openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Elektronische Gesundheitskarte soll Arzt und Patient entlasten – Treibt sie auch die Beitragssätze der gesetzlichen Kassen in die Höhe?

08.03.200616:31 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Bonn/Stuttgart – Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist eines der größten Projekte der Informationstechnologie. Nach Angaben des Deutschen Ärzteblattes http://www.aerzteblatt.de werden hiermit rund 200.000 niedergelassene Ärzte, 22.000 Apotheker, mehr als 2.000 Krankenhäuser und knapp 300 Krankenkassen miteinander vernetzt. Die elektronische Speicherung gesundheitsbezogener Dante soll die Kommunikation zwischen Patienten und Gesundheitsversorgern erleichtern. Ursprünglich sollte die eGK 2006 flächendeckend eingeführt werden. Doch dieser Termin wird nicht zu halten sein, auch wenn das Bundesgesundheitsministerium weiterhin verspricht, dass jeder Patient noch 2006 eine Karte in Händen halten soll.



Mittlerweile mehren sich auch die Anzeichen, dass die Einführung der eGK deutlich teurer als geplant werden könnte. Eine erste Schätzung des zuständigen Ministeriums war noch von 1,4 Milliarden Euro ausgegangen. Doch Klaus-Detlev Dietz, Geschäftsführer im Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) http://www.pkv.de äußerte vor kurzem in der Financial Times Deutschland (FTD) http://www.ftd.de die Befürchtung, dass die Einführung rund vier Milliarden Euro betragen könne. Dies könnte die Beitragssätze der gesetzlichen Kassen um bis zu 0,4 Prozentpunkte nach oben treiben.

Vor einigen Monaten wurde daher das Beratungshaus Booz-Allen Hamilton http://www.boozallen.de mit der Erstellung einer Studie über die voraussichtlichen Kosten und den Nutzen der eGK beauftragt. Die Studie solle im Frühsommer dem Gesundheitsministerium vorliegen, so das Internet-Portal Silicon.de http://www.silicon.de. Die Diskussion über die Kosten oder Risiken der eGK wird also auch in Zukunft munter weitergehen. Doch angesichts der Herausforderungen ist dies durchaus verständlich. „Die eGK ist das größte Identity-Management-Projekt der Welt“, so der Geschäftsführer von Cybertrust Deutschland http://www.cybertrust.de , Artur Heil. Damit etwaige Datenschutzrisiken bei 80 Millionen Nutzern und zwei Millionen Gesundheitsprofis eliminiert würden, seien gigantische Sicherheitsinfrastrukturen vonnöten.

Doch die eGK ist nur ein Einsatzgebiet für ITK-Lösungen im Gesundheitswesen, betont der Geschäftsführer des Stuttgarter IT-Dienstleisters Nextiraone http://www.nextiraone.de , Helmut Reisinger: „Bei den Krankenhäusern gibt es einen hohen Bedarf an professionellen Managed Services-Lösungen. Und die Krankenkassen können zum Beispiel mit Call-Center-Lösungen gute Erfolge bei der Bearbeitung der Kundenkontakte erzielen. Noch bevor die elektronische Gesundheitskarte flächendeckend eingesetzt ist, sollte sie nicht zerredet werden. In Österreich haben die Patienten ihre Karte bereits jetzt in Händen, weil nicht nur das Land viel kleiner ist als Deutschland, sondern weil die Entscheidungsstrukturen hier zu Lande komplizierter sind, da deutlich mehr Parteien in den Prozess involviert sind.“

Unabhängig von den Kosten zeigen sich bereits heute zahlreiche Fachleute von den Vorteilen der neuen Technik überzeugt. In Trier wurde bereits im Herbst 2004 ein Regionalversuch elektronische Gesundheitskarte gestartet. Michael Siegert, der ärztliche Leiter des Modellprojekts, verwies gegenüber der Tageszeitung Die Welt http://www.welt.de darauf, dass die eGK für den Arzt eine große Zeitersparnis und Arbeitserleichterung bringe. Der Patient werde zudem von unnötigen Doppeluntersuchungen befreit. Aus medizinischer Sicht spricht für die eGK, dass es Hochrechnungen zufolge in Deutschland pro Jahr bis zu 10.000 Tote aufgrund von Medikamenten-Unverträglichkeiten und fehlerhafter Verschreibungen gibt. Etwa vier bis sechs Prozent der stationären Einweisungen in Krankenhäuser gehen auf solche Unverträglichkeiten zurück. Hier könnte die eGK also sowohl Leben schützen und Kosten senken.

***

medienbüro.sohn
V.i.S.d.P: Gunnar Sohn
Ettighoffer Strasse 26a
53123 Bonn
Germany

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 79432
 158

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Elektronische Gesundheitskarte soll Arzt und Patient entlasten – Treibt sie auch die Beitragssätze der gesetzlichen Kassen in die Höhe?“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation
Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009 - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mit Bildern, kurzen Texten, Blog-Beiträgen oder Links, die sie interessant finden. „Es lässt sich kaum leugnen: Wir sind zum Glück nicht mehr Papst, wir sind jetzt Netz. Die Menschen haben begonnen, wichtige Teile ihres gesellschaftlichen Treibens ins Internet zu verlag…
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009 – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen und mittleren Unternehmen auf, die unverschuldet in Not geraten sind und bei denen unerwartete Liquiditätsengpässe auftreten. Eine Möglichkeit bestünde in einfachen und schnellen Verfahren, um Steuern und Sozialabgaben vorübergehend zu stunden oder Vorauszahlungen anzupassen…

Das könnte Sie auch interessieren:

MEDICA 2006: eHealth- Vernetzen statt Ersetzen
MEDICA 2006: eHealth- Vernetzen statt Ersetzen
… zur Bedienung dieser Schnittstellen bereitstellen, können Hersteller medizinischer Primärsysteme für ihre Kunden neue eHealth-Funktionalitäten, wie die Anbindung an die elektronische Gesundheitskarte oder die persönliche Gesundheitsakte LifeSensor mit sehr geringem Aufwand realisieren. So tragen wir gemeinsam mit unseren Partnern zur besseren Vernetzung …
Bild: Offizieller Start: Feldtest für elektronische Gesundheitskarte in Walldorf beginntBild: Offizieller Start: Feldtest für elektronische Gesundheitskarte in Walldorf beginnt
Offizieller Start: Feldtest für elektronische Gesundheitskarte in Walldorf beginnt
Walldorf, 22. Juni 2005 – Den ersten Feldtest ihrer Gesundheitskarten-Lösung startet die InterComponentWare AG (ICW) am heutigen Mittwoch in Walldorf. Erster Testpatient mit der neuen elektronischen Gesundheitskarte ist der Walldorfer Bürgermeister Heinz Merklinger. Als Bürgermeister Merklinger kurz nach halb eins die Praxis seiner Hausärzte Dr. Günter …
Studie fordert elektronische Patientenakte (EPA) von der Wiege bis zur Bahre
Studie fordert elektronische Patientenakte (EPA) von der Wiege bis zur Bahre
… Gesundheitswesen (eHealth) spezialisierten iSoft Deutschland GmbH (Mannheim) fordert die Einführung einer elektronischen Patientenakte (EPA), die über die vor kurzem gestartete elektronische Gesundheitskarte (eGK) weit hinausgeht. Während die Chipkarte, mit der in den nächsten Jahren alle 80 Millionen gesetzlich und privat Krankenversicherten in Deutschland …
Bild: Ernsthafte Bedrohung für den Datenschutz
Ernsthafte Bedrohung für den Datenschutz
… heute dem Bündnis „Stoppt die e-Card!“ beigetreten. „Wir betrachten es als Teil der ärztlichen Fürsorgepflicht, unsere Patienten über Risiken und Nebenwirkungen der neuen Gesundheitskarte aufzuklären, bevor es zu spät ist“, erklärt Dr. Michael Förster, Vorsitzender des ZBV Oberpfalz. „Stoppt die e-Card!“ ist ein breites Aktionsbündnis von Bürgerrechtsorganisationen, …
Vorfahrt für die Telemedizin – Experten versprechen sich höhere Produktivität und sinkende Kosten
Vorfahrt für die Telemedizin – Experten versprechen sich höhere Produktivität und sinkende Kosten
Bonn/Düsseldorf – Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte rückt näher. Nach den Worten der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) ist diese Karte ein „zentrales Instrument zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Patientinnen und Patienten“. Seit dem 24. August können sich alle Interessierten auf der neuen Webseite http://www.die-gesundheitskarte.de …
Bild: Elektronische Gesundheitsakte: Online-Zugriff auf Notfalldaten kann Leben rettenBild: Elektronische Gesundheitsakte: Online-Zugriff auf Notfalldaten kann Leben retten
Elektronische Gesundheitsakte: Online-Zugriff auf Notfalldaten kann Leben retten
… Blutgruppe, Impfstatus, aktuelle Medikation oder Vorerkrankungen, kann es zu unnötigen Verzögerungen kommen. Eine der ersten Anwendungen der für 2006 geplanten elektronischen Gesundheitskarte wird daher die Bereitstellung von Notfalldaten sein. Mit dem neuen Notfallzugriff der persönlichen elektronischen Gesundheitsakte LifeSensor stehen den Ärzten schon …
Elektronische Gesundheitskarte - Quantensprung in der Patientenversorgung -Kritik an Testausstieg in Heilbronn
Elektronische Gesundheitskarte - Quantensprung in der Patientenversorgung -Kritik an Testausstieg in Heilbronn
Stuttgart. Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte ist nicht mehr aufzuhalten. Sie bedeutet für Versicherte und Ärzte eine erhebliche Sicherheit bei dem Umgang mit sensiblen Daten. Der bislang immense Papieraufwand kann reduziert werden und Millionen von Euro an Beitragszahlungen können eingespart werden. Das war der Tenor der Experten bei …
Bild: Elektr. Patientenakte im prosper-Gesundheitsnetz: Laut MEDISTAR und Dr. Philipp Rösler ein Projekt mit ZukunftBild: Elektr. Patientenakte im prosper-Gesundheitsnetz: Laut MEDISTAR und Dr. Philipp Rösler ein Projekt mit Zukunft
Elektr. Patientenakte im prosper-Gesundheitsnetz: Laut MEDISTAR und Dr. Philipp Rösler ein Projekt mit Zukunft
… „prosper“ ein. Ebenfalls anwesend: Dipl.-Oec. Sebastian Ledeboer, Geschäftsführer der projektbegleitenden MEDISTAR Praxiscomputer GmbH. Vor dem Hintergrund der bundesweit geplanten Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und Patientenakte nach § 291a SGB V und im Sinne des § 67 SGBV strebt die Knappschaft Bottrop mit prospeGKT eine führende, …
Exportschlager elektronische Gesundheitskarte: ICW und Cisco gewinnen Pilotprojekt für Gesundheitskarte in Bulgarien
Exportschlager elektronische Gesundheitskarte: ICW und Cisco gewinnen Pilotprojekt für Gesundheitskarte in Bulgarien
… Gesundheits¬ministerium und der National Health Insurance Fund (NHIF) haben die InterComponentWare AG (ICW) und Cisco mit einem Pilotprojekt für die nationale elektronische Gesundheitskarte des Neu-EU-Mitglieds beauftragt. Für das Pilotprojekt sollen rund 1.000 Patienten, drei Allgemeinärzte und fünf Apotheken mit einer Gesundheitskarte bzw. einem Heilberufsausweis …
Internet und Apps sind inzwischen wichtige Hilfen bei Prävention und Heilung
Internet und Apps sind inzwischen wichtige Hilfen bei Prävention und Heilung
… Beteiligten die Möglichkeit, sich auf seine Kernkompetenzen zu besinnen und für die ergänzenden Services weitere Eco-System-Partner einzubinden. Elektronische Patientenakten und die Gesundheitskarte Mit Spannung werden die Ausführungen von Dr. Doris Wilke zu dem Themenkomplex "Elektronische Patientenakten und die Gesundheitskarte" erwartet. Dr. Wilke …
Sie lesen gerade: Elektronische Gesundheitskarte soll Arzt und Patient entlasten – Treibt sie auch die Beitragssätze der gesetzlichen Kassen in die Höhe?