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4iMEDIA/ Solidarität mit protestierenden Ärzten - Ärztekammer sieht Arzt-Patient-Verhältnis in Gefahr

22.03.200617:05 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Am kommenden Freitag findet der zweite Nationale Protesttag der Ärzte in Berlin statt. Die Mediziner wollen für bessere Arbeitsbedingungen, eine angemessene Bezahlung und den Abbau von Bürokratie demonstrieren.

Die Landesärztekammer Brandenburg unterstützt die protestierenden Ärztinnen und Ärzte. „Die Forderungen der Kollegen sind absolut berechtigt. Arbeitsaufwand und Bezahlung stehen in keinem vernünftigen Verhältnis mehr. Dass die Ärzte jetzt geschlossen aufstehen und auf diese Misere aufmerksam machen, ist mehr als verständlich“, erklärte Dr. Wolter, Präsident der Landesärztekammer Brandenburg.

Auch die wachsende Bürokratie trage deutlich dazu bei, dass immer mehr Ärzte in andere Berufsfelder wechselten oder ins Ausland gingen. „Ärzte möchten ihre Patienten adäquat versorgen und ihre knapp bemessene Zeit nicht mit dem Ausfüllen von Formularen vergeuden“, so Wolter.

Die Ärzte in Deutschland sind schon lange unzufrieden mit der bestehenden Situation. Das Fass zum Überlaufen gebracht hat letztlich das geplante Arzneimittelsparpaket mit der umstrittenen Bonus-Malus-Regelung.

Für Dr. Udo Wolter ist das Veto des Bundesrats gegen das Gesetz ein Schritt in die richtige Richtung. „Wir Ärzte hoffen, dass die unselige Bonus-Malus-Regelung komplett von der Agenda gestrichen wird. Ansonsten wird es einen massiven Vertrauensbruch im sensiblen Verhältnis zwischen Ärzten und Patienten geben,“ sagte Wolter.

Als Körperschaft des öffentlichen Rechts darf die Landesärztekammer nicht selbst zu Protesten aufrufen. Durch ihre Solidaritätsbekundung möchte sie den demonstrierenden Ärzten jedoch den Rücken stärken.

---

Landesärztekammer Brandenburg
Körperschaft öffentlichen Rechts
Dreifertstraße 12
03044 Cottbus

Dr. R. Heiber
Hauptgeschäftsführer
Telefon: 0355/780 10 14
E-Mail: E-Mail

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