(openPR) Sehr geehrte Mitglieder der FREIHEIT in Hamburg,
sehr geehrter Bundesvorstand der Partei DIE FREIHEIT,
heute möchten wir Sie über aktuelle Entwicklungen im Landesvorstand unserer Partei DIE FREIHEIT in Hamburg informieren.
Wir, Jens Eckleben als Vorsitzender des Landesverbands, Arno Willemer als Landesschatzmeister und Holm Ay als Beisitzer des Landesvorstands, geben hiermit sowohl den Rücktritt von unseren Ämtern als auch unseren Austritt aus der Partei DIE FREIHEIT bekannt.
Der stellvertretende Hamburger Landesvorsitzende, Ferdinand Storm, und der Beisitzer des Landesvorstands, Dr. Rainer Brorsen, werden aus Verantwortungsgefühl gegenüber ihrer Position und insbesondere gegenüber den Mitgliedern des Landesverbandes ihre Funktionen bis auf Weiteres wahrnehmen, um die Entwicklung transparent und in geordnete
Bahnen zu lenken, soweit ihnen das in einer derartigen Situation möglich ist. Kontakt können Sie über die bereits bekannten Emailadressen
Bei der Übergabe der laufenden Geschäfte werden wir sie unterstützen, so gut wir können. Wir bitten Sie um etwas Geduld mit Informationen zu weiteren Treffen, Stammtischen usw.
Wir, die drei Erstgenannten, möchten uns bei Ihnen für die gemeinsame, wider Erwarten sehr kurze Zeit der Zusammenarbeit bedanken und Ihnen die Gründe für unsere Entscheidung darlegen:
Auf dem Bundesparteitag am 10. Dezember hat sich die Bürgerrechtspartei DIE FREIHEIT, vertreten durch mehr als 150 Delegierte aus allen Landesverbänden, unseres Erachtens durch die Wahl des neuen Bundesvorstands mit deutlicher Mehrheit gegen einen liberal-konservativen Kurs, gegen eine differenzierte Außendarstellung ihrer Politik und gegen eine kommunikationsstarke, transparente Führung entschieden.
In den dramatischen Stunden des Bundesparteitages haben wir uns gefragt, was ein Professor Kirchhof, ein Professor Hankel, ein Hans-Olaf Henkel, ein Frank Schäffler oder ein Thilo Sarrazin von dieser Veranstaltung gehalten hätten – wir glauben, sie hätten sich angesichts der Art und Weise, wie dort Stimmung gemacht und politische Standpunkte vertreten wurden, enttäuscht abgewendet.
Inhaltlich wurde das Thema „Islamkritik“ durch den Bundesvorsitzenden René Stadtkewitz und den Kandidaten Michael Stürzenberger über alles andere gestellt. Entsprechend wurde Michael Stürzenberger mit großer Mehrheit als Beisitzer in den Bundesvorstand gewählt. Dabei wurden die Thesen, die er vor einigen Wochen im Internet veröffentlicht hatte,
von der Mehrheit der Delegierten begrüßt oder relativiert.
Wir lehnen Teile dieser Thesen entschieden ab, da sie nach unserer Überzeugung die rote Linie des politisch Vertretbaren überschreiten. Dagegen forderte der Bundesvorsitzende René Stadtkewitz in seiner Begrüßungsrede Rede- und Denkfreiheit für Michael Stürzenberger ein. Im Gegensatz hierzu titulierte er Kritiker wie den NRW-Landesvorsitzenden Andreas Pokladek als Nestbeschmutzer. All diese Entwicklungen wollen wir nicht mittragen.
Außerdem denken wir, dass die nun zu erwartende Außendarstellung der Partei die Überzeugungskraft und Akzeptanz bei den potentiellen Wählern deutlich schmälern wird. Der polarisierende Kommunikationsstil eines Blogs wie PI oder einer Ein-Themen-Bürgerbewegung wie BPE kann aus unserer Sicht nicht von einer ernst zu nehmenden Partei übernommen werden.
Trotzdem blicken wir mit Dankbarkeit auf das letzte Jahr zurück, da wir viel gelernt und interessante Menschen kennengelernt haben.
Allen, die sich weiter in der FREIHEIT engagieren, wünschen wir viel Erfolg und alles erdenklich Gute. Abschließend möchten wir Ihnen auch ganz persönlich ein frohes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und alles Gute für Ihre Zukunft wünschen.
Falls Sie mit einem oder mehreren von uns in Kontakt bleiben möchten, schreiben Sie uns bitte unter den Ihnen bekannten privaten Mail-Adressen an.
Mit freundlichen Grüßen
Jens Eckleben (
Arno Willemer (
Holm Ay (











