(openPR) Das Erlanger Innovationszentrum für Medizin und Pharma IZMP wird vom 22. bis 25. Januar 2006 auf der arabischen Gesundheitsmesse Arab Health in Dubai vertreten sein. Damit bietet es den im IZMP ansässigen Firmen die Möglichkeit, ihre innovativen medizintechnischen Produkte auf dem wachsenden Markt im Mittleren Osten zu präsentieren. Der Geschäftsführer des IZMP, Matthias Hiegl, verfolgt eine zielgerichtete Philosophie mit dem Herzstück des Medical Valley: „Das IZMP engagiert sich, neue Märkte unter anderem auch im Ausland bereits in einem sehr frühen Stadium für geeignete Technologieunternehmen zu erschließen. Da bekanntermaßen die Geschäfte immer beim Kunden gemacht werden, ist es für die Unternehmen wichtig, sich vor Ort zu präsentieren und Geschäftskontakte zu knüpfen. Dem IZMP kommt dabei die Rolle des Türöffners zu, das sich als angesehene Institution leichter tut, entsprechende Gesprächspartner vor Ort zu finden und gemeinsam mit den Unternehmen den best möglichen Markteintritt vorzubereiten. Da das IZMP selbst noch keine Erfahrungen im Umgang mit arabischen Märkten hat, ist es unsere Strategie, in diesem Fall mit Kennern des Marktes zusammenzuarbeiten.“ In diesem Jahr werden 3D-SHAPE und Corscience die Gelegenheit nutzen und erstmalig ihre Technologie im arabischen Raum vorstellen.
Die Corscience GmbH wird zwei Produkte aus ihrem Programm der Telemedizin vorstellen. Zunächst den bereits mehrfach prämierten Defibrillator, der im Falle einer Kardiokrise sogar von Laien erfolgreich eingesetzt werden kann. Allein in Deutschland sterben jährlich ca. 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Die einzige wirksame Maßnahme zur Wiederbelebung eines kollabierten Patienten stellt die Defibrillation dar. Je früher die Reanimation erfolgt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit des Überlebens ohne bleibende körperliche Schäden. Jede Minute ohne wirksame Reanimation reduziert die Überlebenschancen um 10%.
Ganz anders gelagert ist die Thematik der Bluesense-Technologie, die eine drahtlose Übertragung medizinisch relevanter Daten ermöglicht. Der Cardiowecker ermöglicht es etwa einem Herzpatienten, das Gerät komfortabel am Körper zu tragen. Da die ECD-Daten kabellos übermittelt werden, ist eine Vermeidung unnötiger Artefakte möglich, die im schlimmsten Fall zu einer falschen Diagnose führen könnten. Die Bluetooth-Technologie bietet damit nicht nur eine leicht handhabbare, sondern auch eine kostengünstige Möglichkeit, den Patienten mehr Bewegungsspielraum zu gewähren ohne ihre Sicherheit zu gefährden. Krankenhausaufenthalte können so minimiert werden.
Die 3D-SHAPE GmbH, die sich auf die Entwicklung und Vermarktung optischer 3D-Sensoren spezialisiert hat, zielt mit der Präsentation des FaceSCAN3D-Sensors primär auf medizintechnisch Interessierte im Bereich der Plastischen und Rekonstruktionschirurgie ab. Vor allem in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie konnte der Nutzen dieser 3D-Messtechnik bereits vielfach unter Beweis gestellt werden, weil mit diesem hoch-präzisen, non-invasiven und sehr schnellen Messverfahren dem Chirurgen eine patientenschonende prä-, intra- und postoperative Planungs- und Kontrollmöglichkeit der chirurgischen Progression ermöglicht wird.
Darüber hinaus werden weitere Anwendungsfelder präsentiert, wie etwa die Möglichkeit zur 100%-Kontrolle an asphärischen Brillengläsern durch einen 3D-Sensor, der auf dem Prinzip der Phasenmessenden Deflektometrie (PMD) beruht. Erstmalig ist durch die Schnelligkeit des Sensors, die um ein Vielfaches über der herkömmlicher Methoden liegt, eine vollflächige Kontrolle aller in Deutschland hergestellten Brillengläser möglich – 25 Millionen im Jahr, wovon ein knappes Drittel Gleitsichtgläser sind, bei denen die lokale Krümmung exakt geprüft werden muss. Die Messunsicherheit von lediglich 0,02 dpt ist unübertroffen.
Mit diesen beiden Begleitern kann sich das IZMP blicken lassen, das in Zukunft derlei internationale Aktivitäten ausbauen will. Ziel des IZMP ist es, in den nächsten Jahren für alle Teilgebiete der wirtschaftlichen Entwicklung und Markterschließung Experten zu finden und diese den Unternehmen im IZMP vorzustellen. Die Teilnahme an der Arab Health ist der erste Schritt in diese Richtung.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.izmp-erlangen.de.










