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Stechende Schmerzen im Rücken - Neben Knie und Hüfte greift Arthrose auch die Wirbelgelenke an

15.03.200618:06 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) München im März 2006. Gelenkschmerzen – in Deutschland leiden derzeit mehr als 20 Mil-lionen Menschen an Arthrose. Zum größten Teil existieren die schmerzhaften Knorpelschä-den im Knie und in der Hüfte, doch in vielen Fällen treten die Beschwerden nicht nur in die-sen Körperteilen, sondern auch in den Wirbelgelenken auf und beeinträchtigen maßgeblich die Beweglichkeit und Stützfunktion. Bei einer Arthrose der Wirbelsäule, der so genannten Spondylarthrose, handelt es sich um die Abnutzung der kleinen Wirbelgelenke, welche sich rechts und links am Rand der Wirbelsäule befinden. „Unser Körper reagiert auf die geschä-digten Knorpelflächen mit einer Verbreiterung der knöchernen Anteile. Aufgrund dieser Re-aktion verdichtet und sklerosiert sich der unter dem Knorpel gelegene Knochen und führt zu einem Anschwellen der Gelenkkapsel sowie zu einem Gelenkerguss“, erklärt Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde und Wirbelsäulenspezialist aus München. Schweres Heben oder eine schlechte Körperhaltung fördern den Verschleiß an der Wirbelsäule und gelten als Hauptursachen für die Entstehung von Arthrose. „Betroffene klagen oftmals über einen unde-finierten stechenden Schmerz oberhalb des Beckens, der je nach Stärke auch über das Ge-säß ausstrahlen kann. Langes Stehen, Sitzen oder eine leicht gebeugte Haltung verursachen bereits starke Beschwerden“, berichtet Dr. Schneiderhan.



Gezielte Infiltrations- oder Hitzesondebehandlungen lindern Beschwerden
„Bei Erkrankungen im sehr sensiblen Bereich, der Wirbelsäule und den Wirbelgelenken, ste-hen uns heutzutage verschiedene Therapiemaßnahmen zur Verfügung“, erläutert Dr. Schneiderhan. So ermöglicht das computertomographisch- und bildwandlergesteuerte Ein-spritzen von Medikamenten bereits eine Schmerzblockade. Nur örtlich betäubt, erhalten Pa-tienten die Medikamente mit Hilfe einer Injektionsnadel direkt in die betroffenen Wirbelgelen-ke. Neben der Schmerzminderung reduziert die ambulante Infiltrationsanwendung ebenfalls den Medikamentenverbrauch der Patienten erheblich. Erzielt diese Methode keine Verbesse-rung, kommt die Hitzesondentherapie zum Einsatz. Unter Lokalanästhesie führt Dr. Schnei-derhan die Hitzesonde gezielt in einem speziellen Winkel in die Schmerzpunkte der Wirbel-gelenke ein. „Computergesteuert und röntgenüberwacht setzt die Sonde an den betroffenen Fasern an, unterbricht durch die Hitzeentwicklung der Spitze die Nervenfasern und stoppt so die Schmerzweiterleitung“, beschreibt Dr. Schneiderhan den Vorgang. In den meisten Fällen verödet der Arzt mit der Hitzesondebehandlung mehrere Gelenkstellen, da eine Vielzahl von Fasern die einzelnen Wirbelgelenke versorgen. Nach der ambulanten Behandlung gehen die Patienten schmerzbefreit nach Hause. Kurze Regenerationszeiten sowie eine schnelle Ver-minderung der Beschwerden erlauben einen direkten Wiedereinstieg in den Alltag.

Bewegung und therapeutische Maßnahmen unterstützen die Behandlungen
Nach einer minimalinvasiven, schonenden Infiltrations- oder Hitzesondebehandlung unter-stützen physiotherapeutische Anwendungen gezielt den Muskelaufbau. Krankengymnastik, Reizstromtherapie, Akupunkturbehandlung oder Wassergymnastik stärken die Muskeln, die die Gelenke stützen und leiten. Schonende Sportarten ohne Stoß- und Druckbelastungen wie beispielsweise Schwimmen oder Fahrradfahren verbessern den Körperbau und vermin-dern das Risiko eines Rückfalls. Einseitige Aktivitäten und Fehlbelastungen begünstigen die Entstehung einer Arthrose. Auch Übergewicht oder körperliche einseitige Belastungen kön-nen eine schmerzhafte Gelenkerkrankung fördern.

Weitere Informationen unter www.orthopaede.com

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