(openPR) Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung in Deutschland haben Zahnfleischprobleme, meist ohne es zu wissen. Verantwortlich dafür ist oft eine bakteriell verursachte Entzündung des Zahnfleisches, auch Gingivitis genannt. Doch warum kommt es so häufig zur Erkrankung des Zahnfleisches. Julian Regenthal-Patzak berichtet:
Was glauben Sie, wie lange putzen die Deutschen täglich im Durchschnitt ihre Zähne? Drei Minuten, zwei Minuten? Nein! Es sind gerade mal 30 Sekunden. Für eine gründliche Zahnreinigung ist das viel zu kurz. So bleiben häufig Plaque-Reste am Zahnfleischsaum zurück. Dr. Sonja Trapp von der meridol-Forschung:
„Bakterien, die in der Plaque enthalten sind, produzieren Stoffwechselprodukte, also Substanzen, die das Zahnfleisch reizen und zu einer Entzündung führen können. Das bedeutet, dass das Zahnfleisch geschwollen ist, es wird gerötet sein und es wird sehr schnell bluten.“
Wenn eine Gingivitis unbehandelt bleibt, kann sich der Entzündungsprozess auf den gesamten Zahnhalteapparat ausdehnen. Dann spricht man von einer Parodontitis. Es kommt zum Abbau von Knochen und Bindegewebe, die Zähne verlieren ihren Halt und im schlimmsten Fall droht Zahnverlust. Die wichtigste Maßnahme bei Zahnfleischentzündungen ist deshalb die gründliche und regelmäßige Entfernung der Plaque.
„Bei Zahnfleischentzündungen haben sich Zahnpasten und auch alkoholfreie Mundspüllösungen bewährt, die die Wirkstoffkombination Aminfluorid/Zinnfluorid enthalten. Durch ihre Anwendung wird einerseits der Bakterienstoffwechsel gehemmt und Plaquereste, die eventuell noch vorhanden sind, werden inaktiviert.“
Wenn es schmerzt und blutet, wird oft auch nicht so gründlich geputzt, wie es nötig wäre. Zum Schutz des gereizten Zahnfleisches sollten Zahnbürsten mit mikrofeinen Borstenenden verwendet werden. Diese biegen sich beim Putzen um, reizen auf diese Weise deutlich weniger das ohnehin schon angegriffene Zahnfleisch und sorgen trotzdem für eine gründliche Plaqueentfernung.









