gemeinsam im Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf, Tersteegenstraße 9, über umfassende Krebsnachsorge und neue Verfahren der Lymphödemthera-pie. Kölns Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes führt durch die Veranstaltung des Lympho-Opt Netzwerkes in Kooperation mit der Barmer Ersatzkasse.



Nach einer Brustkrebstherapie tragen Frauen viele Ängste in sich: Neben der ständigen Sorge vor einem Rückschlag belastet auch die Furcht vor bleibenden Folgen der Entfernung der Lymphknoten. Bislang gehört diese so genannte „Axilladissektion“ zur vorsorglichen Routine einer Brustkrebsoperation. In Deutschland erkranken deshalb jedes Jahr etwa 16.000 Frauen an einem sekundären Arm-Lymphödem. Die Düsseldorfer Veranstaltung „Gut leben nach dem Krebs – Keine Angst vor Lymphödemen“ nimmt Betroffenen durch gezielte Experteninformationen die Verunsicherung und leitet einen Entängstigungsprozess ein. Schirmherrin Elfi Scho-Antwerpes: „Das Wort Entängstigungsprozess mag zwar in keinem Wörterbuch stehen, aber es trifft genau das, was mir am Herzen liegt. Durch meine persönliche Betroffenheit habe ich am eigenen Leibe erfahren, was es heißt, Angst zu haben und wie wichtig es ist, diese Angst genommen zu bekommen. Und ich war froh, Antworten gefunden zu haben.“

Dermatologe Dr. med. Manuel E. Cornely, Organisator der Veranstaltung, kennt die Ängste der Betroffenen. Seit vielen Jahren betreut er in seiner Düsseldorfer Praxis Brustkrebs-patientinnen, die auf Grund der Entnahme der Lymphknoten ein erhöhtes Lymphödemrisiko aufweisen. Cornely: „Betroffene Patientinnen wissen oft nichts über Krankheitsbild oder Heilungsmethoden von Lymphödemen und sind verunsichert. Heute gibt es aber moderne Operationsmethoden wie die Lymphologische Liposkulptur, die eine deutliche Verbesserung in der Ödemtherapie darstellen. Mit der Informationsveranstaltung möchten wir Patientinnen und Patienten mit fachübergreifender Aufklärung die Angst nehmen und ein Stück Lebensqualität zurück geben. Wir haben Experten aus den Bereichen Senologie, Lymphologie, Gesundheitswesen und Psychoonkologie eingeladen, um die Patienten umfassend zu informieren.“

Mit insgesamt über 300 Besuchern stieß die dreiteilige Veranstaltungsreihe „Therapie des Lymphödems bei Brustkrebspatienten“ bereits im letzten Jahr in Köln auf sehr großes Interesse. Auch in diesem Jahr verlief die erste Veranstaltung im März mit 120 Besuchern in Düsseldorf sehr erfolgreich. Am 27.11.2006, von 15.00 bis 19.00 Uhr geht der Entängstigungskongress in die vorerst letzte Runde. Interessierte finden das gesamte Veranstaltungsprogramm und Anmeldefristen der kostenlosen Veranstaltungen unter www.hautarzt-duesseldorf.de in der Rubrik „Eigene Kongresse“.

Programm

15:00 Eröffnung Elfi Scho-Antwerpes (Bürgermeisterin, Stadt Köln)

15:10 Wächterlymphknotenentfernung Prof. Dr. med. Ulrike Nitz (Koordinatorin, Brustzentrum des Universitätsklinikums Düsseldorf)

15:30 Nachsorge und Screening: Auffälliger Mammographiebefund ohneTastbefund – Was ist zu tun? Dr. med. Jan Schmitz-Hillebrecht (DRG Beauftragter, Frauenklinik Krefeld)

15:50 Seelenbelastung beim Krebspatienten Dr. med. Christine Schneider (Diplompsychologin, Universitätsklinikum Düsseldorf)

16:10 Nachsorge „Entlassung – und dann?“ Dr. med. Rachel Würstlein (Oberärztin, Brustzentrum Düsseldorf-Gerresheim)

16:30 Konservative Behandlungsmethoden Dr. med. Franz-Josef Schingale (Leiter, Lymphklinik Lympho-Opt)

16:50 Kaffeepause

17:10 Medi Kompression Henri Huk (Berater, Medi Bayreuth)

17:30 Was ist überflüssig? Neue Wege, neue Chancen? Dr. med. Manuel E. Cornely (Präsident, Berufsverband der Lymphologen)

18:00 Aktueller Stand aus Sicht der Krankenkassen Heilmittelverordnung Rainer Schotten (Regionalgeschäftsführer, Barmer-Ersatzkasse Düsseldorf)

18:20 Fragestunde Elfi Scho-Antwerpes, Wilfried Jacobs (Vorstand, AOK Rheinland) und Referenten

Organisator:

Dr. med. Manuel E. Cornely
Präsident des Berufsverbandes der Lymphologen
Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Dermatochirurgie und Ästhetik
Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Phlebologie, Lymphologie

weitere Informationen unter: www.hautarzt-duesseldorf.de

Kontakt:

Dr. med. Manuel E. Cornely
Wagnerstraße 15
40212 Düsseldorf

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