(openPR) Hannover im Mai 2006. Wer sich nach Zahnverlust für Implantate entscheidet, greift damit auf eine natürliche, stabile und ästhetisch perfekte Lösung zurück. Wie echte Zähne, sitzen sie fest im Mund und erfüllen täglich optimale Kau-, Beiß- und Sprechfunktionen. Wichtige Voraussetzung hierfür: ein gesundes Zahnfleisch und ein ausreichend hoher Kieferkamm. Wenn jedoch seit längerer Zeit Lücken im Gebiss klaffen oder jahrelang Prothesen getragen wurden, bildet sich der Kiefer häufig zurück – durch fehlende Zähne bleiben die benötigen Kaukräfte aus. Knochen baut sich ab, eine Implantation kann so nicht problemlos erfolgen. Aber in der modernen Zahnmedizin bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, um für Ersatz zu sorgen. „In der Praxis finden heutzutage tierische, pflanzliche oder synthetische Materialien Einsatz. Als am besten verträglich gilt immer noch eigenes Gewebe des Patienten, so genannter autologer Knochen“, erklärt Dr. Dr. Ralf Luckey, MSc, leitender Zahnarzt des Diagnostikzentrums für Implantologie und Gesichtsästhetik (DIG) in Hannover.
Bei Materialien tierischer Herkunft handelt es sich in der Regel um Rinder- oder Schweineknochen. Aufgrund von Erkrankungen wie Schweinepest oder BSE keine unumstrittene Lösung, obwohl Krankheitsübertragungen auf Menschen bisher nicht bekannt sind. Weiterhin stehen Patienten synthetische Ersatzstoffe aus dem Labor zur Verfügung. Ärzte nutzen diese Möglichkeit häufig in Form eines Granulates, als Alternative zu tierischen Produkten. Körpereigenes Ersatzmaterial gewinnen Ärzte mit einer eher veralteten Methode in einer zweiten Operation aus dem Beckenkamm des Patienten. Bei moderneren Verfahren nutzen Zahnmediziner Knochenzellen aus dem Kiefer – ohne aufwändige OP oder Vollnarkose. „Uns reicht eine kleine Menge Knochenhaut aus dem hinteren Backenzahnbereich. Aus diesen Zellen züchten Experten im Labor neue knöcherne Substanz. In Form von ein-Cent-Stück-großen Knochen-Chips pflanzen wir diese exakt an die Stelle, wo wir später die Implantate setzen“, erläutert Dr. Dr. Ralf Luckey. Ganz gleich bei welchem Ersatzmaterial – der Implantologe bringt dieses auf den Kieferkamm auf und deckt es mit einer dünnen Membran ab. Nach einer individuell unterschiedlichen Einheilzeit erfolgt circa 10 Wochen später ohne Probleme eine Implantation.



