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Pflegekräfte sind besonders häufig von Infektionen durch Nadelstichverletzungen betroffen

15.05.200615:12 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Der 12. Mai ist der internationale Tag der Pflege. „Sichere Personalausstattung sichert Leben“, so lautet das Motto in diesem Jahr. Zuallererst meint das die Sicherheit des Patienten. Wenn am Personal gespart wird, gefährdet das aber auch die Pflegenden selbst. Die Initiative SAFETY FIRST! weist darauf hin, dass Pflegekräfte im Gesundheitswesen das größte Risiko einer Infektion durch Nadelstichverletzungen tragen.


Nadelstichverletzungen, darunter versteht man Schnitte oder Stiche an scharfen oder spitzen Gegenständen, die zuvor mit Patientenblut in Kontakt waren. Das gefährliche dabei: ist der Patient mit Hep-B, Hep-C oder dem HI-Virus infiziert, so kann sich auch die Pflegekraft mit diesen gefährlichen Krankheiten infizieren. Über 55 % dieser Verletzungen passieren in der Pflege. Das Risiko steigt nachweislich bei übermäßigem Arbeitsstress. Denn häufig braucht es nur eine kurze Unaufmerksamkeit, und der Unfall ist passiert.

Weltweit tritt der „International Council of Nurses“ heute dafür ein, dass die Pflege durch gute Qualifikation und genügend Arbeitskräfte eine hohe Qualität in der Gesundheitsversorgung garantieren kann. „Sichere Personalausstattung meint aber auch Sicherheit für die Mitarbeiter.“ betont Marie-Luise Müller, Präsidentin des Deutschen Pflegerates. „Denn mit steigender Arbeitsüberbelastung nehmen auch berufsbedingte Krankheiten zu. Hinzu kommt, dass die Pflegekräfte immer häufiger ärztliche Tätigkeiten übernehmen. Dazu gehören Blutentnahmen, das Setzen von Injektionen, das Legen von Infusionen und der Umgang mit Ver- und Entsorgungssystemen.“
Das veränderte Tätigkeitsprofil in den Pflegeberufen erfordert in vielen Fällen bessere Schutzmaßnahmen vor Verletzungen. Dazu gehören intensive Schulungen vor der Übernahme ärztlicher Tätigkeiten ebenso wie der Einsatz von Sicherheitsinstrumenten. In einem vom Deutschen Pflegerat vorgelegten Positionspapier heißt es: „Angesichts der auf uns zukommenden Knappheit von gut ausgebildetem Pflegepersonal und der hohen Belastung der Pflegekräfte wird der Einsatz von Sicherheitsinstrumenten in Zukunft eine tragende Säule der Mitarbeiterbindung und Mitarbeitermotivation sein.“

Informationen für Journalisten:

Internationaler Tag der Pflege
Weitere Informationen zum internationalen Tag der Pflege finden Sie unter:
International Council of Nurses, http://www.icn.ch/
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), http://www.dbfk.de/
Kontakt:
Johanna Knüppel
Deutscher Bundesverband für Pflegeberufe
Tel.: 030 219157-17
Mail: E-Mail

Deutscher Pflegerat (DPR)
Auszug aus dem Positionspapier des Deutschen Pflegerates:
„Der DPR weist darauf hin, dass angesichts der auf uns zukommenden Knappheit von gut ausgebildetem Pflegepersonal und der hohen Belastung der Pflegekräfte der Einsatz von Sicherheitsinstrumenten in Zukunft eine tragende Säule der Mitarbeiterbindung und Mitarbeitermotivation sein wird.
Der DPR hält es für dringend erforderlich, dass der Einsatz von Sicherheitsinstrumenten Bestandteil des allgemeinen Qualitätsmanagements an den Pflegearbeitsplätzen wird.“

Die Vollversion des Positionspapiers finden Sie unter:
www.deutscher-pflegerat.de/pdfs/Nadelstichverletzungen_060119.pdf

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