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Aus der inneren Blindheit erwachen

31.05.200613:50 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Aus der inneren Blindheit erwachen
Buchcover
Buchcover

(openPR) Ein Interview der Aachener Verlegerin Gudrun Anders mit dem blinden Autor Wolfgang Rehmert.

Anders:
Herr Rehmert, wir im Verlag lieben Ihr neues Buch „Die Lehren des Meister Hito“ sehr. Wie kam es zu diesem Buch? Hat Ihre Erblindung Sie zu tieferen Einsichten geführt?



Rehmert:
Ich halte es für falsch, auf die Erblindung abzustellen. Bei den Leser/Innen könnte der irrige Eindruck entstehen, das Buch handele meine Sehbehinderung ab und sei eins der „Blinden-Bücher“, in denen die Bewältigung dieser Behinderung referiert wird. Wie Sie in meinem Buch festgestellt haben, ist dies nicht der Fall.
Diese falsche Vermutung könnte sogar potentielle Leser/Innen davon abhalten, sich das Buch zu kaufen, da sie evtl. die Thematik Blindheitsbewältigung gar nicht interessiert. Zwar spielt selbstverständlich die Sehbehinderung in meiner persönlichen Biografie eine gewisse Rolle, doch etwas anders, als Sie vielleicht vermuten.

Anders:
Welche Erkrankung liegt Ihrer Erblindung zugrunde?

Rehmert:
Ich habe Retinitis pigmentosa (Retinopathia pigmentosa), eine genetisch bedingte Form der Netzhautdegeneration, die in den allermeisten Fällen in einen Zustand führt, der der Blindheit zumindest sehr nahe kommt. Dieser Prozess, der meistens bereits in der Jugend beginnt, zieht sich über Jahrzehnte hin.
Neben den durch den Sehverlust bedingten Behinderungen manifestieren sich bei den Betroffenen durch die Aussicht auf Blindheit bzw. deren Eintritt nicht selten massive psychische Störungen und Belastungen, wie Sie sich vorstellen können, wenn Sie sich einmal in die Situation versetzen, Ihr Augenarzt würde Ihnen mitteilen, dass Sie im Begriff sind, in absehbarer Zeit zu erblinden, oder dieser Zustand sei nahezu eingetreten.

Anders:
Wie haben Sie diese psychische Belastung erlebt bzw. bewältigt?

Rehmert:
Von mir selber kenne ich diese psychischen Belastungen nicht oder fast nicht, und ich habe mich lange Zeit gefragt, warum das so war bzw. ist. Heute weiß ich, dass dies auf meine Spiritualität zurückzuführen ist bzw. auf den Fortgang dieser spirituellen Entwicklung über die Jahrzehnte hinweg.
Lange Zeit dachte ich, mit Psychotherapie bzw. psychologischer Begleitung den Betroffenen und / oder deren Angehörigen Entlastung bringen zu können, was auch der Fall war und ist. Dazu sind von mir zwei Bücher erschienen, 1999 „Die zerbrochene Kugel“ und im Jahr 2005 „Diagnose: Erblindung“.

Anders:
Und das reicht nicht aus?

Rehmert:
Psychologie alleine reichte und reicht nicht aus, weder bei der Bewältigung von Behinderung noch bei der Bewältigung von Lebensfragen allgemein.

Anders:
Das heißt, es hilft Menschen in Lebenskrisen allgemein, sich auch mit spirituellem Gedankengut zu beschäftigen?

Rehmert:
Obwohl ich meine Spiritualität ganz selbstverständlich lebte, ist mir dieser Zusammenhang erst sehr spät klar geworden. In der Tat wollte ich zunächst ein Buch mit der Zielgruppe der Sehbehinderten zu dieser Thematik verfassen und machte dazu mehrere Anläufe.
Während dieses Prozesses realisierte ich jedoch die allgemeine Relevanz meiner Einsichten, ließ diese Zielrichtung fallen und schrieb das Buch „Die Lehren des Meister Hito“. Sie werden zugeben müssen, dass dieses Buch keinen Zusammenhang mit einer Sehschädigung oder anderen Behinderungsformen hat – es sei denn: innere Blindheit.

Anders:
Da gebe ich Ihnen völlig recht.

Rehmert:
Insofern würde es dem Buch nicht gerecht, wenn ich auf meine Behinderung Bezug nehmen würde. Dies hielte ich geradezu für einen Rückschritt. Spiritualität half mir nicht bei der Bewältigung, sondern ließ eine Belastung gar nicht erst aufkommen. Würde ich meine Sehbehinderung derart herausstellen, würde ich ihr einen Stellenwert beimessen, den sie nicht hat.

Anders:
Ihr Buch handelt von einem erwachten Meister, der seine Schüler unterrichtet. Halten Sie sich für „erwacht“?

Rehmert:
In manchen Kreisen gilt es als äußerst unfein, sich als „erwacht“ zu bezeichnen, einige andere posaunen ihr „Erwacht-Sein“ derartig penetrant heraus, dass ich mich weder der einen noch der anderen Gruppe zugehörig fühle. Auch müssten wir uns erst einmal darüber verständigen, was wir unter „erwacht“ verstehen. Mein Buch soll auch in diesem Punkt Klarheit schaffen.
Ich hoffe, dass im Hito die sehr einfache und auch sehr einfach zu erreichende „Essenz der Wahrheit“, wie es mir gegenüber eine Leserin nannte, durchscheint, die alleine Heilung und Frieden bedeutet. Ich als Person spiele dabei überhaupt keine Rolle. In Gesprächen mit Freundinnen und Freunden zu diesem Themenkreis habe ich es immer abgelehnt, ihnen irgendetwas anderes zu sein als ein Begleiter.
So erfand ich den Meister Hito zwischen mir und den Leser/Innen, und ich glaube, das war sehr nützlich, um mich als Person zurückzunehmen.

Anders:
Ich finde diese Idee sehr gelungen. Wie kamen Sie zu den Themen der einzelnen Kapitel?

Rehmert:
Herausgekommen ist eine Sammlung von Texten zu verschiedenen spirituellen Themen, die mich in den letzten 15 bis 20 Jahren beschäftigt haben. Ich habe ein Buch geschrieben, wie ich es selber früher gern gehabt hätte, das es damals aber meines Wissens nicht gab.

Anders:
Was wünschen Sie sich für „Meister Hito“ und seinen Leserkreis?

Rehmert:
Alle Menschen müssen ihre eigene Wahrheit finden, wenn es auch zugegebenermaßen manchmal weh tut, sie auf Wegen gehen zu sehen, die mir irrig erscheinen. Aber vielleicht hält mein Buch den einen oder die andere von manchen Umwegen und Irrungen ab, zu denen die „Maya“ der heutigen westlichen Esoterik verführen kann.

Anders:
Und Ihr Rat?

Rehmert (lächelt):
Lesen Sie „Die Lehren des Meister Hito“ ...


Copyrights bei den Autoren.


Die Lehren des Meister Hito
Gespräche über Gott und die Welt
Wolfgang P. Rehmert unter Mitarbeit von Jutta Jergol
ISBN 3-937568-64-6, 124 Seiten, 11,50 €, Spirit Rainbow Verlag. Das Buch erscheint Anfang Mai 2006.


Wie und warum ist die Welt entstanden? Gibt es einen Weg zur Erkenntnis der Höheren Macht? Was ist die Grundlage der Weisheit? Was heißt es, ein „Erwachter“ zu sein, und was ist der Weg zu meinem eigenen Erwachen? Was ist eigentlich Wiedergeburt? Was ist geistige Heilung? Ist ein Leben im göttlichen Licht möglich? Was ist Wahrheit?

Dies sind nur einige Fragen, die der spirituelle Meister Hito mit seinen Schülern diskutiert. Die „Lehren des Meister Hito“, die der Autor hier in kurzen Lehrgesprächen, Geschichten und Episoden darstellt, sind Samenkörner, Kristallisationspunkte, von denen eigenes Weiterdenken auf dem persönlichen Weg zur Wahrheit des göttlichen Lichts ausgeht.

Überreligiöse Einsichten, spirituelle Psychologie und Philosophie verbinden sich zu einer alltagstauglichen Vision eines meditativen Lebens für Menschen aller Weltanschauungen.



Über den Autor

Wolfgang P. Rehmert, Jahrgang 1949, erblindete im Alter von 45. Nach einer Umschulung arbeitete er beim Rundfunk und in eigener Praxis für Psychotherapie in Frankfurt am Main, jetzt lebt der Lebensberater und Reiki-Meister in Bayreuth. Als selbst betroffener Psychologe berät und begleitet er ehrenamtlich in der „Pro Retina Deutschland Vereinigung“ blinde bzw. erblindende Menschen und deren Angehörige bei der psychischen Bewältigung der Sehbehinderung.

Über seinen spirituellen Weg sagt Wolfgang P. Rehmert: „Durch die Behinderung wurde mein Blick nach innen, den es natürlich schon vorher gab, verstärkt und meine Entwicklung beschleunigt. So wurde eine Erkrankung, die eine tiefe Lebenskrise hätte auslösen können, zu einem der wichtigsten positiven Wendepunkte meines Lebens. Begleitet von vielen geistigen Lehrern und Lehren fand ich den Weg zum inneren Licht, von dem sich das Auge im Außen abgewandt hatte. Diese Einsichten fokussieren sich in den ‚Lehren des Meister Hito’, und ich hoffe und wünsche es den Leserinnen und Lesern, dass sie sich von ihm ein Stück weit auf dem Weg ihres eigenen Erwachens begleiten lassen.“

Kontakt zum Autor:

Homepage: www.rehmert.de
Email: E-Mail

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Buchinformation:

Die Lehren des Meister Hito
Gespräche über Gott und die Welt
Wolfgang P. Rehmert unter Mitarbeit von Jutta Jergol
ISBN 3-937568-64-6, 124 Seiten, 11,50 €, Spirit Rainbow Verlag. Das Buch erscheint im Mai 2006.

Rückseitentext:

Wie und warum ist die Welt entstanden? Gibt es einen Weg zur Erkenntnis der Höheren Macht? Was ist die Grundlage der Weisheit? Was heißt es, ein „Erwachter“ zu sein, und was ist der Weg zu meinem eigenen Erwachen? Was ist eigentlich Wiedergeburt? Was ist geistige Heilung? Ist ein Leben im göttlichen Licht möglich? Was ist Wahrheit?

Dies sind nur einige Fragen, die der spirituelle Meister Hito mit seinen Schülern diskutiert. Die „Lehren des Meister Hito“, die der Autor hier in kurzen Lehrgesprächen, Geschichten und Episoden darstellt, sind Samenkörner, Kristallisationspunkte, von denen eigenes Weiterdenken auf dem persönlichen Weg zur Wahrheit des göttlichen Lichts ausgeht.

Überreligiöse Einsichten, spirituelle Psychologie und Philosophie verbinden sich zu einer alltagstauglichen Vision eines meditativen Lebens für Menschen aller Weltanschauungen.

Über den Autor

Wolfgang P. Rehmert, Jahrgang 1949, erblindete im Alter von 45. Nach einer Umschulung arbeitete er beim Rundfunk und in eigener Praxis für Psychotherapie in Frankfurt am Main, jetzt lebt der Lebensberater und Reiki-Meister in Bayreuth. Als selbst betroffener Psychologe berät und begleitet er ehrenamtlich in der „Pro Retina Deutschland Vereinigung“ blinde bzw. erblindende Menschen und deren Angehörige bei der psychischen Bewältigung der Sehbehinderung.

Über seinen spirituellen Weg sagt Wolfgang P. Rehmert: „Durch die Behinderung wurde mein Blick nach innen, den es natürlich schon vorher gab, verstärkt und meine Entwicklung beschleunigt. So wurde eine Erkrankung, die eine tiefe Lebenskrise hätte auslösen können, zu einem der wichtigsten positiven Wendepunkte meines Lebens. Begleitet von vielen geistigen Lehrern und Lehren fand ich den Weg zum inneren Licht, von dem sich das Auge im Außen abgewandt hatte. Diese Einsichten fokussieren sich in den ‚Lehren des Meister Hito’, und ich hoffe und wünsche es den Leserinnen und Lesern, dass sie sich von ihm ein Stück weit auf dem Weg ihres eigenen Erwachens begleiten lassen.“

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