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Neuer Therapieansatz zum Dermisaufbau erhält übereinstimmend hervorragende Beurteilungen von Chirurgen

03.03.200612:53 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Neuer Therapieansatz zum Dermisaufbau erhält übereinstimmend hervorragende Beurteilungen von Chirurgen
vlnr: Dr. Birgit Ober, Leiterin Scientific Affairs SHC, Dr. Werner Haslik, Plastische und Handchirurgie des AKH, Mitglied des Organisationskomitees, Nikolaus Uleer, Vorstandsvorsitzender SHC
vlnr: Dr. Birgit Ober, Leiterin Scientific Affairs SHC, Dr. Werner Haslik, Plastische und Handchirurgie des AKH, Mitglied des Organisationskomitees, Nikolaus Uleer, Vorstandsvorsitzender SHC

(openPR) Billerbeck, 03. März 2006: Auf dem 24. Jahrestag der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV) erhielt die Kollagen-Elastin-Matrix (Matriderm) aus dem Hause Dr. Suwelack Skin & Health Care AG, Billerbeck ausnahmslos positive Rückmeldungen. In fünf Vorträgen berichteten die Arbeitsgruppen um Professor Dr. med. Gerhard Meissl, Allgemeines Krankenhaus – Universitätsklinik (AKH) für Chirurgie, Wien, Professor Dr. med. Peter M. Vogt, Medizinische Hochschule Hannover, Dr. med. Bernd Hartmann, Unfallkrankenhaus Berlin, Professor Dr. med. Günter Germann, BG-Unfallklinik Ludwigshafen und Dr. Clothilde Leriche, Klinikum Nürnberg über ihre Erfahrungen. Matriderm bietet sich für den Wiederaufbau der Dermis nach Verbrennungen dritten Grades an und vereinte schon beim Anwendertreffen in München gute Beurteilungen der Chirurgen auf sich. Auch steht bereits eine ansehnliche Reihe von wissenschaftlichen Daten und Arbeiten zum Thema Lederhautersatz mit Matriderm zur Verfügung. Sie alle belegen die Verbesserung der Dermisarchitektur und eine Reduktion der Kontraktion.



Erfahrungen der Medizinischen Hochschule Hannover

Bei drittgradigen Verbrennungen erweist sich für die Chirurgen die vollständige Wiederherstellung der Haut und Unterhaut als aktuellste Herausforderung bei der modernen Wundbehandlung brandverletzter Patienten. So stehen den Operateuren zwar bereits dermale Matrizes zur Verfügung; jedoch birgt die relativ lange Einheilungszeit von circa drei Wochen eine hohe Infektionsgefahr mit nachfolgendem Matrixverlust gerade in der Akutbehandlung. Als weiterer Nachteil dieser Matrizes stellt sich der notwendige zweite Schritt der Spalthauttransplantation heraus. Er bedeutet für den Patienten einen nochmaligen Eingriff mit allen seinen Risiken.

Matriderm, die zertifizierte Kollagen-Elastin-Matrix, erlaubt einzeitiges Vorgehen. Nach gründlicher und tiefer Entfernung des verbrannten Gewebes bringt der Chirurg die wiederbefeuchtete Matrix auf. Direkt darüber erfolgt dann die Spalthauttransplantation. Im weiteren Verlauf integriert der Körper die Bestandteile der Matrix – Kollagen und Elastin – in das entstehende Gewebe.

So kommt diese Arbeitsgruppe zu folgenden Ergebnissen: Trotz der großflächigen Anwendung verlängerte sich die Operationszeit nicht. Zur verzögerten Einheilungsrate der Spalthaut, wie in der Literatur erwähnt, kam es nicht. Im Vergleich zu den anderen Patienten verminderte sich der Spalthauttake selbst nicht. Subjektiv und objektiv verbesserte sich die Hautqualität im Vergleich zur alleinigen Spalthauttransplantation. Daher heben die Chirurgen als Vorteil des Lederhautersatzes heraus, dass er durch deutlich unkompliziertes Handling im Vergleich zu bisher erhältlichem Dermisersatz auffällt. Einheilungsrate und Einheilungsdauer lassen sich mit einfacher Spalthauttransplantation vergleichen. Zu guter Letzt erweisen sich die Materialkosten und Liegezeiten als um circa die Hälfte reduziert.


Erfahrungen des Allgemeines Krankenhauses – Universitätskliniken (AKH)

Bei Patienten mit schweren Handverbrennungen richtet sich das Hauptaugenmerk auf die Wiedererlangung von Lebensqualität und die Reintegration in Alltags- und Berufsleben. Für die Lebensqualität des Patienten hat die Vollfunktionsfähigkeit seiner Hand oberste Priorität. Daher besteht das vorrangige Ziel der Chirurgen darin, eine dauerhafte und mechanisch stabile Deckung für die Brandwunden zu erlangen.

In dieser Arbeitsgruppe setzten die Mediziner die resorbierbare Kollagenmatrix ein und fixierten das einzeitige und ungemeshte Spalthaut-Transplantat mit Klammern. Dann verbanden sie den Wundbereich mit Fettgaze und sterilen Kompressen und stellten die Hand mit einer Gipsschiene ruhig. Alle Patienten trugen für den Zeitraum eines Jahres einen angemessenen Kompressionshandschuh. So früh wie möglich begann postoperativ die physikalische Therapie. Bei allen Patienten evaluierten die Chirurgen sowohl die Früh- als auch die Spätergebnisse hinsichtlich Ästhetik und Funktionalität.

Alle Transplantate auf dem Wundbett zeigten sich adhärent (angewachsen). Bei allen Patienten beobachteten die Mediziner eine hervorragende Take-Rate der Matrix und der transplantierten ungemeshten Spalthaut. Insgesamt zeigte sich ein sehr gutes kosmetisches und funktionales Ergebnis, es konnten weder lokale noch systematische allergische Reaktionen beobachtet werden. In keinem der bisher nachuntersuchten Fälle war eine zweite Operation zur Korrektur indiziert. Es traten keine Kontrakturen oder hypertrophe (wuchernde) Narben auf. Folglich zeigten sich die Patienten durchweg sehr zufrieden mit der Handfunktion nach dem Matriderm-Spalthaut-Transplantat und konnten sich auch wieder in ihren Beruf integrieren.

So lauteten die Schlussfolgerungen der Arbeitsgruppe nach einem Jahr Beobachtungszeitraum, dass die Ergebnisse eine über 90 prozentige Take-Rate bei ausgezeichneter Hautelastizität und Funktionalität zeigen und insgesamt bisher sehr gute Behandlungsergebnisse.

Erfahrungen der BG-Unfallklinik Ludwigshafen

Trotz der Vielzahl von Innovationen bei der Behandlung von Verbrennungen stellen speziell die tiefgradigen, gelenknahen Brandverletzungen ein Problem hinsichtlich der Entwicklung von Kontrakturen dar. Als wesentliche Ursache gilt hier die mangelhafte Regeneration der Dermis.

Matriderm dient mit seinem nativ strukturierten Kollagen als Leitmatrix für das Einwachsen von Zellen und Gefäßen. Gleichsam steht es als Baugerüst für den Wiederaufbau der Haut zur Verfügung und moduliert dabei die Ausprägung von Narbengewebe. Im weiteren Heilungsverlauf produzieren die Fibroblasten dann eigenständig Kollagen, während die Matrix abgebaut wird. In dieser Arbeitsgruppe beobachteten die Mediziner zehn Patienten nach tiefgradiger Brandverletzung im Bereich von Gelenken. Zur Defektdeckung kombinierten sie Matriderm und Spalthaut und untersuchten die Eigenschaften des Dermisersatzes hinsichtlich Einheilungsverhalten und Narbenbildung.

Auch hier überzeugen die Resultate der Studie. Bei zeitgleicher Spalthauttransplantation beobachteten die Chirurgen das problemlose Einheilen von Matriderm, besonders im Bereich der Gelenke. Auch Infektionen konnten sie nicht beobachten. Neben der guten, teils exzellenten Narbenqualität, die per Narbenscore beurteilt wurde, stellten sich auch deutliche hämostyptische Eigenschaften heraus. Matriderm mindert die Gefahr der Hämatomentstehung unter dem Spalthauttransplantat, so dass es die sichere Einheilung der Spalthauttransplantate begünstigt.


Erfahrungen des Unfall-Krankenhauses Berlin

Bei tiefen drittgradigen Verbrennungen folgt der komplette Verlust der dermalen Anteile der Haut. Dieser führt zu Narbenwucherungen und mangelnder Elastizität der Haut. Nach dieser Art Verbrennungen stellen sich während des Heilungsprozesses spalthauttransplantierter Wunden oft unerwünschte Kontraktionen des Wundbettes und ausgedehnte Narbenbildung ein.

Zu positiven Ergebnissen kamen die Mediziner auch in Berlin, denn die Spalthauttransplantate heilten bei allen Patienten mitsamt der Trägermatrix erfolgreich ein. So zeigte die Auswertung des Vancouver Scar Scale (eine weltweit anerkannte, validierte Checkliste zur Beurteilung des Narbenbildes) mit Werten zwischen eins und vier ein gutes Narbenbild und als Folge dessen hohe Patientenzufriedenheit.

Erfahrungen des Klinikum Nürnberg Süd

Bei den zur Zeit verfügbaren Methoden zur dermalen Regeneration sind zwei aufeinander folgende Eingriffe erforderlich. Diese oft mehrere Wochen auseinanderliegenden Operationen sind nicht nur mit einem höheren Risiko für den Patienten verbunden, vielmehr ist eine Wundinfektion und ein damit verbundener Transplantatverlust nicht auszuschließen. Mit Matriderm steht eine Matrix zur Verfügung, bei der die Applikation des Dermisersatzes zusammen mit der Spalthauttransplantation in einer Operation erfolgen kann.

Wie auch bei allen anderen Kliniken davor liegen auch hier gute Ergebnisse vor. Bei nur geringer Ausprägung des Spalthautmusters verzeichneten die Mediziner dehnbare und elastische Haut, selbst im sonst problematischen Kniebereich. Bedingt durch den schnelleren Wundverschluss ist zudem die Gefahr einer Infektion verringert. Matriderm zeichnet sich durch geringe Beschaffungskosten aus und darüber hinaus verringern sich die Behandlungskosten durch einen deutlich verkürzten stationären Aufenthalt und weniger Verbandwechsel.

Das primär Bestechende an Matriderm sei, so zusammenfassend der Vorsitzende der Arbeitstagung Professor Meissl, dass dieser Dermisersatz sofort und gemeinsam mit Spalthaut in einem Durchgang aufgebracht werden kann. Er finde das erstaunlich, denn jedes andere Dermisäquivalent bedürfe einer gewissen Zeit, bis es revaskularisiert sei (Verbesserung der Durchblutung minderversorgter Gewebe). Matriderm könne man gleich zur Deckung einsetzen – ein klarer Vorteil. Es erweise sich als sehr vielversprechend im Hinblick auf die Behandlung tiefgradiger und gelenknaher Verbrennungen.



Spezialisiert auf Biomatrices etabliert sich die Dr. Suwelack Skin & Health Care AG (SHC ) seit 1997 erfolgreich auf dem asiatischen, US-amerikanischen und europäischen Markt. Im westfälischen Billerbeck produziert das Unternehmen resorbierbare Implantate für schwere Hautdefekte und chronische Wunden, sowie Hämostyptika für die Chirurgie.

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