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direct/ Fraunhofer Institut: Haut - das Pionier- und Paradeorgan in der regenerativen Medizin

29.03.200608:14 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) In Leipzig gibt es bald noch mehr Hoffnung für Patienten mit chronischen Wunden. Echter und kompletter Wundverschluss von Unterschenkelgeschwüren und größeren Verbrennungen.

Regenerative Therapie
In der Optimierungsphase des Leipziger Projekts "Haut aus Haarwurzelstammzellen" lernt man die Haut als Organ immer besser zu verstehen. Kann man mit dem Produkt EpiDex(TM) des Leipziger Biotech-Unternehmens Euroderm schon eine bis 40 Quadratzentimeter große chronische Wunde verschließen, wird beim klinischen Forschungspartner schon daran geforscht, die Transplantate noch besser werden zu lassen. "Schon jetzt erreichen wir eine narbenfreie, mit Pigmenten versehene Haut zur Wundheilung, die nicht nur eine zufrieden stellende Wundversorgung beim Patienten, sondern auch eine ästhetischen Verschluss darstellt". Dabei reichen bereits drei Haarwurzeln aus, um einen Quadratzentimeter Hautplättchen zu bilden. Nächster Schritt für Professor Simon, Direktor der Universitäts-Hautklinik Leipzig, ist die Berücksichtigung aller Funktionen der Haut, wie z.B. die Schweißdrüsen zum Schwitzen, Immunfunktion und Tastfunktion. "Die Haut ist einfach wunderbar!", so Simon schwärmend. Die Haut als Organ ist nicht nur leicht zugänglich, kann man an ihr auch Veränderungen und Regenerationsvorgänge direkt messen, ohne den Körper zu öffnen und Gewebeproben zu entnehmen. Anhand der Haut lassen sich somit Rückschlüsse ziehen, wie Stammzellen allgemein funktionieren und Rückschlüsse ziehen auf Regeneration bei inneren Organen.



Vorbildliche Forschungskooperation
Der Vorsprung in diesem Bereich ist aber auch ein Ergebnis einer gut funktionierenden Forschungskooperation. So wurden in diesem Projekt von Anfang an klinisch tätige Ärzte in die Planung mit einbezogen. Sie kennen schließlich den Patienten und wissen, wo die echten Probleme liegen. Das Konzept sieht grundsätzlich vor, dass gemeinsam das Verfahren oder Produkt entwickelt wird, die Universität die klinischen Vorstudien und Untersuchungen am Patienten durchführt und der Industriepartner den Prozess bis zur Zulassung begleitet. Dafür ist es unbedingt notwendig, dass Herstellung und Produktion nach bestimmten Qualitätsstandards durchgeführt werden. Die dafür notwendigen Reinräume und andere Labortechnik, könnten durch ein normales Krankenhaus gar nicht abgedeckt werden. Da man aber bis jetzt auf vergleichbar wenige Erfahrungen zurückgreifen kann, berät Dr. Emmendörffer von Euroderm den zuständigen Bundesausschuss bei der Festlegung der Zulassungskriterien für regenerative Therapien.

Förderung und Würdigung
Für ihre Forschungsarbeiten an Stammzellen aus menschlichen Haarwurzeln erhielten Professor Simon und die Leipziger Firma Euroderm bei der Verleihung der Innovationspreise der Stadt Leipzig den Sonderpreis "Spitzentechnologie mit Zukunft" sowie den Forschungsförderpreis der Industrie- und Handelskammer Sachsen.

Wortzahl: 270


Pressekontakt:
Kaj Heyral
mobil: +49 172 - 36 24 121
email: E-Mail

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