(openPR) Hyperthermie-Kongress in der Berliner Charité
München, 09. Mai 2006. In renommierten deutschen Kliniken setzt sich eine ergänzende Behandlungsform gegen Krebs immer weiter durch: die Hyperthermie. Sie erhöht nachweislich die Erfolgsquote bei der Bekämpfung von Tumoren und bei der Verlängerung der Überlebenszeit. Internationale Spezialisten auf dem Gebiet der „Überwärmung“ von Tumorzellen treffen sich Ende Mai 2006 in Berlin auf der ESHO, dem größten europäischen Kongress. Die Erfolge der Hyperthermie und die steigende Akzeptanz in der Fachwelt kann für viele Patienten eine wirksamere Therapie bedeuten.
Doch die Hyperthermie muss in Deutschland noch für alle behandelbaren Krebskranken zur Verfügung gestellt werden. Nur so kann sie bei einer Vielzahl von Patienten die Wirksamkeit der Chemo- oder Strahlenbehandlung deutlich erhöhen. Bisher wenden hierzulande zwölf Kliniken die Methode an. Darunter bekannte Häuser wie die Berliner Charité, das Münchner Klinikum Großhadern oder die Uni-Kliniken in Erlangen und Tübingen. Ein flächendeckendes Angebot in Deutschland ist noch nicht gesichert – dafür soll unter anderem der Berliner Kongress der Europäischen Hyperthermie-Gesellschaft ESHO vom 24. bis 27. Mai 2006 in der Charité Überzeugungsarbeit leisten.
Mit neuen Erkenntnissen und verfeinerten Anwendungen zeigen die Spezialisten auf dem Kongress, dass es zur Hyperthermie als Bestandteil der schulmedizinischen Behandlung derzeit kaum eine Alternative gibt, um die Erfolgsraten bei der Krebsbekämpfung deutlich zu steigern. Und die Fakten sprechen für sich: Die Überlebensquote bei einzelnen Krebsarten kann mit der Hyperthermie von 38 auf 93 Prozent gesteigert werden.
Die Hyperthermie unterstützt sowohl die Chemo- als auch die Strahlentherapie wirkungsvoll ohne eigene Nebenwirkungen. Besonders für erkrankte Kinder kann die Hyperthermie so den Einsatz der mit Nebenwirkungen einhergehenden üblichen Behandlungsmethoden verringern. Beste Erfahrungen wurden dabei in der Uni-Klinik Düsseldorf gemacht. Als alleinige Behandlungsmethode, wie sie in Praxen und Reha-Kliniken als „biologische Krebstherapie“ angeboten wird, ist die Hyperthermie den etablierten Therapien jedoch unterlegen.
In den USA seit Jahren Standard
Denn Hyperthermie ist ein bewährtes Verfahren, das in den USA schon seit vielen Jahren zum Standard im Kampf gegen den Krebs gehört. Während Deutschland Gefahr läuft, den Anschluss an eine Zukunftstechnologie bei der Krebsbekämpfung zu verlieren, hat die Hyperthermie in anderen Ländern bereits einen weit höheren Stellenwert. Beispiel: Dr. Jacoba van der Zee. Die Spezialistin an der Erasmus Universität in Rotterdam ist seit 1987 mit der Methode vertraut und hat diese den Medizinern und dem Gesundheitsministerium in den Niederlanden seit vielen Jahren erfolgreich vermittelt.
Dr. van der Zee sieht die Hyperthermie als die derzeit sinnvollste Ergänzung zur herkömmlichen Schulmedizin, bis in erwartungsgemäß 15 Jahren ein Durchbruch zur völligen Krebs-Verhinderung oder Heilung erreicht sein wird: „Die Hyperthermie wird bis dahin schon viele Menschenleben gerettet haben.“ Sie hat die Erfahrung gemacht, dass bei Gebärmutterhalskrebs allein mit Strahlentherapie bei 31 Prozent der Patienten die Tumore verschwinden. In Kombination mit Hyperthermie steige dieser Wert auf 67 Prozent. Ihr Fazit: „Im Allgemeinen scheint die zusätzliche Anwendung von Hyperthermie in Verbindung mit Chemotherapie oder Strahlentherapie die Misserfolgsrate der Tumorbehandlung um die Hälfte zu vermindern." Daher sei es „erstaunlich und enttäuschend“, dass nur wenige Kliniken in Deutschland diese Methode nutzen.
Auch in anderen europäischen Ländern ist die Hyperthermie fester Bestandteil der Tumorbehandlung. In Deutschland wird die Hyperthermie als zusätzliche Tumortherapie im Rahmen von Studien von den Krankenkassen anerkannt.
Viele Menschenleben retten
Das Münchener Unternehmen Dr. Sennewald Medizintechnik ist in Deutschland Vorreiter bei der Einrichtung von Kliniken mit den hoch effizienten Hyperthermie-Geräten und unterstützt die Ärzte bei der Aufklärung über die bewährte Behandlungsmethode. Firmengründer Dr. Gerhard Sennewald weiß aus langjähriger internationaler Erfahrung: „Die Hyperthermie hat schon vielen Krebspatienten geholfen. Es ist wichtig, dass sowohl Ärzte als auch Patienten weiter für den Einsatz dieser Technik in Deutschland kämpfen, sonst steht sie bald nur noch im Ausland zur Verfügung.“
Doch der Berliner Kongress gibt Anlass zur Hoffnung. Zu den Unterstützern/Sponsoren zählen neben der Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH auch Konzerne wie GE (General Electric Medizin-Sparte), Siemens, Roche, Sanofi Aventis und Merck. Und wo die Großen im Gesundheitsbereich einen Markt entdecken, da dauert es nicht mehr lange, bis die Patienten davon auch flächendeckend profitieren.
Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH
Die Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH vertreibt die fortschrittlichsten Hyperthermiesysteme, die bei der Behandlung von onkologischen Erkrankungen zum Einsatz kommen. Hyperthermie ist eine schonende, etablierte und klinisch erprobte Behandlungsform zur verstärkten Zerstörung von Tumorzellen durch selektive Überwärmung. Die stationäre Hyperthermie wird in Kombination mit Strahlen- und Chemotherapie angewandt. Mittlerweile nutzen neben zwölf renommierten deutschen Krankenhäusern weitere elf Hyperthermie-Therapie-Zentren im europäischen Ausland die Geräte der in München ansässigen Dr. Sennewald Medizintechnik GmbH.
Weitere Informationen zur ESHO 2006 und Hyperthermie finden Sie unter www.esho.info/esho2006 , www.hyperthermie.org oder unter www.sennewald.de .
Übersicht der Kliniken mit Hyperthermiegeräten
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Campus Buch
Lindenberger Weg 80
13125 Berlin
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Campus Virchow
Strahlenklinik und Poliklinik
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Universitätsklinikum Düsseldorf
Zentrum Kinderheilkunde
Abt. Pädiatrische Onkologie
Moorenstr. 5
40225 Düsseldorf
Universitätskliniken Erlangen
Klinik für Strahlentherapie
Universitätsstr. 27
91054 Erlangen
Gemeinschaftspraxis und Klinik für Strahlentherapie
am Klinikum Nürnberg Nord
Prof.-Ernst-Nathan-Straße 1,
Haus 18, 1. Stock
90419 Nürnberg
Universitätsklinikum Essen
Radiologisches Zentrum
Strahlenklinik
Hufelandstraße 55
45147 Essen
Interne Klinik Dr. Argirov
Onkologische Fachklinik im Tumorzentrum München
Münchner Str. 23-29
82335 Berg
Medizinische Universität Lübeck
Klinik für Strahlentherapie und Nuklearmedizin
Ratzeburger Allee 150
23562 Lübeck
Klinikum der Universität München
Klinikum Großhadern
Medizinische Klinik III
Hyperthermie
Marchioninistr. 15
81377 München
Klinik Bad Trissl
Onkologische Fachklinik im Tumorzentrum München
Bad-Trissl-Str. 73
83080 Oberaudorf
HUMAINE Schloßbergklinik Oberstaufen
Onkologische Fachklinik in den Tumorzentren München und Augsburg
Schloßstraße 27
87534 Oberstaufen
Universitätsklinikum Tübingen
Klinik für Radioonkologie
Hoppe-Seyler-Str. 3
72076 Tübingen
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