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Audit-Welle rollt auf Arzneimittelhersteller und Wirkstofflieferanten zu

11.04.200612:33 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Lübeck, 11. April 2006. Inhaber einer Herstellungserlaubnis für Arzneimittel müssen voraussichtlich schon im Sommer dieses Jahres gewährleisten, dass alle von ihnen verwendeten Wirkstoffe den Good Manufacturing Practice (GMP) entsprechen. Bei nicht GMP-konformen Einsatzstoffen können die Behörden die Herstellung untersagen. Übergangsfristen sind nicht vorgesehen. Die Hälsa Pharma GmbH ( www.haelsa.de ), ein Unternehmen der DiapharmGruppe ( www.diapharmgruppe.de ), unterstützt Arzneimittelhersteller jetzt bei der Aufgabe, Wirkstofflieferanten gemäß GMP zu auditieren und zu zertifizieren. Der Pharmazie-Dienstleister aus Lübeck setzt dabei unter anderem auf Pooling-Projekte, also die Erstellung eines Lieferanten-Testats im Auftrag gleich mehrerer Hersteller, um die Audit-Aufwendungen auf mehrere Schultern zu verteilen.


Für viele Unternehmen kommt die – rechtlich bereits überfällige – Umsetzung der EU-Richtlinie 2001/83/EG in deutsches Recht überraschend. Bislang waren GMP-Wirkstoffaudits freiwillig, viele Arzneimittelhersteller haben ganz darauf verzichtet – und müssen die Testate nun schleunigst nachholen.
Wenn die geänderte „Betriebsverordnung für pharmazeutische Unternehmer und Arzneimittel- und Wirkstoffhersteller“ wie geplant im Juni 2006 in Kraft tritt, befürchtet Dr. Eckhard Milsmann, Qualified Person bei der Hälsa Pharma GmbH, deshalb erhebliche Lieferengpässe bei GMP-gerechten Rohstoffen. Die European Medicines Agency (EMEA) hat bereits darauf hingewiesen, dass behördliche Audits alleine keinesfalls ausreichen: Für die Auditierung seiner Lieferanten/Hersteller ist jedes Unternehmen selbst verantwortlich. „Die Qualified Person des pharmazeutischen Unternehmers muss künftig mit der Freigabe jeder Charge bestätigen, dass die GMP-Vorschriften beim Wirkstofflieferanten geprüft und eingehalten wurden“, verdeutlicht Dr. Eckhard Milsmann die Tragweite der Verordnung. Die Anforderungen gelten auch für Nicht-EU-Länder und Nicht-MRA-Staaten.
Pharmazeutische Unternehmer, die nicht auf kompetente Audit-Dienstleister zurückgreifen können, müssen künftig also viel Zeit auf Reisen verbringen, um sich vor Ort von der Guten Herstellungspraxis für jeden Wirkstoff zu vergewissern. Wiederholungs-Audits im Abstand von zwei bis drei Jahren eingeschlossen.

Hintergrundinformation: DiapharmGruppe
Zum optimalen Management des Produktportfolios von Arzneimitteln und Gesundheitsprodukten bietet die DiapharmGruppe für Unternehmen im Gesundheitsmittel-Bereich umfassende und individuelle Dienstleistungs- und Beratungs-Services. Die DiapharmGruppe mit ihrem Team von über 40 qualifizierten Mitarbeitern übernimmt auf Wunsch die strategische Beratung, das Management oder die verantwortliche Pflege kompletter Produktportfolios. Sie erwirtschaftet einen Umsatz von 9 Mio Euro. Gesellschaften der DiapharmGruppe sind die Dr. Stefan Sandner GmbH (Pharmaceutical Management & Portfolio Solutions), die Dr. Kolkmann & Partner GmbH (Drug Registration & New Products), die Dr. Middeler et al. GmbH (Medical Devices & Quality Management), die Zentralinstitut Arzneimittelforschung GmbH (Analytics), die Dr. Ebeling & Assoc. GmbH (Medical Affairs & Pharmacovigilance) sowie Beate Beime & Team (Clinical Research Coordination).

Kontakt:
DiapharmGruppe
Pressestelle
Lingener Str. 12
D-48155 Münster
Ansprechpartnerin: Nicole Sibbing
Tel.: +49 (0)251 - 60935-17
www.diapharmgruppe.de

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